Unter dem Licht der Nische
Es war spät genug, dass die Straße leiser wurde. Und doch stand diese Nische da wie eine kleine Bühne: weiße Gefäße in Reihen, Farben, die im Schatten nicht verschwanden, sondern glühten. Rot wie ein Nein, Rosa wie ein Satz, der nicht zu Ende gesprochen wird, Gelb wie ein Blick, der zu lange bleibt.
Ich blieb stehen, ohne etwas zu brauchen.
Und genau darin lag der Moment.
Man kann an Blumen vorbeigehen wie an allem anderen.
Oder man merkt plötzlich, dass es nicht um Blumen geht – sondern um Wahl. Um Haltung. Um dieses schräg fallende Licht, das Dinge deutlicher macht, als man möchte.
Ich habe nichts gekauft.
Ich habe entschieden.
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