wir möchten Euch an unserer Idee über unser Projekt: „QR-Code Rallye durch das Vivarium“ teilhaben lassen. Erst einmal: Wie kamen wir zu unserer Idee?
Projektfindung:
Nach dem regen Andrang für unser Thema QR-Code auf dem Lernmarkt 2.0, entschied sich ein Teil der damals bestehenden Gruppe dazu sich dem Thema intensiver anzunehmen. Fragen und Anregungen von Kommiliton/innen auf dem Lernmarkt 2.0, wie auch die tiefe Auseinandersetzung mit möglichen Arbeitsdomänen brachten uns darauf, unsere persönlichen Stärken, die wir durch das Biologie Lehramtsstudium erlangen haben, einfließen zu lassen und eine Rallye durch das Darmstädter Vivarium, zu organisieren.
Nähere Planung:
Geplant ist eine Entdeckertour im Vivarium. Das Vivarium ist ein Zoo in Darmstadt, welcher auf zwei Hektar Fläche, in der Nähe der Lichtwiese der TU-Darmstadt, etwa 1500 exotische und einheimische Tiere beherbergt. Mit Hilfe von verschiedenen Stationen, welche aus QR-Code bestehen, die man mit einem geeigneten Smartphone/Tablet auslesen kann, möchten wir eine Tour durch die dort anzutreffenden Tierklassen nach ihrer Phylogenie geordnet, organisieren.
Die Stationen sollen zielgruppengerichtet sein und Informationen sowie Aufgaben an der Station sowie für den Weg zur nächsten Station beinhalten. Als Zielgruppe bieten sich uns einige Möglichkeiten an. Eine Differenzierung nach Zielgruppen der Stationen wird zur Zeit noch auf Durchführbarkeit überprüft.
Generell möchten wir die Rallye ansprechend gestalten und somit auch Medienpädagogik in die Gesellschaft bringen. Die Personen, welche an unserer Rallye teilnehmen, sollen sich frei, begleitet, aber zugleich auch unterhaltet, fühlen. Die Nutzung von Smartphones und Tablets ist dabei in den Alltag integriert und soll die Möglichkeiten dieses Mediums im Alltag und für spezielle Aufgaben, aufzeigen.
Weitere Planung: Die nächsten Schritte
Nach einer ausgiebigen Sichtung und Aufnahme der vorhandenen Tiere möchten wir geeignete Positionen für das Anbringen und Vernetzen von Informationen durch die QR-Codes ausmachen. Dabei ist die örtliche Nähe zu den Tierklassen, wie auch die offensichtliche Auffindbarkeit solcher QR-Codes von außerordentlicher Wichtigkeit. Die Inhalte unserer Rallye und die Vernetzung der Stationen werden wir im Anschluss dazu planen.
Im Anschluss an die Planung, soll das Projekt mit einer Gruppe von Proband/innen durchgeführt und darauf folgend evaluiert werden. Eine generelle, längerfristige Planung der Integration der geplanten Rallye in das Vivarium wird angefragt.
Autor: Pascal Gölz (Gruppe 11)
Teil 1: Das Konzept
Teil 2: Von der Theorie zur Praxis - Entdeckertour (1)
Teil 3: Von der Theorie zur Praxis - Technische Plattform (2)
Facebook (https://de-de.facebook.com/) wurde am 4. Februar 2004 veröffentlicht und gehört zu den Social Media Networks. Der Eigentümer ist Facebook Inc. und unter der Leitung des Gründers Mark Zuckerberg. Inzwischen hat Facebook über 1,2 Milliarden Nutzer weltweit. Am 18.Mai 2012 ging Facebook an die Börse und hat mittlerweile einen Marktwert von 117 Mrd. Dollar.
Um Facebook uneingeschränkt nutzen zu können, muss man sich ein Profil erstellen. Zunächst muss der/die Nutzer/in sich bei Facebook durch Angabe seiner persönlichen Daten einen Account erstellen und kann anschließend sein Profil bearbeiten. Im Regelfall gibt man seinen richtigen Namen an und entscheidet, wie viele und welche Informationen man über sich preisgibt, z.B. zu welchen Schulen ist man gegangen, wo sind vergangene oder aktuelle Arbeitsstellen gewesen, welche Hobbys/Interessen usw. Von enormer Bedeutung ist hierbei die Privatsphäreneinstellung, verbunden mit der Entscheidung, welche Informationen die Öffentlichkeit sehen kann bzw. welche Informationen nur die eigenen "Freunde" bzw. "Freunde von Freunden" sehen können.
Über Facebook kann man demnach Kontakte mit anderen Nutzer/innen knüpfen und diese als "Freunde" seiner Freundschaftsliste hinzufügen. Dies geschieht entweder durch die Verlinkung mit dem Mailpostfach oder durch das Suchfeld, in dem der/die Nutzer/in einen "Freund" suchen kann, um eine Freundschaftsanfrage zu versenden.
Allerdings kann man auch die Rolle als „Follower“ übernehmen und eine bestimmte Person zwar nicht als "Freund" hinzufügen, aber seine Seite verfolgen. Je nach Privatsphäreneinstellung derjenigen Person eingeschränkt oder uneingeschränkt. Durch diese Weise ermöglicht es Facebook, dass die Nutzer/innen sich miteinander vernetzen und weitere Personen als "Freunde" vorschlagen.
Des Weiteren kann man öffentliche Seiten von beispielsweise Parteien, Firmen und Unternehmen usw. anschauen und Informationen darüber beziehen. Sollte dem/r Nutzer/in die Seite zusagen, besteht die Möglichkeit diese zu „liken“, sodass man auf seiner/ihrer eigenen Pinnwand die geposteten Neuigkeiten der jeweiligen Seite erfährt.
Als weiteres Feature zählt die Gruppenfunktion. Hierbei kann man entweder als Nutzer/in selbst eine Gruppe erstellen oder ihr beitreten, um Informationen (Termine, Bilder, Dokumente) intern auszutauschen. Dabei hat man die Option zu entscheiden, ob es eine öffentliche oder eine geschlossene Gruppe ist. Bei der öffentlichen Gruppe kann dementsprechend jede/r Facebook-Nutzer/in beitreten im Gegensatz zur geschlossenen Gruppe, wo der/die Administrator/in die Mitglieder zufügt
Um zu demonstrieren, wie das Tool funktioniert, wurde ein Facebook-Account zu Demonstrationszwecken erstellt. Die Studierenden im Seminar sollten auf dem Lernmarkt die Möglichkeiten haben, sich selbst mit Facebook vertraut zu machen und auch Kommentare zu posten.
Der größte Pluspunkt scheint die Möglichkeit zu sein, sich mit anderen zu vernetzen und Informationen über Nachrichten, Chats sowie Dokumente, Bilder und Videos auszutauschen. Der größte Minuspunkt sind die intransparenten Einstellungen hinsichtlich des Datenschutzes.
Einsatzmöglichkeiten in der Schule
Die Einsatzmöglichkeiten von Facebook in der Schule sind - nach unseren Recherchen - sehr eingeschränkt. Dies liegt zum einem an der Plattform selbst, als auch an den rechtlichen Bestimmungen der Bundesländer. Die Problematik besteht gerade darin, dass auch Schüler/innen, die keinen Facebook-Account nutzen, gleichbehandelt werden müssen.
Facebook ermöglicht im Kontext Schule neue Wege der Kommunikation. Durchaus denkbare Einsatzmöglichkeiten und in einigen Bundesländern auch durchaus gängig sind Gruppen für Klassen, Kurse oder Schulveranstaltungen, um einen Austausch von Informationen z.B. zu erledigte Hausaufgaben, Zusatzmaterial, interessante Links etc. zu bieten. Darüber hinaus können die Nutzer/innen sich untereinander in Chats und/oder Nachrichten über Unterrichtsaspekte austauschen. Somit ermöglicht es eine digitalisierte Art der Kommunikation in der „Lebenswelt Schule“ zwischen Schüler/innen und Schüler/innen, Lehrer/innen und Lehrer/innen, Lehrer/innen und Schüler/innen, aber auch Lehrer/innen und Erziehungsberechtigen.
Problematisch ist hierbei, dass man gezwungen wäre, sich bei Facebook anzumelden. Zudem bietet Facebook keinen Schutz für personenbezogene Daten oder unterrichtsbezogene Daten. Fraglich ist auch, ob Facebook sich für die Darstellung von Unterrichtsinhalten eignet.
Des Weiteren obliegt der Schule der Schutz vor politischer und wirtschaftlicher Beeinflussung, vor allem da Facebook sich bis jetzt durch Werbung finanziert.
Als „Gast“ hat man dennoch die Möglichkeit öffentliche Profile zu besuchen und daraus Informationen zu beziehen. Diese öffentlichen Facebook-Seiten könnte man demnach als Unterrichtsgegenstand beleuchten. Durchaus denkbar wäre, dass man im Politikunterricht verschiedene Parteienprofile oder NGO’s betrachtet und überlegt, wie sich diese in der Öffentlichkeit präsentieren. Aber auch Facebook als Unterrichtsgegenstand, um die Schüler/innen zu sensibilisieren und über mögliche Risiken aufzuklären (z.B. Thema Cybermobbing).
Sofern man Facebook in der Schule nutzt, sollte man folgende Aspekte beachten. Prinzipiell sollte die Lehrkraft eine geschlossene Gruppe für die Schüler/innen erstellen. Des Weiteren muss sich diese im Klaren sein, dass sie dennoch einen Informationsfluss analog gewährleistet, da es einige Schüler/innen geben kann, die Facebook nicht nutzen. Wesentlich ist auch, dass die Lehrkraft sich seiner/ihrer Rolle als Pädagog/in bewusst ist, und die dienstliche Facebook-Nutzung von der privaten strikt trennt.
Rechtliche Bedingungen
Immer wieder werden die Grenzen dieser neuen Form der Partizipation am gesellschaftlichen Leben angesprochen. Nicht nur Kindern – das Mindestalter um bei Facebook ein Profil anlegen zu können liegt bei 12 Jahren – benötigen die erforderliche Weitsicht um zu erkennen, welche Bedeutung einmal eingestellte Inhalte erlangen können. Exzessive Formen der Nutzung von Facebook werden häufiger in den Medien aufgegriffen. Die Frage nach der Löschung von Inhalten und den Nutzungsrechten der Inhalte stellen sich immer wieder, da die Nutzungsbedingungen jedwede Inhalte als Eigentum und Verwertungsgegenstände der Firma Facebook ausweisen. Das Daten gezielt gesammelt, der Werbeindustrie und Geheimdiensten zur Verfügung gestellt werden steht nun außer Frage.
Die rechtlichen Bedingungen hinsichtlich der Frage, in wie weit Facebook in der Schule verwendet oder eingesetzt werden darf, regelt jedes Bundesland unterschiedlich.
Auswahl an Bundesländer
Interessante Literatur und Links
Kirch, Nico: Jahres-Umfrage: Facebook im Detail, in: Social Media Statistiken. URL: http://www.socialmediastatistik.de/jahres-umfrage-facebook-im-detail/(18.11.2013).
Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen: Ist das traditionelle Konzept des Schutzes privater Daten überholt? URL: http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/internet/snetze/datenschutz.html (18.11.2013).
Sliva, Nadine: Soziale Netzwerke in pädagogischer Perspektive. Das Beispiel Facebook, Darmstadt 2011.
Urbig, Natalie: Datenschutz. Facebook-Nutzung in der Schule: Wo liegen die Grenzen?, in: FAZ. URL: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/datenschutz-facebook-nutzung-in-der-schule-wo-liegen-die-grenzen-12304705.html (18.11.2013).
Wampfler, Philippe: Facebook, Blogs und Wikis in der Schule. Ein Social-Media Leitfaden, Göttingen 2013.
Social Web macht Schule. URL: http://www.social-web-macht-schule.de/blog/
„Wie funktioniert das Tool?“
Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen: Wie funktioniert Facebook? URL: http://lehrerfortbildung-bw.de/werkstatt/internet/snetze/facebook.html (18.11.2013).
Wiese, Jan: Quartalszahlen. Facebook deutlich im Plus mit einem neuem Rekordumsatz, in: allfacebook. URL: http://allfacebook.de/zahlen_fakten/quartalszahlen-facebook-deutlich-im-plus-mit-einem-neuem-rekordumsatz (18.11.2013).
Einsatzmöglichkeiten in der Schule
Medienberatung NRW: Social Media und Schule – Empfehlungen für einen verantwortungsvollen Einsatz. URL:http://wwin Schulenw.dbh-online.de/lpr-nrw/Teschner_130626_Hamm_Dokumentationsversion.pdf (18.11.2013).
Rechtliche Bedingungen
DPA: Bedenken beim Datenschutz. Länder wollen Facebook-Einsatz für Lehrer regeln, in: Handelsblatt. URL: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bedenken-beim-datenschutz-laender-wollen-facebook-einsatz-fuer-lehrer-regeln/8543858.html (18.11.2013).
Facebook macht süchtiger als Alkohol und Nikotin, in: Welt Online. URL: http://www.welt.de/gesundheit/article13851130/Facebook-macht-suechtiger-als-Alkohol-und-Nikotin.html (18.11.2013)
Facebook: Erklärung der Rechte und Pflichten. URL: https://www.facebook.com/legal/terms?locale=de_DE (18.11.2013).
Matthiesen, Nils: Was weiß die NSA über Facebook-Nutzer?, in: Welt Online.URL: http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article120543390/Was-weiss-die-NSA-ueber-die-Facebook-Nutzer.html# (18.11.2013).
Dieser Blog stellt Euch YouTube vor. Mit allen Vor- und Nachteilen und den Einsatzmöglichkeiten, die man als LehrerIn in der Schule hat. Außerdem haben wir eine kleine Linksammlung angefügt, die zum Anschauen, Stöbern und Weiterdenken anregen soll. Gearbeitet wurde zu siebt an dem Projekt, mit kleinen "Kompetenzteams", die verschiedene Aspekte von YouTube beleuchtet haben. Bei einem Lernmarkt haben wir unser Thema mit Sketchnotes und Beispielen vorgestellt, davon gibt es auch Bilder. Über einen Fake-Account haben wir uns in YouTube eingeschleust und mal in der Praxis geschaut, wie man Videos hochladen, seine Favoritenliste bearbeiten und sich mit der Welt austauschen kann. Es ist wirklich ganz einfach! Unsere Zeichenexperten haben Sketchnotes und Plakate angefertigt, auf denen alles noch mal in Kurzform zusammengetragen wurde (die DAU's im Zeichnen müssen nun tippen...).
Wie funktioniert das Tool?
YouTube ist theoretisch recht simpel. Doch auch hier gibt es Stolpersteine und wichtige Dinge zu beachten.
→ Videos posten
Videos posten kann eigentlich jeder. Pflicht ist lediglich eine Registrierung über einen Google-Account. Auf der persönlichen Nutzerseite (dem YouTube-Kanal) kann man dann ein eigenes Profilbild hochladen, persönliche Angaben zu Name und Alter machen sowie Playlists mit allen heißgeliebten Videos anlegen. Die Favoritenliste kann verborgen werden, wenn man nicht will, dass jeder sieht, was die persönlichen Lieblingsvideos sind. Außerdem sollte man auch hier, wie überall im Netz, darauf achten, welche persönlichen Angaben man macht und was für ein Profilbild man hoch lädt. Ähnlich wie bei Facebook sollte man daran denken, dass es letztendlich für immer irgendwo im Netz sein wird und wenn man später mal die Weltherrschaft übernehmen möchte, ist es doch schwierig wenn dann komische Bilder auftauchen...
Die Videos, die man dann unter einem seriösen Foto postet, dürfen maximal 15 Minuten lang sein. Es sei denn, ihr gehört zu jenem Kreis ausgewählter Personen, die noch nie gegen irgendwelche Nutzungsbedingungen verstoßen haben (nicht die GEMA ärgern, keine Videos mit anstößigem, rassistischem, und sonst wie bösem Inhalt posten) und denen YouTube es erlaubt, unbegrenzt lange Videos zu posten. Seit ein paar Jahren gibt es auch Videos in HD-Auflösung, die zu entspanntem Video-Betrachten auf Großbildschirm einladen. In der Türkei, China und in Pakistan gibt es allerdings auch noch eine starke Zensur, die noch mehr einschränkt, was hochgeladen werden darf. Zusätzlich bleibt auch YouTube nicht vor Saboteuren und Hackern verschont, die Accounts knacken und in fremdem Namen Videos posten, so dass der friedvolle Nutzer auch ganz schnell Geschädigter werden kann.
Schließlich sollte man immer daran denken, dass man gerade alles einer fremden Firma in die Hände schmeißt, also alle Daten, Videos, besuchte Videos, Suchanfragen usw. landen am Ende bei Google... und wer weiß wo noch.
Gepostet werden kann wie gesagt alles. Von Babys ersten Schritten, der eigenen Hochzeit, eigene Sanges- und Tanzkünste, Experimente, Erklärungen, Liebesbotschaften - you name it. Die Bandbreite bei Google ist riesig und täglich kommen ca. 65.000 neue Videos hinzu. Aber auch hier bitte darauf achten: es landet ALLES im Netz und es kann JEDER anschauen... Will ich das denn auch??? Schließlich bekommt man über Bewertungen und Kommentare (dazu kommen wir gleich noch) ein Feedback, dass man unter Umständen so eigentlich nicht haben wollte.
→ Videos anschauen
Auch für Videos anschauen gilt: Das kann jeder. Und diesmal braucht man nicht einmal einen Google-Account. Einfach auf www.youtube.de gehen, im Suchfeld nach dem gewünschten Video suchen oder ein vorgeschlagenes Video anklicken und los geht's. Aber Achtung: Die Möglichkeit sich in YouTube zu verlieren und durch vorgeschlagene Videos irgendwann bei ganz merkwürdigen Videos zu landen ist SEHR, SEHR hoch! Wer bei YouTube angemeldet ist, hat zusätzlich die Möglichkeit, einzelne Videos mit einem Daumen hoch oder Daumen runter zu bewerten. Gut bewertete Videos tauchen bei Suchanfragen weiter oben auf, ausschlaggebend ist zudem die Anzahl der "Klicks", also wie oft das Video angeschaut wurde. Außerdem können Nachrichten über Google+ versandt werden. Schließlich gibt es außerdem die Möglichkeit, ein Kommentar zu einem Video zu hinterlassen. Auch hier ist YouTube wieder "risikobehaftet": Die Diskussionen, die bei einigen Videos entstehen, gleiten öfter mal in heftige Auseinandersetzungen über Religion, Rasse oder sonstiges ab. Hier ist starke Kontrolle der Kommentare gefordert.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Da in YouTube jeder posten, gucken, kommentieren und bewerten darf, ist beim Einsatz im Unterricht eine enge Betreuung und Aufklärung durch die Lehrkraft wichtig. Die Lehrkraft ist dafür verantwortlich, sich mit den AGB's und Richtlinien vertraut zu machen. Ebenso müssen die SchülerInnen aufgeklärt werden, ggf. müssen Elterngespräche gesucht werden. Prinzipiell gilt aber auch für die Schule: alles darf angeschaut werden. Achtung: Wenn es sich um offensichtlich rechtswidriges Material handelt, darf natürlich nichts gezeigt werden!
Für das Hochladen der Videos gilt wieder: Aufklärung ist alles! Den SchülerInnen muss bewusst sein, dass sie ihre Videos und Daten gerade mit aller Welt teilen. Sollten sie selbst oder jemand anderes auf dem Video zu sehen sein, muss das Einverständnis der betreffenden Person vorliegen. Auch hier ist eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern immer sinnvoll. Die SchülerInnen können sich entweder selbst anmelden oder aber es gibt einen "Gemeinschafts-Account", der über die Lehrkraft läuft. Je älter die SchülerInnen sind, desto mehr Verantwortung kann ihnen übertragen werden. Wichtig ist immer, dass sich an die Richtlinien von YouTube gehalten wird!
Einsatzmöglichkeiten
YouTube-Videos bieten große Chancen für den Unterricht. Man kann Videos zu bestimmten Themen anschauen, in die Thematik tiefer eintauchen und sich durch verschiedene Videos durchklicken. Die Lehrkraft sollte nur immer darauf achten, dass sich die SchülerInnen nicht in YouTube verlieren, nur sinnvolle Videos anschauen und keinen Blödsinn anfangen (so denn die SchülerInnen am eigenen PC arbeiten). Als Lehrkraft wäre es sinnvoll, vorher schon mal geeignete Videos gesichtet zu haben. YouTube bietet beispielsweise Videos von Experimenten, die man sonst so im Unterricht nicht zeigen könnte, da sie beispielsweise zu gefährlich sind. Oder sie ermöglichen Zeitraffer/Slow-Motion, kurzum, Details, die man sonst nicht zeigen könnte im Unterricht. Zudem ist es moderner (und interessiert die SchülerInnen daher mehr), schneller und großteils in besserer Qualität als die alten verstaubten Filmbänder. Schwierige theoretische Sachverhalte können auch durch kurze Videos vermittelt werden, sie können Emotionen wecken und so bei den SchülerInnen Gesprächsbereitschaft fördern. Schließlich wird im Idealfall auch die Neugierde der SchülerInnen geweckt. Sie sehen ein Video zu einem bestimmten Thema, spulen evtl. im Video hin und her, wollen mehr darüber wissen und schauen sich noch ein Video an, usw. Alle SchülerInnen können individuell lernen und nach Interessenslage weitersuchen.
Hier zum Beispiel gib es ein wunderschönes Zeitraffer-Video der Erde der NASA: Die bislang spektakulärsten Zeitraffer der Erde
Unser Beispiel vom Lernmarkt im Seminar: SchülerInnen können sich durch das Video eine Vorstellung davon machen, wie es unter Umständen beim Bewerbungsgespräch ablaufen kann: http://www.youtube.com/watch?v=c_WGcBJh0Pc
Wichtig ist dabei aber zu beachten, dass ein Video noch lange keine praktische Übung ersetzt. Durch bloßes Anschauen erfolgt noch lange kein Lernen! Das Englisch meiner SchülerInnen wird nicht zwangsläufig besser, nur weil ich viele englische Filme schaue, sprechen müssen sie selbst! Dies gilt erst recht für den Sportunterricht! Ein Video über das Klettern ersetzt noch lange kein Klettertraining! http://www.youtube.com/watch?v=lIGHfCNQJhY
Eine weitere schöne Einsatzmöglichkeit ist das selbständige Drehen eines YouTube-Videos. Die SchülerInnen können sich eigenständig mit einem Unterrichtsthema auseinandersetzen und kurze Filme drehen. Die Videos werden anschließend dann bei YouTube hochgeladen (entweder haben die SchülerInnen einen eigenen Account oder über den Account der Lehrkraft - näheres siehe oben). Damit ist auch gewährleistet, dass die SchülerInnen sich ansatzweise Mühe geben, schließlich präsentieren sie ihr Werk nicht nur vor der Klasse, sondern im wahrsten Sinne der Welt und müssen sich zudem noch mit Feedback von völlig Fremden arrangieren.
Hier hat sich eine Klasse im Deutschunterricht mit Lessing's "Nathan der Weise" beschäftigt, dabei herausgekommen ist dieses Lego-Video über den 1. Aufzug: Nathan der Weise 1. Aufzug - Lego Film
Neu ist jetzt auch YouTube fürs Klassenzimmer. YouTube hat den neuen Kanal YouTube EDU gestartet. Dort erhalten Schulen nach der Anmeldung einen besonderen Zugang, speziell für ihre Schule. Dort sind dann automatisch alle Videos geblockt, die nicht ins pädagogische Angebot passen. Damit kann man im Unterricht auf Videos zugreifen, die von anderen LehrerInnen und Schulen sowie von offiziellen YouTube-Partnern (Technology, Entertainment, Design: TED oder dem Smithsonian Insitute) eingestellt wurden. Hier gibt's mehr darüber: http://www.youtube.com/schools?feature=inp-bl-paq.
Linksammlung zum Weiterlesen
Erster Einstieg: http://de.wikipedia.org/wiki/Youtube
YouTube-Video über YouTube - sehr anschaulich, mit Erläuterungen zu YouTube, Web 2.0 und Hatern: Wie Funktioniert YouTube? Was ist Web 2.0? Wer sind Hater?
Nutzungsbedingungen von YouTube - sehr wichtig für Lehrkräfte: http://www.youtube.com/static?gl=DE&hl=de&template=terms
YouTube Community Richtlinien - wenn man sich selbst anmelden möchte: http://www.youtube.com/t/community_guidelines?hl=de&gl=DE
Rechtliches aus Baden-Württemberg: http://lehrerfortbildung-bw.de/sueb/recht/urh/film/net/
Dokumentation des Lernmarktes
Hier ein paar Bilder von unserem Lernmarkt. Wir hatten Sketchnotes, Laptop und Tablet dabei, damit wir auch vor Ort Videos zeigen konnten, bzw. das Anmelden und kommentieren bei YouTube zeigen konnten.
Nachdem wir uns zunächst über den allgemeinen Sinn von Wikis informiert haben, erstellten wir uns ein eigenes Wikia Wiki.
Der Rahmen dieses Projekts sollte ein bevorstehender Urlaub sein. Ein paar Bekannte verwenden ein Wiki, um sich über ihren Urlaubsort zu informieren. Auf diese Idee aufbauend, haben wir uns einen Überblick über die genaue Funktionsweise verschafft.
Rechtliche Bedingungen:
Die rechtlichen Bedingungen bei Wikis sollte man am besten in drei Bereichen aufteilen:
1. Das Wiki selbst
Es gibt verschiedene Arten von Wikis, die von verschiedenen Entwicklern hergestellt wurden, und dementsprechend verschiedene Funktionen bieten. Die bekannteste Art (die auch bei Wikipedia im Einsatz ist) heißt MediaWiki. MediaWIki ist Open Source Software und steht unter der GPLv2 Lizenz. GPL bedeutet grob:
Copy the software.
Distribute the software however you want.
Charge a fee to distribute the software.
Make whatever modifications to the software you want.
2. Veröffentlichter Inhalt
Genau wie bei der Auswahl der Wiki-Software, gibt es auch beim veröffentlichten Inhalt auf dem Wiki verschiedene rechtliche Lizenzen unter die man den Content stellen kann. Der Inhalt der Wikipedia steht unter der “Creative Commons Attribution Share-Alike License”. Diese Lizenz bedeutet grob:
You are free:
to share - to copy, distribute and transmit the work
to remix - to adapt the work
to make commercial use of the work
3. Hosting
Die dritte rechtliche Ebene, auf dem Weg zur Realisierung eines eigenen Wikis, ist das Hosting. Auch hier gibt es verschiedene Optionen. Sowohl kostenlose (werbefinanzierte) als auch kostenpflichtige Fremdhoster bieten die Möglichkeit, das eigene Wiki zu hosten. Allerdings muss man sich bei Seiten die bei Fremdhostern gehostet werden und somit im Internet sind, sich an die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Hoster und auch deutsches Recht halten.
Eine Alternative wäre natürlich das eigene Hosting. Bei quelloffener Wiki-Software hat man auch die Möglichkeit, das Wiki auf einem eigenen Server zu hosten, und diese Seite sogar Netzwerk-intern aufsetzen, sodass sie nicht an das Internet angebunden sein muss.