Dieses Wochenende ist es wieder soweit! Ein langes Wochenende liegt vor uns. Diejenigen von uns, die nicht mit Familienfeiern beschäftigt sind, können sich einem Lesemarathon widmen. Ich werde das jedenfalls tun. Ich habe hier ein paar Tipps für dich, wie du deinen Lesemarathon am besten angehst.
Vorbereitung
Für mich beginnt die Vorbereitung für ein langes Lesewochenende immer damit, dass ich…
Sie ist vorbei! Ich habe es geschafft! Und in etwa so fühle ich mich auch. Glücklich und geschafft. Begonnen habe ich den Lesemarathon am Montag, gegen 11:30 Uhr, da ich richtig lange ausgeschlafen hatte. Ich dachte, wenn ich so eine Aktion in Angriff nehme, dann brauche ich vorher definitiv meinen Schlaf. Am Tag zuvor habe ich schon ein Buch begonnen und mit diesem bin ich in den Marathon…
Es ist wieder soweit. Ich habe endlich wieder Urlaub. Leider nur eine Woche, aber die will gut genutzt sein. Und was gibt es da besseres als mich wieder meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) zu widmen und zu lesen. Dafür möchte ich wieder eine 24-Stunden-Lesechallenge machen. Hierzu habe ich mir vorerst sechs Bücher rausgesucht, die ich unbedingt gerne lesen möchte. Teilweise passen sie sogar zu…
Heute möchte ich euch einen Einblick vom 24-Stunden-Lesemarathon geben, den ich von Samstag um 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr veranstaltet habe.
Da er so kurzfristig angesetzt war, haben leider nicht sehr viele Menschen teilgenommen, aber ich hatte mein Ziel und wollte sehen, wie viel ich in welcher Zeit schaffe zu lesen.
Folgende Bücher habe ich geschafft:
In dieser Reihenfolge habe ich sie auch gelesen, was vielleicht ein Fehler war 😉
Begonnen habe ich mit “Das Opfer Null”, weil es ein Rezensionsexemplar ist, das ich schon begonnen hatte, allerdings war ich noch nicht weit gekommen. Das Buch ist spannend und kein gewöhnlicher Thriller, vor allem gab es überraschende Wendungen, die mich zweifeln ließen, dass ich den Täter kenne.
Nach diesem dicken Buch mit 443 Seiten, wollte ich ein Buch lesen, dass schon länger auf meinem SuB liegt und definitiv schnell zu lesen geht mit seinen 69 Seiten: “Adressat unbekannt” von Kressmann Taylor. Ein Buch, dessen Text zuerst 1938 im “Story Magazine” in New York veröffentlicht wurde und den Nerv der Zeit traf. Denn hier geht es um die Korrespondenz zwischen einem amerikanischen Juden und dessen deutschen Geschäftspartner, der zurück nach Deutschland ging und nach und nach dem Regiment von Adolf Hitler verfiel.
Weiter ging es mit einem E-Book, das ich erst am Samstag erhalten hatte. “Cheetah Manor” von Melissa David (Taschenbuchausgabe hat 308 Seiten). Ich war überrascht von dieser neuen Geschichte und es hat mir wirklich gut gefallen. Und es wird einen Band 2 geben, zu dem es auf meinem Blog noch eine Aktion geben wird 😉
Zu diesem Zeitpunkt wurde ich dann schon müder, inzwischen war es 21:30 Uhr, mit einer kurzen Essenspause dazwischen. Ich entschied mich dann für “New York zu verschenken” von Anna Pfeffer, ein weiteres Rezensionsexemplar, auf das ich schon sehr gespannt war, weil ich schon so viel Gutes darüber gelesen habe. Es ist komplett als Chatverlauf geschrieben, was mir viel Spaß gemacht hat, weil es eine tolle Abwechslung ist. Und die Story war herrlich amüsant, romantisch und hat gezeigt, dass innere Werte durchaus von Bedeutung sein können. Das Buch mit seinen 331 Seiten beendete ich erst gegen 00:50 Uhr.
Ihr seht, ich wurde langsamer 😀
Und nun zum schwersten Buch: “Der Herr der Ringe – Die Wiederkehr des Königs”
Es ist soooo klein geschrieben und ich war schon unheimlich müde. Bis 3 Uhr habe ich noch gelesen, wobei ich nicht allzu weit kam, weil ich ab und zu Absätze nochmal lesen musste, weil mein Gehirn das nicht mehr aufnahm 😦
Ich musste eine Zwangspause einlegen.
Ich habe bis 9 Uhr geschlafen, gefrühstückt und um 10 Uhr am Sonntag ging es weiter. Mein Marathon sollte eigentlich um 12 Uhr beendet sein, aber ich habe geschummelt und meine 7 Stunden Pause drangehängt 🙂 Ich wollte dieses verdammte Buch beenden.
Zugegeben ich quäle mich schon länger durch diese Reihe. Mein Mann findet sie klasse und ja, teilweise hat sie ihren Reiz. Es gibt wunderschöne Passagen, allerdings finde ich, dass es auch einige überflüssige bzw. langatmige Teile gibt.
Beendet habe ich dieses Buch mit seinen 380 kleinbedruckten Seiten am Sonntag gegen 18 Uhr. Ich war überglücklich fertig zu sein und diese Reihe endlich beendet zu haben 😀
Mein Fazit des Marathons:
Ich habe gehofft, dass ich mehr als 5 Bücher schaffe, aber ich bin trotzdem zufrieden, wenn ich bedenke, welche Bücher dabei waren. Ich werde es auf jeden Fall mal wiederholen 🙂
Anzahl Bücher: 5
Anzahl Seiten: 1531
reine Lesezeit: 23 Stunden
Was haltet ihr von solchen Lesemarathons?
Fazit von 24 Stunden lesen am Stück Heute möchte ich euch einen Einblick vom 24-Stunden-Lesemarathon geben, den ich von Samstag um 12 Uhr bis Sonntag 12 Uhr veranstaltet habe.
Heute starten die #asienwochen - 10 Wochen, in denen ihr nach Lust und Laune Asien entdecken sollt. 1 Buch? 1 Film? 1 Manga? 1 Serie? 1 Anime? 1 Song? Worauf ihr Lust habt - Hauptsache neu und raus aus der Komfortzone! #lesechallenge #aktion #lesemarathon #filmarathon #buch #asiennerd #buchlust #buch #booknerd #buchblogger #bookblogger #bookaddict #bookaholic #booknerd #filmblogger #blogger
Es wird mal Zeit für mich ein Fazit über den Lesemarathon zu schreiben, den meine Kollegin Kerstin angeregt hat. Für mich sind solche Events immer recht wichtig, da ich dann irgendwie immer wieder neue Blogger oder Leser kennenlerne, welche mir dann immer wieder ans Herz wachsen. So war es auch diesmal. Auch wenn wir kein Feuerwerk bei Twitter hervorgerufen haben, ist so ein Lesemarathon vor…
Ihr literaturinteressierten Internetkinder: Dieses Wochenende werde ich das erste Mal an einem sogenannten Lesemarathon teilnehmen, bei dem man prinzipiell [Überaschung] so viel liest wie möglich. Um genau zu sein geht es um die Zeit zwischen kommendem Freitag, 16. Oktober mittags 12 Uhr, bis Sonntag, 18. Oktober 22 Uhr.
Es gibt eine Art Überschrift für das Ganze [Nebelgeschichten abseits der Frankfurter Buchmesse], was aber kein direktes Motto darstellt, nach welchem ihr die Bücher auswählen müsstet. Gelesen soll werden, was ihr wollt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, werden dann jeden Tag auch einige “Aufgaben” auf dem Blog unserer Veranstalterin gepostet, die uns ein wenig [Inter-]Aktion ermöglichen und eine soziale Komponente in die Veranstaltung bringen - lesen kann man ja auch einfach für sich. Verpflichtet ist aber natürlich keiner. Man muss auch online während des Lesemarathons nichts posten.
Ich müsste die wichtigsten Infos verpackt haben, aber in Minas aktuellem Post sind zusätzlich noch einmal alle bisherigen Teilnehmer verlinkt. [Wer möchte, kann sich “offiziell” anmelden und ebenfalls verlinken lassen.] Es ist außerdem in Ordnung, nicht das gesamte Wochenende Zeit zu haben. Ich muss zum Beispiel Freitag und Samstag auch gen Arbeit ziehen, werde aber trotzdem teilnehmen.
Morgen folgt auf meinem YouTube-Kanal noch einmal ein Video mit meiner geplanten Lektüre.
Das Theater am Nestroyhof sollte durch eine Lesung als Erinnerungsort gewürdigt werden. Die Schüler_innen des GRG 2, unter der Leitung von Mag. Splbrit Greschonig, waren allerdings vor dem Regen in die U-Bahnstation Nestroyplatz geflüchtet. Sie bildeten einen großen Kreis, in dessen Mitte jene Schüler_innen traten, die gerade Briefe vorlasen. Zusätzlich tönte ein Roma-Lied aus dem Kassettenrekorder. Immer wieder blieben Passant_innen trotz des morgendlichen Stresses stehen, um zu sehen, was dort vor sich ging oder sie hörten sich einen Brief an, während sie sich beim Bäcker daneben einen Kaffee kauften. (Margot Landl)
"Ich kann mir das heute gar nicht vorstellen, wenn man so als kleines Kind wegkommt, oder in ein Heim muss." (Vanessa)
"Ich finde, es ist ein schönes Projekt. Es ist gut, in die Vergangenheit zu gehen und sie aufleben zu lassen. Es ist aber noch wichtiger, an heutige Probleme zu denken." (Emin)
"Es ist gut, dass wir jetzt wissen, was damals passiert ist. Jeder soll sein Leben leben." (Leonie)
Volkstheater:
"I traveled to a few different sites as part of the documentation team for the Reading Marathon -- it was raining, at times heavily, and I admired the dedication of all of the readers, students and others. At the first site I visited, a student group read letters under a home-made banner; I was instantly touched by their solemn, emotive, and engaging performance of these letters." (Kabren Levinson)
Gedenkstätte des österreichischen Widerstands am Morzinplatz
Die Gedenkstätte des österreichischen Widerstands am Morzinplatz besuchten Schüler_innen des BR/BRG 22. Auch hier wurde aufgrund des Wetters die Lesung in statt vor der Gedenkstätte abgehalten. Also saßen die Schüler_innen auf den bereitgestellten Sesseln, während jene, die gerade die Briefe lasen, auf der „Bühne“ stehen konnten. Nach den Lesungen trug Mag. Johannes Dressel den Schüler_innen auf, sich eine Tafel genauer anzusehen und einzuprägen, um auch aus der Gedenkstätte etwas mitzunehmen. (Margot Landl)
"Es ist schon schade, dass dieses schöne Gebäude zerstört wurde. Aber besonders traurig ist es natürlich, dass so viele hingerichtet wurden." (Christoph [als er vor einer Tafel über das Gebäude steht])
"Es ist interessant, zu wissen, was damals passiert ist, aber vor allem wie die verschiedenen Personen gelebt haben. Wie sie waren, etwas Persönliches. Etwas, das nicht im Geschichtebuch steht." (Sarah & Tanja)
Wiener Staatsoper:
"Bei der Oper wurde der letzte Brief eines Zeugen Jehovas gelesen, der aus Glaubensgründen den Wehrdienst verweigert hat. Da kommen einem auch nach 75 Jahren die Tränen, ob der Stärke und zugleich Verzweiflung von Rudolf Redlinghofer, sechs Stunden vor seiner Hinrichtung.“ (Peter Mlczoch)
Friedhof Seegasse:
Im Hinterhof des Pensionistenheims in der Seegasse 11 befindet sich der Friedhof Rossau, der älteste jüdische Friedhof der Stadt. Die Lesung im Pensionistenheim wurde von Barbara Kintaert geleitet, die sich seit Jahren mit der Geschichte der Servitengasse beschäftigt, Briefe in diesem Kontext vorliest und Bilder ihrer Recherchen zeigt. Carry Aufsesser aus Boston, dessen Vorfahren auf ebendiesem Friedhof begraben sind brachte ebenfalls Briefe mit, die wechselseitig von den Bewohner_innen des Pensionistenheims und Teilnehmer_innen der Lesung vorgetragen wurden.“ (Ildiko Meny)
Barankapark-Hellerwiese:
Es regnet und der Spielplatz im Barankapark-Hellerwiese wirkt wie ausgestorben, doch plötzlich hört man Stimmen und erkennt, dass sich unter einem hölzernen Pavillon ein Kreis aus Schüler_innen mit ihren Lehrerinnen gebildet hat. Es ist eine Schulklasse der NLS Laaerberg, die sich zum heutigen Lesemarathon zusammengefunden hat. Eine Stimme nach der anderen wird hörbar, abwechselnd werden Passagen aus den mitgebrachten Briefen vorgetragen. Zuletzt werden alle Briefe noch einmal synchron gelesen. Der Pavillon wird mit einem Stimmengewirr erfüllt, einem Marktplatz gleich. Nur hin und wieder ist es möglich ein paar Wortfetzen aufzuschnappen. Langsam hört eine_r nach dem_der anderen zu lesen auf und es wird leichter, kurzen Satzteilen zu folgen, bis schließlich nur noch eine Schülerin alleine ihren Brief liest. Es ist die Geschichte einer Frau, die an ihre Mutter denkt: „Mama würde sich jetzt Sorgen machen…“. (Johanna Taufner)
Weitere Orte:
Auch die Koordinatorin des Lesemarathons Sonja Danner hat einige Feedbacks von Schüler_innen, die an den verschiedensten Orten gelesen haben, gesammelt und uns zugeschickt. Ein Teil dieser Eindrücke kann hier nachgelesen werden.
"Ich muss sagen, dass ich von Anfang an von dieser Idee sehr begeistert war […] Alle Briefe waren sehr bewegend und emotional."
"Unsere Deutschprofessorin hat sich viel Mühe gegeben, damit nichts schief ging, jedoch fielen unsere Hoffnungen ins Wasser, weil uns dort niemand willkommen hieß."
"Ich finde die Idee des Projektes sehr gut und denke, dass es viele Passanten interessiert hat."
"Ich finde die Idee sehr gut, da uns damit der Krieg von einer Person geschildert wird, die mittendrin war und nicht 30 Jahre später ein Buch darüber schreibt."
"Wir haben uns wirklich Mühe gegeben und sogar Kerzen mitgenommen um nach jedem Text eine Kerze anzuzünden. Es wäre erfreulich gewesen, wenn wir mehr Publikum gehabt hätten."
"Die Briefe haben mich persönlich sehr berührt."
"Ich hoffe, dass das Projekt nächstes Jahr wieder stattfinden wird, und dann mit mehr Besuchern!"
"Vielleicht könnte man Plakate aufhängen, um mehr Interessenten anzusprechen."
"Die Menschen, die vorbeikamen, wussten nicht, was das sollte."
"Wenn man schon solche tollen historischen Briefe hat, sollte man diese auch vielen Menschen vorstellen können."
"Wir haben uns alle sehr auf das Projekt gefreut und uns auch darauf vorbereitet."
"Grundsätzlich halte ich Ihre Idee für sehr sinnvoll und hoffe, dass es nächstes Jahr wieder stattfinden wird."
Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich am Lesemarathon beteiligt haben. Die einzelnen Lesungen waren alle etwas besonderes und hätten wohl unterschiedlicher nicht sein können. Wir freuen uns sehr, über diese Sammlung an verschiedenen Eindrücken, Anstößen, Diskussionen, Gefühlen und Meinungen die den Lesemarathon zu einer vielschichtigen und spannenden Veranstaltungen machten.