24. Mai 2018
Projektor ersetzt Kartoffeldruck
Ich bin nach Jahren wieder einmal zu Besuch bei meinem alten Jugendverband auf seiner Bundeskonferenz. Zum Ende meiner aktiven Zeiten – auch schon wieder fast zehn Jahre her – war der aktuelle Stand der Technik für Material mit Verbandslogo der billige Online-Druck. Plakate, Fahnen, Banner, T-Shirts waren sehr erschwinglich, auch in kleinen Auflagen. Ein großer Fortschritt gegenüber der Anfangszeit meines Engagements, vor etwa 20 Jahren: Damals waren gedruckte Fahnen als Einzelstücke teuer oder in sehr schlechter Qualität, T-Shirts on demand gab es nur mit Kartoffeldruck.
Abends sehe ich die nächste Evolutionsstufe: Das Verbandslogo, der »Seelenbohrer«, wird mit einem sich bewegenden starken Projektor an die Wände projiziert. Die Technik ist jetzt nicht brandneu, auf Messen und anderen gut finanzierten Veranstaltungen habe ich sowas schon vor vielen Jahren gesehen. Neu ist vor allem der Preis: Der Projektor ist jetzt sehr erschwinglich, die Scheiben, die das projizierte Motiv festlegen (ausgestanzte Metallscheiben), sind in Auflagen von einem Stück auch sehr finanzierbar. Diese Art von Verbands-Identifikationsmaterial gibt es wohl schon ein paar Jahre, erzählt man mir, und langsam ist der Preis so niedrig, daß die Ortsgruppen sich das aus der Portokasse anschaffen, anstatt daß der Verband sich ein Gerät anschafft und tageweise für Veranstaltungen verleiht.
(Felix Neumann)














