leben mit crohn
zu den schwierigsten begegnungen gehören für mich diejenigen mit menschen, die sich wirklich sorgen. die, die ernsthaft nachfragen “wie geht’s dir?”, wenn wir uns lange nicht gesehen haben, die, bei denen ich der festen überzeugung bin: ja, das ist eine person, die eine ehrliche antwort bekommen möchte.
und dann passiert es doch immer wieder. dieser oder jener guter ratschlag. in der vergangenen woche war es der tipp, mir doch die guten ernährungssendungen anzusehen, die es im dritten gibt. gestern war es jemand, der meinte: mach eine reha, da wirst du fit.
ehrliche menschen. gutmeinende. und dennoch oder gerade deshalb trifft es mich tief, denn ich bin sofort wieder in der rechtfertigungsecke. da, wo ich begründen muss, warum ich nicht tue, was die vermeintliche heilung für meine erkrankung, das ende meiner gesundheitlichen probleme wäre. wenn ich den einen ratschlag nicht annehme, der mich spontan heilen würde, dann... ja, dann muss ich doch irgendwie an allem selbst schuld sein, oder?
es fällt mir tag für tag schwerer, aus dem haus zu gehen. zum einen, weil der crohn und die schmerzen und die schwäche mich extrem einschränken. zum anderen... darum.















