In meinem Kopf herrscht Chaos, aber ich kann es nicht in Worte fassen.

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In meinem Kopf herrscht Chaos, aber ich kann es nicht in Worte fassen.
Manchmal werde ich blind und denke, dass meine Aussagen und Standpunkte genauso erfasst und gefühlt werden, wie ich sie empfinde. Doch das ist leider ein Trugschluss meinerseits. Egal wie lange man sich kennt , jeder empfindet den Moment anders. Die Reaktion meines Gegenübers zeigt mir schnell, dass meine Worte verletzend waren. Ich tue das als Worte ab und sage mir, dass alles subjektive Wahrnehmung meinerseits ist. Der Pessimist eben, der in allem das Schlechte sieht und nichts Positives.
Diese Kerbe blutet, doch nehme ich sie nicht wirklich wahr. „Es gibt nichts Positives in dieser Gesellschaft. Von keinem Menschen, alles erfordert einen Preis, selbst die Verneinung von etwas hat einen hohen Preis.“
Aussagen, die für mich real sind, jedoch nicht einmal ansatzweise die Aussagekraft und Stärke haben, die sie für mich besitzen. Ich dachte, es beruhe auf dem „Verständnis“ mir gegenüber, mit dem Wissen, wer ich bin. Doch meine Aussage ist kein „Verständnis“, sondern wird primär als „Angriff“ und persönliche „Verletzung“ bewertet.
Wo ich Licht ins Dunkel bringen wollte, damit man darüber in Ruhe nachdenkt, habe ich kein Licht ins Dunkel gebracht, sondern eine Welt in Brand gesetzt.
Der Preis dafür? Unbekannt! Doch es wird sehr teuer werden. Wenn ich in Zukunft Rücksicht nehme, dann schweige ich. Schweige ich, werde ich gefragt, warum ich schweige. Die Antwort darauf will niemand wirklich in seiner Wahrhaftigkeit wissen, sondern mundgerecht serviert bekommen als „Befürwortung“, „Zustimmung“ und „Ja“ Sagerei. Genau da liegt das unbequeme Ich.
Ich möchte nichts mehr „schönreden“ und nicht mehr „befürworten“, wie schön die Scheinheiligkeiten doch sind. Doch ehrlich darf ich auch nicht sein, also schweige ich. Doch Schweigen ist auch wieder falsch und vermittelt das Gefühl von „nicht wahrgenommen werden“, „nicht ernst genommen werden“, ja sogar von „nicht interessiert sein“ am Leben/Alltag des anderen: „Interessiert dich doch eh nicht!“
„Kennen“ und „Verstehen“ will man mich aber?
Ich bin das Benzin, du das Streichholz — entfache kein Feuer, wenn deine Welt heile bleiben soll!
Während ich darüber schreibe, weiß ich bereits um das Gespräch der "Erklärung" mit dem Wissen im Ablauf dahinter. "Okay, ich verstehe es jetzt", "Ich verstehe dich " und meinen Pulsierenden inneren Ich, dass die neue Strichliste innerlich anfängt wann es wieder soweit ist, wo "Ich verstehe es jetzt" und "Ich verstehe dich" wiedereinmal nicht so ist wie oft vorher beschworen.
allnacht
ich liege hellwach vorbei ist der tag bin mittags am schlafen und abends am arsch
scheiß netflix macht krach mein nachbar macht krach hab jetzt schon migräne das blaulicht ist krass
ich sehn mich nach schlaf ich liege hellwach die dusche kracht runter und ich mach mich nackt
der penner macht krach krass, bin ich am sack will einfach nur schlafen und wieder ist tag
(c) prosa kleiner stunden
Ansichtskarte
Berlin Hauptstadt der DDR Lindencorso Tanzbar.
Berlin: Graphokopie H. Sander KG, 1071 Berlin (B 8/66 Best.-Nr. A 2325).
1966
Wach wenn sie schlafen, Nachts auf den Straßen.
Ak ausserkontrolle - 3065
Deepe Gespräche auf Sendung
mitten in der Nacht
Bis die Vögel wieder zwitschern
und langsam die Sonne erwacht
Halt mich fest in deinem Arm
Noch ein Teil, noch 'ne Line
so wird mir wieder warm