Tag 3479 / + 150 mg again
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Tag 3479 / + 150 mg again
Shutter Island 1 & 2
Scroll down for English Het verkennen van dit psychiatrisch centrum stond al lang op onze verlanglijst, vooral vanwege de beroemde reputatie van Shutter Island (ook wel Lost Asylum) in de wereld van urbex. Dit centrum opende zijn deuren in 1932 en bood plaats aan maar liefst 800 patiënten. Met een omvangrijk gebouwencomplex van 64 hectare groot, zijn er echter weinig gedocumenteerde gegevens…
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Tag 2889 / Es hat gut getan, mit der Frau aus der Ergotherapiegruppe von früher zu sprechen
Und es tut mir leid für sie, dass sie so schreckliche Psychiatrieerfahrungen hat. Toll finde ich, dass sie immer noch arbeiten kann, obwohl sie manchmal monatelang ausfällt. Vielleicht ist es auch die Arbeit, die mit krank macht. Ich finde auch toll, dass sie Kinder hat und ihren Mann. Auch wenn der Mann sie eingewiesen hat. Und dass sie zu dem Arzt geht, obwohl sie sich von ihm abwenden wollte, weil er meinte, sie soll das Medikament erhöhen. Das Medikament, was mein Vater nahm. Auch so das ist keine Ausnahme, dass meine Mutter meinen Vater einweist und mein Vater findet, dass es nicht richtig ist. Die Frau aus der Ergotherapiegruppe findet, dass es nicht richtig war, was ihr Mann gemacht hat. Aber sie bleiben trotzdem zusammen. So eine Begegnung rückt wieder meine Werte in die richtige Position.
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Kae Tempest ft. Lianne La Havas No prizes https://www.youtube.com/watch?v=Tvz_fxrNZ9o
Tag 2688 / Warum will der mir das Hilfsmittel wegnehmen, jetzt, wo es mir gerade fünf, sechs Wochen besser geht?
Warum sagt er, das ist für Krisensituationen und wenn die nächste Krisensituation kommt, hätte man keine Möglichkeit, weil man von diesem Medikament nicht noch mehr nehmen darf? Warum ist die einzige Möglichkeit in einer Krisensituation zu reagieren, ein Medikament zu geben? Warum wäre da nicht die logische Folge, Medikamente können jetzt nicht mehr helfen, wie sieht’s aus mit einer Krankschreibung? Wie sieht’s aus mit einer längeren Krankschreibung? Wie sieht’s aus mit Tagesklinik oder mit Änderung des Lebensstils, mit Reduktion der Stunden oder mit Einbau von progressiver Muskelrelaxation? Warum denkt er, es ist das einzige, was in einer Krise hilft? Wenn er so agiert, erhöht er natürlich seine seinen Einfluss. Er als Psychiater, der helfen kann. Die Medikamente können helfen, nichts anderes. Und er hält mich in diesem System, in der Krise. Medikament in der Krise. Medikament reduzieren. Die Krise wird wiederkommen. Das sagt er ja wohl auch. Das wissen wir ja. Alles verläuft in Wellen. Also, Medikament weg, dann dieser Effekt. Das ist ja auch was, was man lernt, was ich dann abspeichere. In der Krise hilft mir immer ein Medikament. Immer hingehen, dann erhöhen wir, aber so schnell wieder runter. Weiß ich nicht, wann wir das mal gemacht haben, so schnell runter vom Medikament, von der höheren Dosis. Ich war im Mai eine Woche krankgeschrieben, ich hab geheult, mir war alles zu viel. Ich konnte nach der Arbeit nicht die Dinge tun, die ich jetzt tun kann. Ich war gestern auch total geschlaucht, vormittags zu Hause gearbeitet, nachmittags bei der Arbeit. Und trotzdem bin ich schwimmen gegangen, weil es für mich unrealistisch ist, morgens schwimmen zu gehen vor der Arbeit. Ich bin am Dienstag nach der Arbeit zu Obi gefahren und habe den Blumentopf geholt. Ich konnte am Mittwoch die Pflanze umpflanzen. Ich konnte jetzt letzten Samstag das erste Mal seit 100 Jahren wieder abwaschen und dabei singen. Warum will der mir das Medikament wegnehmen? Ich hab hier in den ersten Wochen und Monaten bei der neuen Arbeit abends kaum was gemacht. Ich hab hier geheult, weil es alles so anstrengend war und ja, wahrscheinlich schaffe ich das nicht ohne medikamentöse Hilfe. Ich bin jetzt in der Lage, Dinge zu entscheiden. Ich trau mich, Vorschläge zu machen. Ich weiß nicht, ob ich da gerade Mist baue, weil ich Verträge unterschreiben lasse oder einen Vermerk aufsetze, der nicht unbedingt in der Sprechweise eines Beamten geschrieben ist. Ich bin jetzt selbstbewusst genug, um etwas einzufordern oder auch einen Fehler einzugestehen, eine E-Mail hinterher zu schreiben, wenn etwas fehlt. Ich hab trotzdem nicht so viel Energie, dass ich zwei Tage am Wochenende weiterhin schwimmen gehe. Ich habe die Energie, einmal unter der Woche zu gehen und einmal am Wochenende. Ich kann jetzt entscheiden, ich gehe lieber einen Tag nicht am Wochenende, damit ich hier auch mal was erledige. Die ganzen anderen Monate hab ich mich getrieben gefühlt, dass ich immer schwimmen muss am Wochenende, dass ich ganz viel weg bin und hier zu Hause gar nichts erledigen konnte, keine Wäsche waschen, die Küche in Ordnung bringen. Vielleicht hat er so reagiert, weil ich auf ihn übersteuert wirke, weil ich auf ihn wirke, als ob ich eine schlechtere Entwicklung nehme, weil ich ihm gesagt habe, ich möchte zu einer Kinderwunschklinik fahren. Vielleicht waren das Indizien für ihn, wir müssen gegensteuern und zwar nicht durch ein Gespräch, sondern, wir können ja nur gegensteuern, indem man den Stoff reduziert, der mich vielleicht aggressiver macht oder der mir komische Ideen in den Kopf setzt. Ich wäge sehr wohl ab. In manchen Momenten kommt mir das absurd vor. In manchen Momenten frage ich mich weiterhin, was ist, wenn das Kind mir fremd vorkommt? Aber dieses Gefühl haben, glaube ich, selbst Mütter, die den Vater kennen. Aber bei mir ist es natürlich wahrscheinlicher, wenn ich den Vater nicht kenne. Wenn sich der Wunsch erfüllt, so wie mit dem Arbeiten bei diesem diesem Arbeitgeber, wenn sich der Wunsch erfüllt, besteht die Möglichkeit, dass es sich gar nicht so geil anfühlt, dass ich gar nicht so glücklich bin. Vor allem sagen alle, in den ersten zwei Jahren es ist total anstrengend, weil man kaum schläft und weil man völlig fremdbestimmt ist, kaum Zeit für sich selber hat und diese Phasen eben wie Stillen und Zähnebekommen an den Nerven zerren. Kinder können auch krank sein können, leichtes Fieber haben und dann weinen. Und man kann nicht jedes Mal zum Arzt, weil es auch nicht so schlimm ist, dass man jedes Mal zum Arzt muss. Aber es wird belastend, es wird anstrengend. Und da ist ja niemand, der einem selbst mal einen Tee macht oder der das übernimmt, während man drei Stunden im Nebenzimmer schläft. Aber ganz unabhängig von diesen Ideen finde ich das gar nicht gesund, so schnell wieder zu reduzieren. Ist es nicht so, dass die volle Wirkung erst nach ungefähr zwei Wochen eintritt? Also habe ich vielleicht vier Wochen lang jetzt die volle Wirkung. Und ich kann mich um meinen Balkon kümmern und ich vergesse trotzdem die Oberteile zu waschen, damit ich oben was anzuziehen habe und jetzt hab ich auch vergessen, Strickjacken zu waschen. Ich finde es nicht schön, dass ich so alleine lebe, dass ich niemand zu mir einlade - was ja nicht stimmt, ich lade ja Silvie zu mir ein, ziemlich regelmäßig.
Ich habe so viel Energie in Beschwerden gesteckt. Ich möchte jetzt Energie in Erleichterung investieren. Dass es eine Erleichterung ist, habe ich mehrfach gedacht, gesagt, geschrieben. Eine Erleichterung, dass das möglich ist, alleine, ohne Partner, in meinem Alter, bis 50 und zum Teil darüber hinaus, dass das nicht ungewöhnlich ist. Ich habe so viel Geld in Sexpielzeug gesteckt und vieles davon kaum genutzt. Ich habe so viel Zeit in Männersuche gesteckt und wen ich fand, bekam mir nicht.
Mir fiel es schwer, meine Nägel schön zu machen, meine Nägel kurz genug zu machen, meine Nägel zu lackieren, obwohl ich die Tabletten nehme. Es fiel mir unglaublich schwer, mit dem Fahrrad zu fahren im Mai. Es war alles so anstrengend, jeder Tritt. Ich kam nicht voran. Ich konnte jetzt Dinge angehen, ich konnte scannen, die Sachen von meinem Vorgänger ablegen, ich konnte einfach anfangen, die elektronische Ablage zu machen, ich hab mich getraut, zu sagen, die soll das löschen und sie hat es tatsächlich gelöscht, ich traue mich einen Vorgang abzuschließen. Mir kommen trotzdem noch die Tränen manchmal beim Reden darüber, dass ich nicht zu zweit in dem Büro sitzen kann, beim Reden darüber, dass ich dem Chef dankbar bin für was er getan hat oder wie wohlwollend, wie toll, freundlich, zugewandt er war, dass er mir nie das Gefühl gegeben hat, er hat jetzt keine Zeit oder ich soll mich schneller fassen, soll schneller reden. Ich konnte jetzt den Tisch abräumen im Wohnzimmer, ich konnte ihn abbauen. Ich lass mir diese Tablette nicht nach sechs Wochen schon wieder nehmen. Der hat ja wohl einen Schaden. Sitzt er in der Küche, die zugestellt ist mit Abwaschbergen, wo ich trotz Tabletten noch den das Geschirr verstecken muss, weil der Schornsteinfeger kommt? Wohnt er mit einem Koffer drei Wochen lang, vier Wochen lang im Wohnzimmer, der nicht ausgeräumt ist? Lebt er in der Wohnung mit dreckigem Küchenfußboden, den ich nur wische, weil die Handwerker da waren? Lebt er mit Regalen, die total viel Unruhe ausstrahlen, wo nur das oberste Fach sortiert ist und trotzdem ist es noch unruhig. Lebt er mit diesen Zweifeln, ob ich ein Bild poste, ob ich es nicht poste. Ich komm da an und wirke vielleicht selbstbewusst und aufgeräumt und gepflegt - vielleicht, weil wir uns lange kennen, weil ich mich da gut aufgehoben fühle.
Tag 2677 / Der goldene Reiter ist eigentlich kein unterhaltsames, fröhliches, komisch-schönes Musikstück
Der goldene Reiter ist eigentlich in Moll. Es ist ein Drama. Es ist traurig. Es beschreibt Vatis Leben oder meins.
Tag 2631 / Erster Tag Verdopplung der Dosis
Und ich werde abwägen müssen, ob es das wert ist. Plus 150 mg
besser entscheiden können selbstbewusster bissl wegschmeissen können Kontakt aufnehmen können noch den Ausdruck und das Einschreiben Blumen gepflegt NICHT SO MÜDE UM 16, 17, 18, 19 Uhr trotz nur einem Kaffee
Tag 2225 / Als chronisch psychisch Kranke Champagner auf den Erhalt der Impfeinladung trinken, ist genauso wie Hashtags von Nazis teilen - Reproduktion des Schlechten
Eine sich selbst erhaltende psychische Erkrankung, die wächst und wächst unter dem Konsum von Alkohol und auch von Champagner. @ Kathrin Weßling
Tag 2186 / Mein Opa war ein Künstler
Er hat sehr filigrane Holzfiguren geschaffen. Bei seinen Kindern ist ihm manchmal die Hand ausgerutscht. Vielleicht auch bei seiner Frau. Mit seinen Holzarbeiten ist er ganz behutsam umgegangen, hat sie gestreichelt, bis sie glänzten.
Mein Opa war nicht offiziell ein Künstler. Offiziell war er Offizier im Krieg, an der Front, in Gefangenschaft.
Eben im Bus hatte ich so einen Zusammenbruch, dass die Maske tränendurchweicht wurde. Letzter Tag der Arbeitsunfähigkeit. Dachte: Bin noch nicht so weit. Bin ich jemals wieder so weit? Zweiter Medikamentenwechsel in sieben Wochen.
Erster Tag der Arbeitsunfähigkeit war, nachdem ich vom Suizid einer mir un-, aber der Öffentlichkeit bekannten Frau las. Mich hat das tief getroffen. Dass sie in Frieden ruhen solle, schrieben viele. Dass in Frieden LEBEN möglich ist, möchte ich in die Welt rausschreien. Frieden finden auf Erden. Seelenfrieden. Und dass er nur ein kleiner Moment ist. Dass alles in Wellen verläuft.
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Rückenschmerzen, sehr verspannte Schultern Wenig körperliche Kraft im Vergleich zu den sonstigen Ausflügen
Reizbar Zu viele Leute Geräusche Gerede
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Im Meeting: 10. Schritt gelesen, Grünes Buch Sehr identifiziert mit aktueller Situation bei mir, was ich gerade "falsch" mache
Zahl der Vollpfosten in meinem Kopf zu groß