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Die Flaggen der ehem. Republik RHODESIEN und der Republik SIMBABWE
21.11.2017: Der schlussendliche Sturz des vormals umjubelten Heils- und Friedensbringers Robert Mugabe
Zur Vorgeschichte:
Nach Konflikten zwischen verschiedenen Häuptlingen und der Verdrängung des ansässigen Volkes der Maschona, gründete der abtrünnige Zulu-Führer Mizilikazi im Jahr 1837 das Matabele-Königreich, das wiederum ab 1893 von Süden her von den Briten kolonisiert und 1896 unter die Verwaltung der British South Afrika Company gestellt wurde. Der Geschäftsmann und Politiker Cecil Rhodes erwarb Schürfrechte in diesem Gebiet und eignete sich das Land an. 15 Jahre später teilte das britische Königreich das Gebiet in Nord- und Südrhodesien und machte beide zu selbstverwalteten Siedlungskolonien, die 1930 in schwarze und weiße Siedlungsgebiete aufgeteilt wurden.
Die weitere Entwicklung:
1953 wurden Nord- und Südrhodesien unter der britischen Krone wiedervereinigt und mit Njassaland verbunden (Föderation von Rhodesien und Njassaland), dieser Staat wurde 10 Jahre später wieder aufgelöst, Nordrhodesien wurde als Sambia und Njassaland als Malawi im Jahr 1964 unabhängig, während Südrhodesien britisch blieb. Im folgenden Jahr (11.11.1965) erklärte sich die weiße Minderheit des Landes unter Führung von Ian Smith einseitig als ebenfalls unabhängig von Großbritanien, 1970 folge die Ausrufung der Republik Rhodesien. Das Wahlrecht orientierte sich nicht an der Hautfarbe, sondern am Bildungs- und Einkommensstand, was faktisch die weiße Vorherrschaft absicherte. Dennoch waren mind. 16 Abgeordnetenplätze für Schwarze fest reserviert. Kein anderes Land als Südafrika anerkannte Rhodesien; es folgten UN-Sanktionen und ein umfassender Boykott des neuen Staates.
Robert Mugabe an der Macht:
Ab 1973 kam es verstärkt zu blutigen Guerilla-Aktionen, insbesondere aus dem (ab 25.06.1975 unabhängigen) kommunistischen Nachbarland Mosambik und durch in Mao-China trainierte Truppen der afrikanischen Nationalistenführer Josiah Tongogara und Robert Mugabe; der Bürgerkrieg in Rhodesien kostete bis 1980 mehr als 20.000 Menschenleben. Unter dem Druck dieses Terrors wurde 1979 das allgemeine Wahlrecht eingeführt und als Republik Simbabwe-Rhodesien eine neue Verfassung verabschiedet. Aber auch diese Republik wurde international abgelehnt und existierte nur vom 1. Juni bis 31. Dez. 1979. Im Zuge des Lancaster-House-Abkommens übernahm Großbritannien noch einmal die Staatsmacht, die Unabhängigkeit von 1965 wurde zurückgenommen und Neuwahlen durchgeführt, die vom Kandidaten des größten Stammes (Schona), dem sozialistisch orientierten Robert Mugabe, und seiner ZANU-PF gewonnen wurden. Am 18.04.1980 wurde Simbabwe unabhängig, die Hauptstadt Salisbury wurde genau 2 Jahre später nach einem Schona-Häuptling in Harare umbenannt.
Der fortschreitende Kollaps des Landes begann zunächst mit der Ausschaltung der oppositionellen Kräfte. Mugabe knüpfte enge Kontakte zunächst zur UdSSR, später auch nach China. Ab 1999 wurde die „beschleunige Landreform" umgesetzt, die durch gewaltsame Enteignungen und zahlreiche Gräueltaten gegen weiße Farmerfamilien (die damals rd. 70 % des nutzbaren Bodens besaßen) bestimmt war. Sehr bald kam es zu Hungersnöten, die nach dem Austritt aus dem Commonwealth (Dez. 2003) sich weiter verschlimmerten, gefolgt von einer Hyperinflation, die am 14.11.2008 den Rekordwert von 89,7 Trilliarden (89,9 x 10hoch21) Prozent erreichte. (Man kann heute noch bei Ebay die 100-Billionen Simbabwe-Dollar Geldnoten ersteigern, auf dem Geldschein steht eine 1 mit 14 Nullen!) Die eigene Währung wurde folglich 2009 suspendiert und 2015 ganz abgeschafft, in Simbabwe kursieren heute fremde Zahlungsmittel, vor allem der amerikanische Dollar, das Britische Pfund und der Euro.
Das ist das Ergebnis von 37 Jahren Herrschaft des Robert Mugabe, der ein ehemals aussichtsreiches und wohlhabendes Land zugrunde gerichtet hat, ohne dass sein Volk dafür Würde, Freiheit, Gleichberechtigung oder Selbstbestimmung erhalten hätte. Internationale Sanktionen gegen diese Politik hat es niemals gegeben, im Gegenteil, es floss zuverlässig Wirtschafts- und Entwicklungshilfe in die Taschen der Machtelite. Für den korruptesten unter ihnen, Robert Mugabe, wäre ein heftigerer Abgang vorhersagbar und wünschenswert gewesen.
P.S.: Von 1986 bis 1989 war Mugabe wegen seiner bemerkenswerten Fähigkeiten auch international unterwegs als (na, was denn sonst) Vorsitzender der "Blockfreien Bewegung" in der UNO, wo er solche Lichtgestalten wie Tito, Nasser oder Castro als Vorgänger und ideologische Wegbereiter hatte.
Ian Smith
1919-2007
Unvergessen. Heute, fast auf den Tag genau 10 Jahre nach seinem Tod.
Mugabe will Hessenhenker hängen sehen
Der Präsident von Simbabwe forderte die Opposition auf: “Hängt euch auf.”
Wo käme ich denn da hin, wenn sich JEDER selber aufhängt? Soll ich etwa aus lauter Konsumlust noch nebenbei bei Schlecker und anderen Pleitefirmen Altlasten aufhängen?
Mugabe: “Wenn…
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