Verliere dich
durch deine Gedanken
an harte Substanzen
-Es tut weh, weil ich liebe dich
*Selfmade

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Verliere dich
durch deine Gedanken
an harte Substanzen
-Es tut weh, weil ich liebe dich
*Selfmade
Ich frage nicht & stürz‘ mich ins Verderben. Ich bin süchtig nach dieser Liebe.
Süchtig - nie wieder real. Auf der schiefen Bahn mit Dir.
Joshi Mizu - Gib mir
Lieber ne schiefe Bahn, als ne krumme Tour.
Geh deinen eigenen Weg. Aber geh ihn gerade!
/
Immer tiefer in den dreck
Niklas, 16, Scheidungskind, 10.Klasse Realschule, schulisch unterfordert, chronisch gelangweilt und arm. Es ist Herbst, Niklas hasst den Herbst. In den Sommerferien ist so viel passiert, so viele erste male: Das erste mal Sex, er ist jetzt ein Mann. Das erste mal Kiffen, Gras macht ihm spaß. Das erste legal gekauft Bier, der erste Kasten. Seit zwei jahren säuft er schon, das reizt ihn längst nicht mehr. Nun ist es Herbst, der Sommer gestorben. Alles grau, kalt und nass, der scheiß zieht ihn runter. Täglich kiffen zieht ihn runter. Alles ist egal, außer das Geld. Niklas weiß nicht weiter. In den Herbstferien klaut er seinem Vater Geld. 350€ = 50 Gramm, Zeug dass er schnell verticken kann. 1Gramm = 10€ bedeuten 150 € Gewinn, direkt investieren, 70Gramm und bald darauf 100Gramm, also 1000€ in 2 Wochen. Der 16 Jährige versteht das Geschäft und kennt viele Leute, die falschen wie sich zeigen wird… Er fühlt sich gut und macht sich keine Sorgen. Von dem Geld kauft sich Ketten, ein neues Handy, Klamotten und legt die 350€ wieder zurück. Besser er wäre aufgeflogen aber Papa merkt nichts. So macht Niklas es jetzt immer, warum sollte er auch aufhören ? Am Wochenende feiern, saufen bis er umfällt. Zwei Drinks zu viel jetzt wird Niklas schwindelig. Er muss sich setzen, neben ihm sitzt Sergej und guckt sehr angespannt und skeptisch. „Zu viel gesoffen ?” fragt Sergej und lacht. „Mmh”, mehr bringt Niklas nicht hervor. Sergej zieht Niklas mit in Richtung der Dicsotoillete. „Dagegen hab ich was” Sagt er und schleift ihn mit in die versiffte Kabine. Sergej bereitet sie vor, Niklas erste Line. Niklas guckt skeptisch, er hatte nie vor gehabt Coks zu nehmen. Jedoch erschien ihm die alternative, ins Klo zu reiern, unangenehmer zu sein. 10 Euro eine Line und bis zu 100 Euro für nur ein Gramm. Coks ist lukrativ. Kaum ist alles weg gezogen, spürt er die Wirkung. Mit einem Schlag ist er hellwach, kaum noch besoffen und fühlt sich Großartig. Seine Pupillen weiten sich aus und er sieht angespannt, fast sauer aus. Sein mund ist Taub er spürt nichts außer den ekligen, chemischen Geschmack dieses Giftes. „Und wie ist es ?” fragt Sergej und schaut dem berauschten Niklas fasziniert an. „Überragend, lass uns feiern gehen !“ Auf die Tanzfläche –abgehn ! noch ne Line –abgehn ! Um 4 Uhr taumelt Niklas dann nach Hause. Als er im Bett liegt und zu schlafen versucht, schießen ihm Gedanken durch den Kopf : „Coks… wie soll ich das finden ? 1g 70€ dass ist ne ganz andere Liga…” Er schläft einfach nicht ein ! Er liegt hell wach im Bett. „Wie lange bin ich schon wach ?” nach kurzem grübeln stellt er fest : „35 Stunden ?!? Normalerweise müsste ich im stehen einschlafen!” Es ärgert ihn, er ist immer noch auf Coks. Um 5 fängt er an Klimmzüge und Liegestütze zu machen. Ausdauer und Kraft sind berauschend, aber er kann einfach nicht schlafen! 6 Uhr, Niklas sitzt auf seinem Balkon, er kommt oft hierher um nach zu denken. Er raucht einen Joint. „ Vllt hilft das ja…” Es hatte geholfen. Niklas lässt sich in sein Bett fallen und fällt gleichzeitig in einen sehr unruhigen schlaf. Als er aufwacht schmerzen seine Arme und Beine bei jeder kleinsten Bewegung aber das ist überhaupt nichts im Vergleich zu dem dröhnendem Schmerz in seinem Kopf. Alkohol, Gras und Coks, ein Cocktail im Gehirn. Der Kater seines Lebens, trotzdem bereut er es nicht. Um 17 Uhr nimmt er sein Frühstück zu sich, während seine Mutter das Abendessen kocht. Nach dem Duschen und dem fertig machen schaut er auf sein Handy. 23 Entgangene Anrufe, die Kunden warten. Niklas schaut in seine Box, oben auf seinem Schrank. 25 Gramm, dass reicht für Sonntags. Ab in die Stadt, Zehner verteilen, dabei trifft er Ibrahim. Dieser schaut Niklas bedrohlich an, wie immer. „Du weißt du darfst nicht verkaufen ! Besonders nicht hier ! Das macht anderer Leute Geschäfte kaputt!” Niklas hat Glück hier, mitten in der Stadt, wird ihn niemals jemand anfassen. Viel zu viele Zeugen die bei stress die Polizei rufen würden. Später hängt er mit Sergej rum und zieht seine dritte Line. Gegen den Kater, sagt er sich selbst. Jetzt ist er sich ziemlich sicher. Er will Coks dealen, denn er will so schnell wie möglich so viel Geld wie nötig. Aus 10 G macht er 200 € Gewinn. Denkt er. Denn er zieht zu viel selber und macht gerade mal 100€ Plus. Komisch, egal der der Stoff ist billiger wenn man mehr holt. 30 Gramm ohne vorher zu bezahlen. Risikoreich, aber das sieht er nicht. Diesmal macht er nur 50 Euro Gewinn. Was war passiert? Die Sucht, zuerst war es Geld und jetzt Coks. 16 Jahre alt und seit 45 Stunden wach, er war feiern. Er hatte jetzt schon zwei mal Nasenbluten in einer Nacht. Samstag Nacht und Niklas zieht den Rest seines Eigenbedarfs, damit er nach hause findet. Kein Eigenbedarf heißt konkret, dass er den Stoff den er noch hat verkaufen muss, ohne davon noch was zu ziehen, um auf + - 5 € Gewinn zu kommen. Nichts daran verdient zu haben ärgert Niklas sehr. Der Junge nimmt eine Abkürzung durch eine Gasse, die selbe wie immer. Nichts ahnend staunt er nicht schlecht als Ibrahim mit drei Männern, die Niklas nie zuvor gesehen hat, um die Ecke kommt. Er schluckt : „Jetzt hab ich ein Problem“ denkt er, doch er versucht gar nicht erst weg zu laufen. Einer der Schläger versucht Niklas fest zu halten. Da bekommt Niklas Panik, völlig zu gedröhnt schlägt er um sich. Endlich macht sich das Fitnesscenter bezahlt, er ist außer sich. Doch leider sind drei ausgewachsene Männer am Ende einfach zu viel. Ibo macht sich nicht mal die mühe, er schaut einfach zu. Immer wieder hört Niklas die dumpfen Geräusche von aufprallenden Fäusten. Aber den schmerz fühlt er nicht, da ist zu viel Coks in seinem Kreislauf. Deshalb steht er auch immer wieder auf. Er steht auf nachdem seine Nase bricht, steht auf nachdem seine Augebraue aufplatzt, selbst als sein Kiefer unheilvoll knackt rafft er sich wieder auf. Die Angst seinem Dealer mit leeren Händen zu begegnen. KNACK ! Sein Jochbein, das ist sein aus. Er wird nicht bewusstlos, aber kann sich nicht mehr bewegen und schon gar nicht auf stehen. Niklas konnte es genau hören, als Ibrahim ihm ins Ohr flüsterte: „Coks ist ´ne nummer zu groß für dich“