Irgendwann, mein lieber September, da werde ich nach Hause kommen. Ich werde nach Hause kommen und du wirst lĂ€cheln und fragen âNa, wen haben wir denn da?â Und dann werde ich lĂ€cheln und deine Wange kĂŒssen und deinen Hinterkopf streicheln.
Irgendwann, mein herzallerliebster September, werde ich nach Hause kommen und du erzĂ€hlst wieder irgendwelche Witze, die eigentlich gar nicht witzig sind, weil du sie schon tausend mal erzĂ€hlt hast, aber ich werde lachen, September. Ich werde lachen, weil es dich glĂŒcklich machte, wenn ich gelacht hab.
Irgendwann, mein September, da werde ich wieder zwischen dir und ihr im Bett schlafen, weil ich nicht will, dass einer von euch auf dem Sofa schlÀft, weil ich euch doch beide so gern bei mir hab.
Irgendwann, September, werde ich dich wieder hauen, weil du im Schlaf immer so laut schnarchst.
Irgendwann, September, sitze ich wieder auf der RĂŒckenlehne des Sofas, beide Beine ĂŒber deine Schultern und tu so, als wĂŒrde ich deine Haare schneiden. Und du lachst. Weil mich das glĂŒcklich machte, wenn du gelacht hast.
Irgendwann, mein liebster September, werde ich dir erzĂ€hlen, wie ich gelebt hab. Ich werde dir erzĂ€hlen, wie ich Abitur gemacht habe und danach gearbeitet. Ich werde dir erzĂ€hlen, wie ich irgendwann wieder gut wurde in Mathe, ganz ohne dich. Ich werde dir erzĂ€hlen, wie ich geheiratet habe, Kinder bekommen und geliebt habe. Ich werde dir erzĂ€hlen, wie ich meine Kinder habe aufwachsen gesehen und dass ich mir gewĂŒnscht hĂ€tte, du hĂ€ttest mich auch aufwachsen sehen.
Ich werde dir erzÀhlen, wohin ich gereist bin, was ich von der Welt gesehen habe.
September, ich werde dir von den Nördlichtern berichten, vom Motorrad fahren in Thailand und von warmen LĂ€ndern, von weiĂen StrĂ€nden und von schlechtem Bier. Ich werde dir erzĂ€hlen, wie ich gelebt habe.
Von all den Momenten, September, den groĂen und kleinen, an denen ich dich gern da gehabt hĂ€tte, werde ich dir erzĂ€hlen.
Und am Abend, September, gehen wir dann ins Bett und ich schlafe zwischen euch in diesem groĂen, braunen Bett. Weil ich euch beide so gern bei mir hab. Und dann haue ich dich wieder, weil du im Schlaf immer so laut schnarchst.
Aber erst, wenn ich Heim komme und du fragst âNa, wen haben wir denn da?â Und ich dann lĂ€chel, deine Wange kĂŒsse und deinen Hinterkopf streichel.
Irgendwann, wenn ich dann Heim komme.