May i introduce? My plotbunny Hopp
Hopp nickte rhythmisch zu der Melodie, die aus den gepolsterten Ohrmuscheln seiner Kopfhörer drang. Ein kleines Blättchen hielt er zwischen den Fingern. Sorgfältig hatte er das Kraut aus seinem Beutel auseinandergezupft und auf dem Blättchen verteilt, um es anschließend mit gelernter Fingerfertigkeit einzuwickeln. Das fliederfarbene Kraut war angenehm ergiebig. Sein Stupsnäschen wurde von dem Duft umschmeichelt, der sich durch die Reibung entfaltet hatte und trieb ihm ein Lächeln auf die Lippen. Er hatte das Murmelkraut eigenhändig gepflückt, beschnitten und fermentiert. Die Früchte seiner Arbeit konnten sich sehen lassen. Hopp war sich sicher, dass sich im gesamten Dorf kein Kraut von besserer Qualität finden ließ. In der Tat war das Murmelkraut so ausgezeichnet gezüchtet und verarbeitet gewesen, dass Nachbarn und sogar der Dorfälteste es ihm für einen großzügigen Preis abkaufen wollten. Hopp verkaufte sein Murmelkraut aber nicht. Stattdessen rollte er es in eine Zigarette und steckte sie sich in den Mund. Von der Spitze hingen noch einige fliederfarbene Fransen des Krauts herunter, die knisterten und verqualmten, als er sie in das Feuer seiner Zunderbüchse hielt. Ein gemächlicher Zug genügte um die Spitze in grüner Glut aufleuchten zu lassen. Der heilsame Rauch füllte seine Lungen. Hier saß er jeden Tag des Sommers. Auf einer knarrenden Holzbank, die im dichtesten Gebiet des Weidenwaldes stand. Umringt von Bäumen und Gestrüpp war er gut versteckt vor den üblichen Besuchern des Waldes, konnte im Gegenzug aber wunderbar sehen, was außerhalb seines Waldverstecks vor sich ging. Der Rest des Weidenwaldes bestand aus dem namensgebendem Grünland, der so spärlich von Bäumen bewachsen war, dass man meinen könnte, sie hielten willentlich Abstand voneinander. Hopp schaltete die Musik sonst aus und lauschte der Melodie des Waldes, doch an diesem Tag hatte er sich dagegen entschieden. Seine Lieblingsmelodie spielte gerade und besserte seine Laune beachtlich. Er nickte zum Takt, trommelte mit den Fingern der freien Hand auf seinem Oberschenkel und lächelte zufrieden.






