2019-08
Ich verhungere demnächst wegen Bargeldmangel
Auf dem Campus der Düsseldorfer Uni stehen zwei Geldautomaten. Einer davon, nämlich der, von dem ich gebührenfrei Bargeld abheben könnte, wurde neulich gesprengt.
Früher konnte man Mensakarten mit Geldscheinen und Münzen aufladen. Seit Februar 2019 ist die Münzoption nicht mehr verfügbar (ein großes “geht nicht mehr” Schild wurde über den Münzschlitz des Aufwerteautomaten geklebt).
“Ab sofort können Sie ihre MensaCard nicht mehr mit Münzgeld aufladen. Eine Aufladung mit Scheinen (5 Euro, 10 Euro, 20 Euro und 50 Euro) ist selbstverständlich weiterhin möglich. Bitte beachten Sie an unseren Aufwertern und an den Kassen in unseren Mensen und Cafeterien den Mindestaufladebetrag in Höhe von 5 Euro.”
Ich kann jetzt also keine Scheine mehr bekommen, weil es keinen Geldautomaten gibt, und ich kann nicht mit Münzen bezahlen, weil der Aufwerteautomat ein Downgrade bekommen hat. Nur an der Kasse kann ich meine Münzen noch verwenden, also genau da, wo es schnell gehen soll und man sich den Zorn der hinter einem Wartenden zuzieht. Aus diesem Grund gibt es einen “Barzahleraufschlag” von 50 Cent. Das Aufladen von Karten an der Mensakasse wird bisher noch nicht bestraft.
Am 12. August 2019 stehe ich also in der Mensa an der Kasse und habe noch 80 Cent auf meiner MensaCard. Um die Karte aufzuladen, suche ich so viele Münzen aus meiner Tasche zusammen, bis ich den Mindestaufladebetrag von 5 Euro erreiche. Mein Essen kostet etwa 4 Euro, und meine Münzen sind jetzt dann auch alle. Vermutlich muss ich es demnächst wie Kilian machen und meine Mensacard online aufladen.
Erfreulich ist, dass die wenigen Snackautomaten auf dem Campus, die in der vorlesungsfreien Zeit der beste Freund jeder Langeimbürobleiberin sind, inzwischen auch nachgerüstet wurden und Mensakarten als Zahlungsmittel akzeptieren.
Ich werde demnächst probieren, einen Snackautomaten zum Aufladen meiner MensaCard zu verwenden. Vielleicht komme ich so um das Münzaufwerteverbot herum.
(Esther Seyffarth)










