Glauben und Ich waren bisher 2 Dinge, die nicht viel miteinander zu tun hatten. Mein aktueller Ausbilder ist sehr gläubig und ich rede manchmal mit ihm über (seinen) Glauben, z.B., wenn wir mal in der Umkleide alleine sind. Ich finde es immer recht interessant, auch wenn ich seine Worte bis dato nicht wirklich nachempfinden konnte. Ihm bleib mein noch unverständiges, aber vorhandenes Interesse nicht unerkannt. So zeigte er mir irgendwann so einen "christlichen Mediensender"..., dort gibt es unter anderem eine Sendung namens "Mensch, Gott!", in der Menschen erzählen, die nichts mit Glaube am Hut hatten. Menschen, die ganz unten waren - pleite, krank, auf der schiefen Bahn, aber auch Reiche, Mörder, von der Familie Verlassene, richtige „Looser“. Sie erzählen ihre Geschichten und wie sie zu Gott gefunden haben. In den letzten 2 Monaten habe ich des Öfteren diese Sendung via YouTube geschaut und mich von den bewegenden Geschichten fesseln lassen. Auch hier interessierten mich zunächst nur rein die Lebensgeschichten der Menschen, die teilweise sehr intim erzählten. Ein echtes Verständnis, also eine Nachvollziehbarkeit des Glaubens hat sich in mir nur in kleinen Teilen entwickelt, doch irgendwie hat sich in mir ein bisschen ein Gefühl ausgebreitet, dass ich „dasselbe möchte wie die da“. Ich bin fasziniert über deren Erlebnisse mit Gott und möchte ihn auch spüren. Er soll mich leiten. Doch in mir sind solche Zweifel, ob es ihn gibt. Ich gehe die Sache auch mit dem Verstand an, der stetig Zweifel sät, weil er sagt: „Es ist nicht messbar, also ist da nichts!“.
Deswegen möchte ich, dass Gott sich mir irgendwie offenbart.