Tag 3441 / Abstinent im Weinberg
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Tag 3441 / Abstinent im Weinberg
Tag 3441 / Abstinent im Weinberg
Tag 2489 / Ich bin da rausgewachsen, aus dieser Betreuung
Tag 2371 / Wenn man eine Zeitungsbeilage so vergöttert wie ich das mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin gemacht habe,
dann hat natürlich der redaktionelle Inhalt einen Einfluss auf mich. Und je mehr sich die redaktionellen Inhalte um Alkoholkonsum drehen, je mehr Alkohol so dargestellt wird als ob es in der Kolumne Stil leben zum guten Stil gehört oder in der Kolumne Kochquartett eine alkoholische Bowle vorgestellt wird, ich kann das irgendwie nicht richtig ausdrücken, aber ich meine, das Heft ist von 2013, das war eins meiner schlimmsten alkoholischen Jahre und wenn ich dann auch noch beim Lesen des Süddeutsche Zeitung Magazins bestärkt werde, dass Alkoholkonsum in den Alltag einzubauen beziehungsweise in in den Wochenablauf einzubauen, dass Alkoholkonsum zum Leben gehört, fast noch mehr als Sport treiben... Vielleicht wenn ich mal was gehabt hätte, was dem Thema entgegengesetzt gewesen wäre, was, das neutralisiert, aber das hatte ich leider nicht. Das ist ja eins meiner Leitmedien gewesen.
Dann ist da dieses Heft, auch von 2013, wo Ina Müller interviewt wird und sie ganz ungestraft sagt, dass sie zwischen Null und 1,2 Promille während ihrer Sendung hat, dass sie manchmal zehn Bier trinken kann und manchmal nur drei, dass ihr Wasser nicht schmeckt, wenn Wasser so schmecken würde wie Bier, dann würde sie auch mehr Wasser trinken. Das ist so, als würde jemand 2013 sagen, ich kippe immer alte Batterien bei mir in den Garten, wenn ich einen Ölwechsel mache, dann kommt der Rest in den Bach nebenan.
Die letzte Seite ist immer Sektwerbung. Da muss man sich nicht wundern, dass ich jeden Tag zugegriffen habe.
2011 ein ganzes Heft, beziehungsweise, der Hefttitel, die Hauptgeschichte über den Erfolg einer bestimmten Brauerei.
Scarlett Johansson mit knallroten Lippen, weißen Zähnen, lächelt, die blonden Haare fallen und sie hält sich fest an einer Flasche Champagner, 2012.
Tag 2312 / Auch Limobier tötet
Kommt so harmlos verspielt daher.
Portemonnaie vergessen. Nochmal nach Hause und dann los.
Überrascht und angeekelt, wie viele sonntags vormittags mit Bier in Hand und Hals unterwegs sind.
Messe Nord/ICC, die Strecke, die ich im Winter mit dem 218er zur Havelchaussee und zur Pfaueninsel entlang bin, fahre ich jetzt im Sommer mit dem Fahrrad. Das ist sogar ein Streckenabschnitt des Europaradweges. Es weht ganz schön kalt aus dem Grunewald heraus. An dieser Tankstelle hab ich mir nach dem ersten Wannseebaden letztes Jahr eine Apfelschorle gekauft.
Das Sommerbad Spandau ist ein Klon vom Gropiusbad. Nur das Bushaltestellenhäuschen am Beckenrand ist ein Abgrenzungsmerkmal.
Tag 2284 / Im Krematorium Wedding gibt’s Aperol Spritz
Wie passend! Ein Beschleuniger auf dem Weg zum Tod. In der Berlinale Location
"Die Erkenntnisse am Nettelbeckplatz" (29.10.2014) diesmal aus einer anderen Perspektive, von einer anderen Seite.
Sommerbad Humboldthain - auch sehr schön!
Tag 2177 / Kurz hatte ich überlegt, ob ich mir mal wieder am Freitag die Süddeutsche kaufe mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin
Viele Ausgaben davon lagern in der Vitrine meiner Großmutter, als wären es wertvolle Schätze.
Selbstgemalte Bilder von mir hingegen verstauben unterm Sofa. Selbst gefertigte Fotografien lagern ungesehen auf meinem Klapprechner.
Beinah hätte ich mehr als den Eigenanteil für sechs Fremd- und Selbstschutzmasken in ein Printprodukt investiert, bis ich sah, dass die Blattmacher auf einer ganzen DIN A4-Seite pseudoredaktionelles Gattungsmarketing für Alkohol betrieben, die Droge Alkohol, ohne die Erwähnung ihrer Konsumfolgen verharmlosten.
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Die Nazis haben Haare, Koffer, Brillen aufgehoben
Außer menschliches Leben
Das ist eine Nazi-Wohnung hier Ich hebe alles auf und lasse kein Leben rein
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Zucht und Ordnung Sucht und Unordnung
Tag 1855 / Morgens 42 Sekunden krächzend einen Amen-Singsang aufgenommen