Und vielleicht hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich aushält.
Der bei mir bleibt, wenn ich ihn anschreie.
Und mir sagt, es ist okay, wütend zu sein.

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Und vielleicht hätte ich mir jemanden gewünscht, der mich aushält.
Der bei mir bleibt, wenn ich ihn anschreie.
Und mir sagt, es ist okay, wütend zu sein.
Ich dachte, du liebst mich.
Nicht nur so dahin gesagt, nicht nur in diesen flüchtigen Momenten, in denen Worte leicht fallen. Ich dachte es wirklich. Tief in mir drin, an diesem Ort, an dem Zweifel normalerweise wohnen. Du hast sie zum Schweigen gebracht.
Ich habe dir alles anvertraut. Meine Gedanken, die ich sonst verstecke. Meine Ängste, die ich niemandem zeige. Meine leisen Hoffnungen, die viel zu zerbrechlich sind, um sie laut auszusprechen. Und du hast sie genommen, als wären sie etwas Wertvolles. Als wäre ich etwas Wertvolles. Zumindest dachte ich das.
Wir haben uns ein Zuhause geteilt. Vier Wände, die mehr waren als nur ein Ort. Sie waren unser Alltag, unser Lachen, unsere stillen Momente am Morgen, wenn noch alles ruhig war. Deine Sachen neben meinen. Deine Zahnbürste neben meiner. Als würde das alles bedeuten, dass du bleibst.
Jeden Tag warst du da. Wirklich da. Nicht nur Nachrichten, nicht nur Worte auf einem Bildschirm. Deine Schritte im Flur, deine Stimme aus dem Nebenzimmer, dein Atem neben mir in der Nacht. Es fühlte sich echt an. So echt, dass ich aufgehört habe, vorsichtig zu sein. Ich habe mich fallen lassen, ohne zu merken, dass unter mir kein Boden mehr war.
Und dann kam dieser Moment. Dieser eine Moment, in dem alles still wird. In dem sich etwas verschiebt, kaum hörbar, aber endgültig. Der Moment, in dem ich verstanden habe, dass ich mich geirrt habe.
Ich war nicht die Einzige. Ich war nur… da.
Nur eine Möglichkeit. Eine bequeme Entscheidung. Die beste Option vielleicht, wenn gerade nichts Besseres greifbar war. Aber nicht gut genug, um gewählt zu werden. Nicht gut genug, um die Einzige zu sein.
Es ist ein seltsamer Schmerz. Wie ein ständiges Ziehen irgendwo zwischen Herz und Gedanken. Wie ein Echo von allem, was du gesagt hast, das jetzt plötzlich falsch klingt. Selbst die vertrautesten Orte fühlen sich fremd an und unser Zuhause fühlt sich nicht mehr sicher an.
Dann sind da all die Lügen. Nicht nur die zwischen uns. Sondern die, die du über mich erzählt hast. Du hast mich verheimlicht, als wäre ich etwas, für das man sich schämen muss. Als wäre ich nur ein Detail, das man besser weglässt. Während ich dich in meinem Leben laut und selbstverständlich gemacht habe.
Und noch schlimmer: Du hast mich klein gemacht, wenn ich nicht da war.Hast Dinge gesagt, die nicht stimmen. Hast mich dargestellt, als wäre ich weniger, als ich bin. Als wäre ich das Problem, während ich alles gegeben habe, um für dich richtig zu sein.
Ich frage mich, wie man so etwas tun kann. Wie man jemanden ansieht, der einen liebt, und gleichzeitig dafür sorgt, dass andere ihn anders sehen. Schlechter sehen. Falsch sehen.
Ich habe alles für dich getan. Ich war da, habe gehalten, habe verstanden, habe mich zurückgenommen, wenn es nötig war. Habe dich zu meinem Zuhause gemacht.
Und du hast mich zu einer Geschichte gemacht, die du verdrehen konntest, wie es dir passt.
Und am schlimmsten sind die Gedanken. Diese endlosen, kreisenden Gedanken darüber, wie du das alles getan hast. Wie du mich angesehen hast und gleichzeitig gelogen hast. Wie du neben mir eingeschlafen bist und trotzdem jemand anderes in deinem Kopf war. Ich stelle mir Szenen vor, die ich nie sehen wollte, und sie hören nicht auf.
Es ist, als würden sie sich in mich hineinbrennen. Als würden sie mich von innen heraus langsam zerreißen. Und manchmal fühlt es sich an, als würden mich genau diese Gedanken fast umbringen.
Man beginnt, alles zu hinterfragen. War irgendetwas davon echt? Die Art, wie du mich angesehen hast? Die Worte, die du gesagt hast? Oder war ich einfach nur gut darin, das zu glauben, was ich so sehr fühlen wollte?
Betrogen zu werden ist nicht nur der Verrat an dem, was war. Es ist der Verrat an dem, was man geglaubt hat.
Ich frage mich, ob du wusstest, was du tust. Ob dir klar war, dass ich dich ernst nehme. Dass ich bleibe, während du längst schon woanders warst. Das ich jeden Tag auf dich gewartet habe, wenn du nicht Zuhause warst.
Und jetzt sitze ich hier, mit all dem, was ich dir gegeben habe. Mit all den Erinnerungen, die sich jetzt falsch anfühlen. Und ich weiß nicht, wohin mit ihnen.
Ich dachte, du liebst mich.
Ich dachte es wirklich. Und vielleicht ist genau das das Schmerzhafteste daran. Dass ich es wirklich geglaubt habe.
Ich sage dir: “Red mit mir, bitte leide nicht allein.” Und dann schüttest du dein Herz aus und ich halte deinen Schmerz aus. Doch während du sprichst, merk ich, dass irgendwas in mir zerbricht. Zwischen deinen verzweifelten Worten spür ich mehr und mehr: Ich kann das nicht tragen, die Last ist zu schwer. Ich kann dich nicht tragen, ich leide selbst viel zu sehr.
wann holt uns der Wind und trägt uns fort an einen Ort wo leben leichter ist
kleinste dinge über die ich so wütend werde du findest es süß ich finde es die hölle
so ruhig zu bleiben ist schlimm