Wie geht’s dir?
Diese Frage wird mir immer häufiger gestellt. Auch wenn sie immer lieb und nett gemeint ist, überfordert sie mich jedes Mal. Ich weiß aktuell nicht wie es mir geht. Ich kann nur sagen, dass ich gestresst bin. Meine Therapeutin meinte, ich solle den Sommer noch genießen und viel Zeit mit Freunden verbringen und sonst viel Unternehmen. Und das genau ist es ja. Jeder meine Freunde will etwas mit mir unternehmen. Schön oder? Eigentlich schon. Jedoch kommt mir vor als würden alle an mir zerren und ein Stück von mir abhaben. Ich muss mich entscheiden, wem ich zusage und wem ich Absage. Jede Absage fühlt sich wie ein Verrat an dieser Freundschaft an. Ich bin froh, dass ich in Wien wieder viel unternehme, jedoch wächst mir alles über den Kopf. Ich will auch meine eigenen Tage haben, nur zuhause sitzen und stundenlang zocken. Ich will mich auch nicht rechtfertigen müssen, mit wem ich was unternehme und mit wem nicht. Ich bin doch jetzt länger in Wien, warum also muss alles sofort passieren. Meine ganzen Wochen sind nebenbei noch mit Uniprojekten vollgepackt, welche ich hoffentlich bald fertig habe. Dazu noch ärztliche Termine, meine Therapie und noch meine anstrengenden Nächte, weil ich wieder Alpträume und negative Gedanken habe. Ich explodiere völlig. Ich brauche auch Zeit für mich. Nur für mich. Und wenn, darf ich selber entscheiden, mit wem ich diese kostbare eigene Zeit verbringe. Ich bin niemanden etwas schuldig. Ich gehöre auch niemanden. Ich freue mich ja total, dass sich viele Freunde um mich Sorgen und mit mir Dinge unternehmen wollen, aber gerade ist das alles zu viel. Freizeit sollte gute Ablenkung gegenüber dem stressigen Alltag und eine gute Zeit schaffen. Mich stresst diese einfach nur gerade. Mein Kopf ist aktuell wieder sehr voll und ich finde keine Zeit ihn zu leeren.







