Ende April 2024
Vergesslichkeit ist gar nicht mehr so schlimm
Als ich nach einer Geschäftsreise am nächsten Montag meinen Laptop wieder zu Hause auspacke und anschließen möchte, fällt mir auf, dass das Netzteil nicht mehr im Rucksack ist. Wahrscheinlich habe ich es einfach am Freitag im Hotel vergessen.
Erst ärgere ich mich sehr, weil ich befürchte, ins Büro fahren zu müssen, um Ersatz zu holen, dann fällt mir ein, dass der Rechner auch über USB-C geladen werden kann und wir dafür Kabel im Haus haben. Ich nutze testweise das USB-C-Ladegerät meines Mannes und als das funktioniert, teile ich ihm mit, dass ich sein Ladegerät vielleicht brauche und er doch eventuell heute noch ein weiteres Kabel besorgt, damit wir nicht immer Kabel teilen müssen.
Doof ist nur, dass an dem USB-C-Anschluss sonst immer der große Monitor hängt, mit dem ich arbeite und den ich dann während des Ladens nicht nutzen könnte. Das wird für ein paar Tage auch gehen, ist aber nervig.
Um erstmal in Ruhe arbeiten zu können, hänge ich den Rechner also ohne Ladegerät an den Monitor und muss dann eben gucken, wenn der Akkustand niedrig ist. Vielleicht lässt sich das günstig mit Mittagspausen oder Video Calls verbinden.
Als mein Blick später irgendwann auf den aktuellen Ladestand fällt, bin ich irritiert. Der Akku ist jetzt komplett voll, obwohl er vorhin noch bei 60 Prozent war. Anscheinend lädt der Rechner über das USB-C-Kabel, das am Monitor hängt auch den Akku auf. Ich habe also nicht nur gar kein Problem, sondern habe hier zwei Jahre lang komplett umsonst das Netzwerkkabel immer geflissentlich an den Rechner geklemmt, obwohl die Verbindung über den Monitor auch gereicht hätte, um die Stromzufuhr zu gewährleisten.
(Anne Schüßler)












