Warum kann ich nicht aufhören zu essen? Warum muss ich alles in mich reinstopfen?

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Warum kann ich nicht aufhören zu essen? Warum muss ich alles in mich reinstopfen?
Erwähnte ich #dasgrossefressen ? #weihnacht #vollstopfen 🌸 hier mal #vegan : #wirsingrouladen mit #marone #süsskartoffel #polenta #füllung dazu #rotkohl mit #apfel und #zwiebel + #bratkartoffeln 🌸 #nachtisch zeigte ich #gestern schon 🤗 🌸 #exibitionist #hoserunter mal wieder #anders und #trotzdem #schön (finde ich) 🌸 #lecker #veganfood #veganlife #yolo #blablabla 💖 https://www.instagram.com/p/B6fmWuYILex/?igshid=7ud46ntp8k1p
Ich möchte mich nur vollstopfen, in der Hoffnung, dass es diese Leere füllt.
Selbstzerstörung durch Essen
Es tut so weh :(
Ich kann nicht mehr. Mir ist so übel. Ich will mich gleich übergeben, aber ich übergebe mich niemals.
...
(Weiterschreiben nach K.o.-Pause >_<)
Ich bin so voll. Mein ganzer Bauch ist gespannt. Ich werde wieder Magen-Darm-Probleme bekommen und schlechter schlafen und daran bin einzig und allein ich schuld.
WARUM TUE ICH MIR DAS AN??
Und zwar immer wieder, obwohl ich jedes Mal schlimme Beschwerden bekomme. Ich habe so oft Essanfälle. Danach geht es mir körperlich echt schlecht :( Manchmal ist es so schlimm, dass ich denke, ich werde sterben. Ich kann mich aber nicht übergeben, weil das nicht funktioniert; mein Magen ist sehr resistent, egal wie hoch der Druck ist.
Das nächste Mal esse ich schon wieder übermäßig viel, und währenddessen ignoriere ich die drohenden Konsequenzen. Ich habe irgendwie vergessen, dass ich beim letzten Mal so schlimme Schmerzen bekommen hatte. Ich stopfe mich voll, esse weiter, obwohl ich voll bin und ich will nicht aufhören, und mir sind in dem Moment (Zeitraum der Essattacke) alle Bauchschmerzen egal. Ich bin in einer Art Rausch, in einem Drang, auch wenn ich simultan rational denken kann.
Ich bin ein Masochist. Anscheinend will ich mir Schmerzen zufügen. Komischerweise leide ich aber hinterher darunter.
Ich esse, weil ich nervös bin. Und traurig. Ich bin ständig gestresst. Ohne Grund. (Also doch; weil ich psychisch so schlecht verstimmt bin.) Heute Abend hatte ich gar keinen Hunger, weil ich heute Nachmittag schon einen Essanfall hatte (ganzer Kuchen, 2 Brötchen, Popcorntüte, Schokokekse, 2 Müsliriegel und davor was man an normalen Sachen isst: Obst, Gemüse, Fisch, Milch,...). Danach musste ich mich eineinhalb Stunden hinlegen, bis es mir besser ging. Und sobald es mir ein wenig besser geht, denke ich wieder daran, zu essen. Natürlich was Süßes und Fettiges. Um mich zu beruhigen. Weil ich traurig bin und Süßes lecker schmeckt. Ich weiß, dass ich nicht essen soll. Weil ich schon voll bin und übermäßig essen mir nicht gut tun wird. Aber ich bin schwach. Ich denke:,, Egal.”
Danach weiß man ja, was passiert ist... Wieder mal. Auf den Boden. (Nach 1 Brötchen, 2 Herzwaffeln, 1 Jogurt, Mousse au Chocolat, viel Knuspermüsli, halbe Tafel Schokolade.)
Ich schade mir selbst. Es ist so schade, was ich meinem Körper antue. Ich bin schon psychisch krank. Wenn ich so weitermache, hole ich mir Diabetes und Übergewicht. Es ist traurig, weil ich von Natur aus einen gesunden und schönen Körper habe. Aber ich bin oben im Kopf krank. Ich nehme zu. Ich verderbe das, was ich habe. Ich habe momentan Esssucht, und es ist sehr schwer, rauszukommen. Sobald ich ein wenig verstimmt bin, ist mein Wille nicht da, wo er sein sollte.
Ich weiß nicht, warum ich so ein Problem mit dem Essen habe. Warum ich mich ständig überfresse und das auch will, weil ich das ja tue, und mich dadurch in die Untätigkeit treibe. Ich versetze mich selbst in den ,,K.o.”-Zustand. Mein Tätigkeitsumfang ist aufgrund des Essens sehr reduziert. Die Esssuchtphase dauert schon so lange! Durch meinen Willen könnte ich ihr doch ein Ende setzen!
Ich zerstöre mich selbst. Warum esse ich eigenwillig so viel, obwohl mein Verstand an meine Tür klopft? Wieso folge ich nicht dem Verstand, der nicht mal der Verstand bzw. die Vernunft, sondern einfach das natürliche, körperliche Gefühl ist, der fühlt, dass ich satt bin und mir übel wird? Und wenn ich meine Gefühle unterdrücke, warum folge ich nicht meinem Verstand?
Ich weiß, dass ich mein Leben als sinnlos empfinde (siehe vorigen Eintrag). Aber das Überessen macht das Leid noch schlimmer. Und eigentlich will ich nicht, dass mein Leben sinnlos bleibt. Wenn ich exzessiv esse, verderbe ich mir die Zukunft. Wenn ich aber die ganze Zeit schlafen würde, würde ich bloß Zeit überbrücken, ohne mir zu schaden. Und in Zukunft würde ich vielleicht ausgeruht und schöner als je zuvor aufwachen.
Ich führe objektiv ein schönes Leben und habe eine nette Familie. Der einzige Idiot bin ich. Ich muss mit der Selbstzerstörung durch das Überessen aufhören. Das kann so nicht weitergehen. Das sage ich mir jedes Mal. Aber man sieht ja wie es weitergeht... Ich kenne mich. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich mich wieder überfressen werde. Dass ich die Selbstzerstörung fortführe, weil mir dann, wenn ich essen will und esse, alles egal ist. Dann höre ich auf niemanden. Ich denke, dass ich in dem Zeitpunkt des Essanfalls nicht aufhören kann - aber in Wirklichkeit will ich nicht. Man kann immer, wenn man will. Da brauche ich mir nichts vormachen.
Vor einigen Tagen dachte ich, dass es mit der Esssucht besser wird. Nein, sie ist immer noch da; besonders wenn ich psychisch in schlechter Verfassung bin. Ich mache immer nur das, was mein Wille will. Wenn mein Wille nicht da ist, wo er sein sollte, ist nichts zu machen, weil ich zu schwach bin bzw. fühle, dass ich keine Kraft habe, dagegen anzukämpfen. Ich schaffe es nicht, den Willen zu verschieben bzw. einen anderen aufzustellen. Ich bleibe im Elend.
Da ich sowieso an meinem Willen, die Esssucht zu bekämpfen, zweifle, sage ich mir nur noch: ,,Ich hoffe, dass es besser wird/die Esssucht verschwindet.” Aber das bringt nichts. Es gibt nichts zu hoffen. Wenn meine Essucht an einigen Tagen nicht auftritt, liegt das einfach daran, dass der Wille bzw. das Verlangen oder der Drang, zu essen, obwohl man keinen Hunger hat, nicht da ist. Und ich habe in keiner Weise dagegen angekämpft. Ich bin einfach allgemein besser gelaunt. Aber auch wenn ich gut gelaunt bin, kann ich Esssucht haben... Der Essuchtwille ist vielleicht kurzzeitig aus dem Haus gegangen. Oder macht Urlaub. Ich will aber, wohl mein anderer Wille, dass die Esssucht aufhört. Der Esssuchtwille taucht nur dann auf, wenn ich essen will. Dann bin ich besessen.
Ich weiß nicht, was ich machen soll und warum ich immer wieder bzw. momentan permanent, in Form von Essanfällen, zu viel esse und es willentlich unterlasse, dagegen anzukämpfen. Dabei scheint es doch einfach. Einfach aufhören. Aber ich bin verstört und masochistisch.
Ich muss aufhören, mir meine Gesundheit so zu verderben. Ich muss mich, jedes Mal wenn ich esse, daran erinnern, welche üblen Bauchschmerzen ich bekomme, nachdem ich zuviel gegessen habe. Und wie ich dann verkrümmt auf den Boden liege. Wie müde ich von Essanfällen werde. Und wie ich danach nichts mehr machen kann. Schade um die Zeit. Ich muss mir dieses Bild vor Augen halten. Will ich das? Wer mag denn leiden? Das müsste mich doch abschrecken. In Wirklichkeit ist mir mein körperliches Wohl nicht egal.
Und du fängst an zu beten, du fängst an mit Gott zu reden, Du fängst an mit vollstopfen bis zum Rand und Kotzen geh'n.
Sido