Der Grund, warum umgekehrte Psychologie funktioniert, liegt in dem gefühlten Wegfall von Optionen, der mit einer Handlungsvorgabe (Verbot, Vorschrift, Gesetz, etc.) einhergeht.
Solche Handlungsvorgaben erzeugen das psychologische Phänomen der Reaktanz.
Je unsinniger, ungerechter oder ungerechtfertigter eine Vorgabe subjektiv empfunden wird, desto stärker ausgeprägt ist die psychologische Reaktion.
Reaktanz beschreibt eine innere Abwehrhaltung, die über verschiedene Wege abgebaut werden kann. Zum Beispiel durch:
Das Abwerten der weggefallenen Option (Saure-Trauben-Effekt).
Aggression (Bekämpfung der Vorgabe mittels Empörung und Protest).
Eine Trotzreaktion (also das gezielte Hinwegsetzen über die Handlungs-vorgabe).
Sind die zu befürchtenden Konsequenzen gering oder ist die zu erwartende Belohnung hoch, so ist eine Trotzreaktion wahrscheinlich.
Genau dieses psychologische Wirkprinzip macht sich die umgekehrte Psychologie zu Nutze.












