Dystopia - LARP nicht zum Spaß
Filme wie "1984", die "Tribute von Panem", aber auch "I am Legend" als Hollywoodproduktion malen die Zukunft in düsteren und bedrückenden Farben, man spricht dabei auch von Dystopien. In der Literatur und im Film ist das eine fiktionale, in der Zukunft liegende Erzählung mit negativen Ausgang. Also das Gegenstück zu postiven Utopie. Nun wurde dieser schwere Stoff auch in einem besondern Liverollenspiel verarbeitet, Leuengold hat das LARP mit Ausstattung und bei der Foto-Dokumentation unterstützt.
Nachdem Liverollenspiele sich bereits nahezu aller Genre angenommen haben, wurde nun vom Waldritter e.V. ein aufwändige inszeniertes LARP-Event namens "Dystopia" auf die Beine gestellt. Dargestellt wurde ein fiktives Deutschland im Jahr 2065, in dem die Demokratie nur noch dem Namen nach existiert und das geprägt ist von permanenter Überwachung, totalitären Strukturen und der Ausbeutung von Flüchtlingen, die als Menschen zweiter Klasse unwürdigsten Lebensbedingungen ausgesetzt sind.
Foto: Norman Liebold
Der Kommissar des Geheimdienst inspiziert einen ehemaligen Bunker
Die Teilnehmer, die sich dieses ausgewönlichen Szenarios aussetzten, ahnten von Anfang an, dass diese LARP mit Spaß und Weltrettung nichts zu tun hat. Sie erlebten am eigenen Leib Willkür und Ohnmacht, Diskriminierung und Hoffnungslosigkeit und dennoch war es für viele eine intensive Erfahrung, die man im Nachhinein nicht missen möchte. Gerade der Waldritter e.V. mit seinem erfahrenen, pädagogisch und psychologisch geschulten Team kann hier als Veranstalter Akzente setzen und Problembewusstein schärfen, aber lässt die Beteiligten mit ihren intensive emotionalen Erfahrungen auch nicht allein. Bei so einem Szenario ist die anschließende Reflektion kein nettes Beiwerk, sondern essenzieller Bestandteil der Veranstaltung.
Als Location nutzten die Waldritter den Keller eines Kaufhauses, der zu einem von Flüchtlingen behausten Bunker umgebaut wurde, eine stillgelegte Zeche wird in eine Umerziehungsanstalt verwandelt und diverse Keller dienen als Verstecke einer Widerstandsbewegung.
Foto: Norman Liebold
Die Bilder dieses Events sprechen für sich und wirken eher wie Screenshots aus einem düsteren Film. Soldaten sehen auch aus wie Soldaten, zum Teil entpersonalisiert durch Gasmasken, "verstörend" ist ein häufig genutztes Wort.
Im Leuengold Blog wird zwar längst nicht immer, aber doch regelmäßig über Themen berichtet, die einen Bezug zu Leuengold haben. Dies ist hier auch der Fall.
Obwohl Leuengold primär Mittelalter- und Fantasy Anbieter ist, spielt die Ausstattung von Film- und Fernseh-Sets eine zunehmende Rolle und dadurch ist es inzwischen oft möglich auch bei anderen Genres wichtige Ausrüstung zu stellen. In Dystopia stammen von Leuengold nahezu alle dargestellten Schusswaffen, aber auch täuschend echt wirkende Feuerwehr-Äxte, Baseballschläger und Schlagstöcke tragen zur düsternen Atmosphäre maßgeblich bei. Der Leuengold Lederquestor wurde vom Kommissar des Geheimdienstes getragen, Flüchtlinge hatten schäbige Kleidung aus Beständen des Leuengold "Schlachtfelds" am Leib und der Bunkerarzt praktizierte eher schlecht als recht an einem OP-Tisch aus original Bundeswehrbeständen.
Damit mehr pädagogisch wertvolle Projekte dieser Art realisiert werden können, unterstützt Leuengold auf Anfrage Veranstalter mit deutlichen Rabatten, aber auch mit kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung gestellten Equipment. Aber auch im Dienstleistungsbereich wie der Fotodokumentation oder der anschließenden Bildbearbeitung kann Leuengold mitwirken.