14.01.2022, aber eigentlich lebenslang
Geständnisse eines Aufbewahrers
Ich bin Aufbewahrer. Was ich einmal in meinen Fängen habe, rücke ich ungern wieder raus. In der Regel steckt der Gedanke dahinter “Das kann ich bestimmt noch mal gebrauchen”. Und ich habe eben auch schon ein paar Mal zu oft die Erfahrung gemacht, dass ein gerade entsorgtes schäbiges Stück Blech danach unbedingt irgendwo eingeschweißt werden wollte. (Problematisch ist dabei leider, dass Stauraum in der Regel begrenzt.)
In der ständigen Techniktagebuch-Redaktionskonferenz berichtete ich gerade, dass ich wieder einem 3D-Druck über eine Webkonferenz zuschaue und meinte, dass es praktisch wäre, wenn ich auch noch den Druckfortschritt in Prozent vom Display ablesen könnte. Das wäre mit einem weiteren Handy ja möglich. Kurze Zeit später nimmt ein weiteres Handy an meiner Webkonferenz teil.
Und in dem Zusammenhang fällt mir Folgendes ein: Ich habe eigentlich noch nie verstanden, warum man seine alten, abgelegten Handys irgendwo zurückgeben soll. Die kann man doch noch gebrauchen! Und so zähle ich gerade durch, dass neben meinem aktuellen noch vier alte Geräte regelmäßig im Einsatz sind (wobei das letzte allerdings erst heute wieder dazugekommen ist). Eins hat meine Mitbewohnerin, eins steht für die Firma als Notfallhandy und zur Entgegennahme von 2-Faktor-Authentifizierungs-Codes zur Verfügung und zwei gucken gerade meinen 3D-Drucker an.
Besser, ich fange nicht an, weitere Dinge aufzuzählen, die ich noch habe, von denen ich meine, sie irgendwann noch mal gebrauchen zu können, was rational betrachtet aber vermutlich großer Unsinn ist. Digitalkameras sind so ein Beispiel.
(Markus Winninghoff)















