[03.02.2021, 14.50 Uhr]: Tumblr soll wie ein Tage- bzw. Wochenbuch für mich fungieren. Mir ist auch klar geworden dass ich nur für mich schreibe und es für mich absolut zweitrangig ist, ob das hier von Menschen gelesen wird oder nicht.
Gerade fühle ich mich, wie meistens an meinen freien Tagen, gedankenverloren. Und natürlich, wie kann es anders sein, irgendwie auch unter Druck. Druck, der mir sagt ich soll Bewerbungen schreiben weil ich noch nicht den passenden Job habe und eigentlich auch aus meiner aktuellen Branchenfremden Tätigkeit raus möchte. Meine ehemalige Chefin hat mich mehr als ungerecht behandelt. Sie möchte wieder zurück kommen, jedoch möchte das aktuelle Team das nicht. Und das muss sie akzeptieren und lernen. Sonst denkt sie weiterhin dass sie sich alles erlauben kann. Und natürlich bin ich jetzt aus ihrer Sicht allein schuld daran, dabei bin ich nicht die einzige,die dagegen war. Naja. Soll sie mit ihrer Wut verrecken.
Ein weiterer Druck besteht darin dass ich mich bewegen möchte, sprich Sport treiben. Ich glaube ich bin aktuell sogar recht fleißig im Regelmäßigen Sporttreiben. Dass hierbei auch ab und zu mal eine Pause gehört, sollte mir bewusst sein. Ich sollte meine Gedanken sortieren. Denn Gedanken erschaffen die Realität. Ich glaube zudem dass vieles im Leben darauf abzielt, dass man die Mitte findet. So ist es meines Erachtens nach wichtig, die Mitte zwischen Selbstdisziplin und Selbstmitgefühl zu finden (wenn es eben mit dem Sport mal nicht klappt, warum auch immer, sich nicht selbst permanent die Hölle dafür heiß zu machen). Die Mitte zwischen Nähe und Distanz, die Mitte zwischen Leistung und Entspannung, die Mitte zwischen allen Emotionen die wir fühlen können. Denn handeln wir permanent nur aus einem unserer Gefühle heraus, kann es schnell zu einseitigen bzw ubreflektierten Handlungen führen. Dabei auch die Mitte zwischen Denken und Fühlen zu wahren. Gedanken ohne Gefühle lassen und rational entscheiden aber machen uns vllt auf Dauer nicht glücklich. Gefühle ohne Gedanken können wie oben beschrieben zu ggf unreflektierten Handlungen führen.
Im zwischenmenschlichen Kontakt fühle ich mich häufig wie folgt:
- abgespalten von mir selbst
- ich muss funktionieren und darf keine Probleme machen
Daraus resultieren folgende Glaubenssätze:
„Ich habe kein Recht darauf, freundlich behandelt zu werden.“
„Ich muss meine Meinung, Bedürfnisse und Gefühle permanent zurück stellen.“
„Andere sind mehr Wert als ich.“
„Ich muss das tun was andere sagen.“
„Es isr okay wenn andere mich respektlos behandeln. Ich muss dann alles dafür tun, damit die Situation und der Hass auf mich nicht noch mehr eskaliert.“ (Opferhaltung)
„Ich darf meine Wut nicht zeigen.“
Ja und so habe ich meistebs auch keine bzw kaum Zugang zu meiner inneren stärkenden Wut. Wut sollte einem die Kraft verleihen, seine wichtigsten Meinungen und Bedürfnisse ohne Hemmungen durchzusetzen, sich zu wehren und zu verteidigen. Wenn dieser Mechanismus gestört ist bzw. Ein Mensch kaum noch Wutgefühle in sich wahrnehmen geschweige denn adäquat nach außen tragen kann, dsnn liegt die perfekte Basis für eine Opferhaltung vor und der Mensch wundert sich immer und inmer wieder warum er sich in den selben Situationen wieder findet. Weil er ja gar nichts getan hat. Nur leider funktioniert die Gesellschaft so nicht. Sie lebt von Grenzen und Auseinandersetzungen. Menschen, die alles ohne Widerstand hinnehmen werden schnell in die Opferrolle gedrängt. Nach dem Motto „Mit dem/der kann mans ja machen.“... andere Menschen spüren instinktiv wie gut dein Selbstbewusstsein ist und eine angemessene Reaktion und Zugang zu Wut gehört da einfach dazu. Wenn sie allerdings von Scham- und Ohnmachtsgefühlen blockiert wird, kann sie nicht in ihrer kraftgebenden Weise funktionieren. So ist es leider bei mir. Auf der vergeblichen Suche nach meiner Wut.
Und damit schließe ich für heute