“Der Blick aus dem Fenster aber, der bei Adorno befremdlicherweise als Bild der ‘Gier’ fungiert, der nichts entgehen soll, wäre angesichts des Zerfalls der Fähigkeit zur konzentrierten Passivität heute fast als Vorschein des Besseren zu retten. Wer fähig ist, sich denkend vom Denken ablenken zu lassen, vermöchte dabei immerhin vielleicht eine Erfahrung an der Wirklichkeit zu machen, die das bloße Denken nicht gewährt und ihm dadurch auf die Sprünge hilft. Das Fenster ist nicht nur Sinnbild für die Störung, mit der die chaotische Welt sich im privaten Moment der Konzentration geltend macht, sondern auch für die Zerstreuung, ja womöglich für die Erschütterung, durch die allein die Wirklichkeit in den Kerker der Innerlichkeit dringt. Vielleicht liegt darin sogar die letzte Hoffnung, die dem Denken bleibt.” Magnus Klaue














