Geschlechtsneutrale Sprache in Deutsch.
Deutsch ist schwieriger gender-neutral zum machen als Englisch, die haben sowieso keine echten grammatikalischen Geschlechter und mit dem singular "they" ist eigentlich alles gelöst.
Im deutschen ist es da schwieriger aber ich habe eine Lösung, die minimal in die deutsche Sprache eingreift und sie 100% geschlechtsneutral macht.
Zuerst meine Probleme mit bisherigen Varianten weil es mehr Spaß macht negativ zu sein als positiv.
"Binnen-I, *-gendern, :-gendern und ähnliches":
Funktioniert wunderbar im Geschriebenen, über "Schüler:innen" lest man lässig drüber, "dem/der Schüler:in" nervt ein bisschen wegen dem Schrägstrich aber es ist immer noch akzeptabel. Im Gesprochenen jedoch funktioniert es nicht mehr wirklich "Schüler ... innen" stört den Sprachfluss, "Schülerinnen und Schüler" fügt zu viele Silben hinzu und ob da jetzt "Schülerinnen" (binär) oder "Schülerinnen*" (inklusiv) gemeint sind kann man nicht raushören.
Außerdem gibt es keinen singulären nicht binären Schüler. Es ist der Schüler oder die Schülerin, nichts dazwischen.
"Studierende":
Funktioniert wunderbar in der Mehrzahl "die Studierenden" aber nicht in der Einzahl, da ist es entweder "der Studierende" oder "die Studierende", wieder nichts dazwischen. Außerdem hat nicht jedes Wort eine äquivalente Form - "Schüler" zum Beispiel. Es gibt keine "Schülenden".
"Verstärkung für unser IT-Team":
Jeder Satz lässt sich umformen auf eine Weise, dass keine gegenderten Wörter drin vorkommen. Jobangebote machen das gerne, wo einfach "ein Mitglied", "Verstärkung", "Fachkraft im Bereich ..." gesucht wird.
Mein einziges Problem hier ist, dass sich viele Sätze einfach nicht sagen lassen, man muss bestimmte Formulierungen wählen um das zu verwirklichen, was im normalen Gesprächsfluss schwierig und unnatürlich ist.
Ich will sagen "Mein Buchhalter weiß nicht wie er das verrechnen soll", bis ich auf "Die Person die ich für die Buchhaltung angestellt habe ..." komme, vergehen 10 Sekunden.
Hier meine Lösung:
EINE neue Wortendung und EIN neues Pronomen. Fertig, die deutsche Sprache ist gelöst.
Wenn ich euch ein Wort sage, das ihr noch nie gehört habt zB "Konsekutor", wisst ihr bereits wie man die weibliche Form davon bildet - "Konsekutorin", easy. So funktioniert Gendern im Deutschen.
Für eine genderneutrale Form aller Nomen brauchen wir also nur eine ähnlich Wortendung wie "-in", und jeder kann für jedes Wort eine neutrale Form bilden.
Meine Vorschläge sind "-on" oder "-or", einfach weil ich den Klang mag, aber es kann wirklich jede beliebige Endung sein.
"-on" wäre angelehnt an "Person" und demensprechend grammatikalisch feminin - "die Informatikeron", "die Studenton" oder Mehrzahl "die Baueronen".
Oder "-or" das wäre maskulin, ich habe das Gefühl die Community würde einen maskulinen Standard nicht gerade begeistert aufnehmen, aber es gefällt mir vom Klang her besser.
Wie dem auch sei, ein neotrum sollte vermieden werden, Leute werden nicht gerne als ein "es" bezeichnet. (Manche schon, aber das hier soll ein Standard für alle werden, von dem man individuell ruhig abweichen darf, aber für die Masse soll es passen)
Hinzu kommt noch ein Pronomen + Höflichkeitsform und wir sind fertig.
Es gibt viele Vorschläge hierfür "sier" (sier, siem, sien, sien), "dey" (dey, deren, denen, dey), "hen" (hen, hens, hem, hen) usw. - ich habe hier keine spezifische Vorliebe, wichtig ist, wir wählen eines und fertig.
Dann noch eine Höflichkeitsform wie "Herr" und "Frau", hier gibt es nur wenige Vorschlöge "divers" (gefällt mir nich, "Herr Doktor Müller und divers Magister Anzengruber" klingt komisch) und "Person", wir können aber auch einfach ein neues Wort erfinden "Grent", "Sam", "Deller", whatever - kann historische Wurzeln haben, kann ein komplettes Fantasiewort sein - wir müssen uns nur eins aussuchen.
Und fertig, die deutsche Sprache wäre genderneutral. Nehmen wir an, wir entscheiden uns für "-on", "hen", und "Grent" - alle Deutsch-sprechenden müssten nur 5 Wörter lernen (1 Pronomen in 4 Fällen und das Wort "Grent) und die Wortendung "-on", Satzstrukturen können bleiben wie sie sind, Grammatik wird nicht verkompliziert, und Schriftverkehr wird vereinfacht.
Beispiel:
"Sehr geehrte Grent Studienraton,
Vielen Dank, für Ihren Bericht über den Fortschritt der Studentonen an der Uni Wien, vor allem der Fall der Biologon die Mitt-Semester Unis gewechselt hat war sehr interessant. Hens Schwierigkeiten hen Zugang zu Bibliothek, Computerräumen u.ä. zu verschaffen, deckt einige administirative Schwächen auf."
Das liest sich wie komplett normales Deutsch, minimaler Aufwand es zu lernen und es beseitigt lästige Konstrukte wie "der/die Schüler_in hat seine/ihre Sportkleidung selbst zu besorgen".













