Once upon a time…
Once upon a time there was a Blog, unattended for a long time by his creator "Frog"

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Once upon a time…
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Zugluft
Sonntagabend: wieder einmal sitze ich im Zug, um in mein vorübergehend zweites Zuhause zurück zu kehren. Das Gewicht liegt hier betont auf "vorübergehend" – was bedeutet, dass dieser Zustand zum Glück bald ein Ende haben wird!
Die, welche mich kennen wissen auch was damit gemeint ist; für alle anderen; ich "diene" zurzeit in der Armee.
Ich sitze also im Zug, und habe für einmal meine in-ear Stöpsel unpluged, um es Zeitgerecht zu formulieren. Ich lausche den Stimmen der "Zivil"isation; sehe, rieche und fange ein, was mich umgibt. Versuche mich in der Rolle des Beobachters, wobei ich mich eher als Beobachteter fühle, in der Militäruniform. Und wieder, es fällt mir nicht das erste mal auf, herrscht eine ganz bestimmte Atmosphäre im Zug an einem Sonntagabend. Es ist Ruhig, bis auf einen meist weiblichen, minderjärigen Fahrgast, welche ohne Punkt und Komma Wörter aneinander reiht und diese in ihr Mobiltelefon zu spucken scheint. Monologe die nach Ihres Gleichen suchen. Der Rest des Zuges ist meistens Still und hört angestrengt zu oder bewusst weg. Im übrigen herrscht, Wetterabhängig, eine Mischung zwischen Gelassenheit und Unbehagen darüber, dass am nächsten Tag schon wieder eine Woche beginnt.
Mir persönlich geht's an diesem Sonntagabend, nicht schlechter als andere Sonntagabende. Ich habe mein Zuhause verlassen und werde es mindestens die nächsten fünf Tage nicht mehr sehen. Den Prozess des "Einrückens" bin ich mir mittlerweile gewohnt, dennoch braucht es jede Woche wieder ein gewisses an mentaler Überwindung, die Taschen zu packen und die Uniform anzuziehen. und doch ist es mit der Zeit einfacher geworden, was mitunter auch auf den steigenden Temperaturen gründet.
Ich geniesse die Zugfahrt meistens sogar, habe noch einmal Zeit in mich zu gehen, das Wochenende revue-passieren zu lassen, meine Ängste und Wünsche zu sortieren. Oder aber oftmals auch, wie an diesem Abend; um zu schreiben.
Der Zug erreicht nun die Endstation. ich werfe mein Notizbuch in die Tasche und beobachte die Hektik welche sich vor den Türen ausbreitet. Ich bleibe gelassen, denn ich kenne den Weg nur allzu gut, weiss wo ich hin muss, die Reisedauer ist bestimmt, gewiss ist mein Ziel. Es wird immer deutlicher rückt stetig näher. Nur noch neun mal der beobachtete Beobachter, nur noch neun mal Sonntagabends Zug-Luft schnuppern.
Rückwirkend
unterbewusst, rückwirkend, zurückschauend, analysierend, getroffen. bearbeitet, verarbeitet, geschrieben, erkannt, gelöst. Im Nachhinein betrachtet wirkt doch alles einwenig anders als es wirklich war. Doch stimmt das auch? Oder gewinne ich nur mehr Erkenntnis, weil ich das Geschehene in einen Zusammenhang stelle? Es als ganzes wahrnehme? Wie eine Wiederholung, die man sich anschaut und bei der man plötzlich noch mehr zu sehen scheint? Entscheide selbst lieber Leser. Wie in einem vorhergegangenen Text (Senf Erkenntnisse) beschrieben, kann man vieles durch abermaliges betrachten erkennen. Was man jedoch rückblickend alles erkennt und was dies für Konsequenzen haben kann, muss jeder selber herausfinden und gilt persönlich.
Keine Rechtfertigungen notwendig.
Angehängt: Dank an eine mir bekannte Buchstabendreherin, die auch auf dieser Plattform publiziert: Soweit ich das Sehe, stimmen meine Überlegungen mit der, der Dame überein. Wer dich kennt sieht keine Rätsel sondern Klartext.
Zeit
Ich nehme mir heute die Zeit mich der Zeit und dem verstreichen von Zeit zu widmen. Es hat mich viel Zeit gekostet in die Zeit mit deren Auswirkungen reinzudenken und zeitgleich einen zeitgenössischen Text darüber zu verfassen. Zeit unseres Lebens oder unserer Generation wird vieles nur noch in Zeiteinheiten gemessen und dies mit immer kürzer werdenden Zeiten. Wo früher gewisse Entfernungen innerhalb grösserer Städte noch in Strassen oder Blocks angegeben wurden, findet man auch dort heute meist nur noch Minuten und Sekunden.
Selber merke ich wie die Zeit verstreicht, wenn viel Arbeit oder enge Zeitfenster zu bestreiten ist; dann scheint die Zeit zu rasen. Warte ich aber auf etwas, scheint die Zeit stehen zu bleiben. An Wochenenden oder anderen freien Tagen hingegen verstreicht die Zeit wie im Flug und ich möchte mich Ihrer am liebsten entziehen. Doch wie kann man sich Ihrer denn entziehen? Ich könnte z.B. versuchen dem Wort aus dem Weg zu gehen, doch das würde auch keinen grossen Nutzen haben.
Was wir auch versuchen, wie wir es auch drehen und wenden; wir sind dem Lauf der Zeit schonungslos ausgeliefert. Da hilft auch keine Anti-ageing-Creme und kein Lifting. Was bleibt ist unsere Wahrnehmung der Zeit und was wir mit der Verbleibenden anstellen
"Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen." Lucius Annaeus Seneca
Senf Erkenntnisse
Eine Weile ist es her, seit ich sie das letzte mal sah. Zeit ist vergangen seit Ich das letzte mal mit ihr sprach. Gedanken sind gekreist seit ich ihr das letzte mal zuhörte. Nur kurze Zeit denke ich zwischendurch noch an sie. Doch ich denke noch an sie und ich glaube noch an sie; glaube daran, dass sie es Schaffen wird Ihre eigene Mauer zu durchbrechen. Welche sie sich wie "Roger Waters" seine "Wall" immer wieder selbst aufzubauen scheint.
Zuerst muss man Laufen lernen um Rennen zu können.
Verstehen kann man erst wenn man erkennt. Wenn man zum Beispiel erkennt, dass man das Leben nicht gewinnen bzw. verlieren kann. Man kann mental einzig und allein nur voranschreiten oder stehen bleiben, Das Beste und gleichzeitig Schwierigste dabei ist: Man entscheidet selbst; unweigerlich und oftmals unbewusst.
Dunkelheit
Schwarz die Leere des Seins, schummrig mir die Lichter vor den Augen tanzen; der Anschluss sich in die Länge zieht; der Faden mir entgleitet.
Was bin ich, der sich mühsam gibt? Hochjauchzend, doch nur Trübsal bläst; verloren im Seelengut, was sich Leben zu nennen wagt.
occurrere veritas
Vergangenes verbrennen, neues erschaffen; geschehen lassen. Sich verstanden fühlen, offen Gefühle ausleben, leben lassen. Den Moment geniessen. Mit der Wahrheit ins Bett gehen, mit derselben verschmelzen.
Wortlose Verständigung auf höchster Ebene im tiefsten Innern unserer selbst.
Die Frage nach dem "Weiter" – überflüssig. Keine Fragen, nur Antworten auf Tatsachen – Bestätigung. Bestehen des Grundlegenden Seins.
Sturm und Flaute
Ständiges auf und ab auf der Gefühlsebene; ausgebrannt, rastlos, müde und trotzdem hungrig. Hungrig nach Gleichmässigkeit. Verglichen mit einem Seemann, welcher nur all zu gern wieder ruhige Gewässer befährt, nach dem er sich durch den Sturm gekämpft hat. Gleichmässigkeit; einmal eingetroffen, lässt diese einem und das ist ein Problem, nicht mehr so schnell wieder los. Ehe man sich versieht ist man im Trott gefangen. Im linearen Null des Alltags und man sehnt sich nach ein wenig Wellen im Teich, nach einem kleinen Ausschlag der Gefühlskurve.
Doch wie wir es auch drehen und wenden, wir sehnen uns immer nach der gewissen Ausgewogenheit zwischen Sturm und Flaute, nach der leichten Brise die uns Antrieb gewährt. Anders gesagt: wir brauchen die Abwechslung, denn ohne Sie herrscht stillstand.
Wer liest der findet
Wen dies schlimmes ahnen lässt, will ich beruhigen. Denn es geht hierbei, was für manchen vielleicht enttäuschend klingen mag, "nur" darum, dass ich mich wieder einmal dem Lesen hin gab.
Dem Lesen eines Blogs, der, je mehr ich Lese, immer undurchschaubarer wie aber auch fesselnder zu gleich zu sein scheint.
Was wohl manchem Leser nicht so recht zu stimmen scheint, meiner Meinung nach dem ganzen aber den Reiz und die Würze verleiht, ist die ungeschliffene rohe und unfertige Form, die viel Raum für eigene Interpretation öffnet.
Gefühls- Gesprächs- oder Erlebnisfetzen zerrütteter Art, wenn auch Abstrakt dargestellt, doch verständlich geformt, sodass man sich direkt angesprochen fühlt.
Ist es nicht das, was sich jeder Leser wünscht? In die Geschichte eines Textes hineingezogen zu werden, mit-lachend, mit-leidend, sogar zu glauben man sei Teil davon. All dies ist möglich durch den Raum der freien Interpretation, der nicht geschaffen sondern nur offen gelassen werden sollte.
Ich möchte hier bewusst keinen Blog namentlich erwähnen, denn dieser Text soll eine Hommage an alle Leser sowie Verfasser, geschriebener Texte sein, welche sich nicht scheuen Innerstes zu äussern und Geäussertes anzunehmen.
sapiens-sapiens
Sind wir doch immer "unser eigen Glückes Schmied", wie oft zitiert wird. Hier aber im Zusammenhang mit den Gefühlslagen steht, die wir tag-täglich durchleben.
Wir, die jetzt schon als "homo sapiens sapiens" bezeichnet werden, ein Lebewesen, welches sich seines Bewusstseins bewusst ist. Sind wir dennoch unserer Gefühle weder Herr noch Frau.
Was bleibt, ist uns wenigstens auch dessen bewusst zu sein. Meiner persönlichen Auffassung nach, sollte man sich auch von eben diesen Gefühlen leiten lassen, um aus daraus folgenden Erfahrungen, sind sie noch so unerwartet und anders als gedacht, unsere Lehren oder anders gesagt Erkenntnis zu ziehen. So wird man vielleicht auch weniger bereuen und lässt sich weniger in vorbedachte Bahnen lenken. Aber wie gesagt, dies ist meine persönliche Auffassung.
unbeantwortete Fragen
Des öfteren frage ich mich was ich hier soll. Mit "hier" ist jeweils meine aktuelle Situation, manchmal aber auch der aktuelle Ort gemeint. Ich verfalle in beiden Fällen in eine Phase des Nachdenkens, des nachdenklichen Seins ohne Ziel. Bis ich mich erinnere wen ich treffe, was ich vorhabe zu tun und mich daran aufmuntern kann.
Freebird
Da sitze ich nun wieder und gebe mein Leben und was mir sonst noch so durch den Kopf geht wieder.
In meinen Ohren "Freebird" von "Lynrd Skynyrd". Doch so frei wie diese Südstaatler es besingen bin ich leider nicht. Ich klammere mich regelrecht an die Zeilen in meinem Notizbuch. An jene die ich schrieb, die welche ich gerade schreibe aber vor allem an diese noch nicht mehr sind als vorgedruckte, dünne Linien. Sie geben mir die Freiheit welche ich brauche, lassen Raum für das was noch kommen wird und sie geben mir den Anstoss meiner Inspiration freien Lauf zu lassen.
Vacuum post-examina
Mein Kopf ist leer, leerer als die Bierdose, welche der Alki, der gerade ausgestiegen ist vor mir auf der Ablage liegen gelassen hat. Ich sitze im Zug. Durstig. Durstig nach neuen Ideen, in der Monotonie des Alltags. Es wird Sommer, nein es ist ja schon Sommer.
Wie schnell die Zeit vergeht. Plötzlich schwirren mir tausend wirre Gedanken durch den Kopf: noch eben, sass ich doch mit meinen Mitschülern im Klassenzimmer, hörten dem Lehrer mehr oder weniger zu, bereiteten uns auf die Prüfungen vor und ängstigten uns auch vor den selben. Jetzt ist es vorbei, geschafft, sogar bestanden. Doch die berauschenden Gefühle des Erfolges wollen noch nicht so richtig einsetzen. Werden sie es jemals? Ich hoffe doch sehr. Ich habe ja schliesslich 4 Jahre darauf hin gearbeitet.
Frei interpretiert
Gemütlich, klein, stilvoll, eigen, hoch, verziert, alt, sauber, wohlriechend, frisch, eng, weich, angenehm. Gute Stimmung verbreitend, selbst gemacht, angelehnt, kopiert, hölzern, farbig; weiss, grün, braun, orange, 70er, 80er, heute, modern. Offen, einladend, neugestaltet, zum niederknien. aufrichtig, verschoben, verschieden, mehrsprachig, hellrosa, dunkel. Oben, ins Zentrum gerückt, abgeschottet, frei. Lieblich, nicht-Raucher, wenig Trinker? Grüne Sessel!
Alles Interpretationssache!