Klausurenphase - Duales Studium
Dadurch, dass das Semester im dualen Studium, zumindest in meinem Fall, auf drei Monate reduziert ist, kann man sich ja ausmalen, wie viel Stoff man im Gegensatz zu einem dualen Studenten innerhalb kürzester Zeit lernen muss.
In den drei Monaten bekommt man etwas abgespeckt den Stoff zur Verfügung gestellt, den der “normale Student” in 6 Monaten lernt. Macht es das jetzt zu einer unmöglichen Aufgabe das Studium zu meisten? Nein. Will man sich trotzdem manchmal vor einen Bus werfen? Definitiv.
Im ersten Semester habe ich zum Glück nur 5 Klausuren schreiben müssen. Diese kann man nicht schieben und nur nachschreiben, wenn man krank war und ein Attest vorlegen kann. Vor den Klausuren hatten wir genug Zeit uns vorzubereiten, neben einem nicht allzu vollgestopften Stundenplan, war die Woche vor den Klausuren komplett Zeit sich vorzubereiten. Das hat im ersten Semester auch gereicht.
Im zweiten Semester sieht das Ganze schon anders aus. Wir schreiben 11 Klausuren in 8 Tagen, haben vorher keine Woche frei und sogar zwischen den Klausuren noch Vorlesung. Das sollte trotzdem schaffbar sein, viele Studenten haben das bereits geschafft und viele werden das noch schaffen.
Die Klausurenphase in den höheren Semestern ist vergleichbar mit der im zweiten Semester, wobei der Anspruch natürlich stetig steigt. Zum Bestehen der Klausuren muss man mindestens eine 4,0 schreiben.
Der Notenspiegel in der Hochschule/Universität liegt zwischen 1,0 und 5,0. Wobei 5,0 die schlechteste Note ist. Da die Klausuren teilweise in Module mehrerer Fächer eingeteilt ist, in denen man dann eine gemeinsame Klausur schreibt, kann man zum Beispiel eine schlechte Mathe-Klausur, angenommen 5,0, durch eine bessere Statistik-Klausur (mind. 3,1) ausgleichen.
Sollte man dies nicht schaffen, darf man jede Klausur einmal wiederholen. Wenn dann trotzdem wieder durch eine der Klausuren fällt, hat man an der DHBW einen “Joker”. Diesen darf man einmal im Jahr einsetzen, um ein Fach ein drittes Mal zu wiederholen.
Fällt man allerdings durch mehrere Fächer zwei Mal durch, hat sich das Studium für den Studenten dann erledigt. Dies ist gegenüber dem normalen Studium natürlich ziemlich hart, aber man muss für sich selbst entscheiden, ob das wirklich ein Hindernis ist, das Studium an einer dualen Hochschule zu beginnen.
Ich muss dazu sagen, dass ich ein wirklich lernfauler Mensch bin, aber es bis jetzt ganz gut verstanden habe und meine Noten auch nicht schlecht ausgefallen sind. Also selbst, wenn euer Abitur nicht so granate war, sobald man etwas studiert, für das man sich wirklich interessiert hat man eine ganz andere Lernmotivation.














