Ich kann nicht. Bitte mach, dass es aufhört.
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@zahnpastafreunde
Ich kann nicht. Bitte mach, dass es aufhört.
Ich komm gar nicht klar, wenn die Option weg fällt mich zu verletzen. Ich kann bei diesem Wetter kein Langarm tragen, ich kann es beruflich nicht öffentlich zeigen und ich kann mein Ziel nicht verfehlen und an die Beine gehen.
Ich kann nichts dagegen machen. Dieser Druck baut sich so sehr auf, nimmt meine klaren Gedanken und drückt mich an meine Grenzen. Ich kann nicht ohne diese Option weiter durchhalten.
Ich kann nicht. Ich kann's einfach nicht..
Du wirst sauer und mein Puls steigt.
Du schweigst und meine Laune sinkt.
Du ignorierst mich und meine Angst wächst.
Du wirfst Sachen durch die Gegend oder knallst die Tür und meine Panik von damals ist zurück.
Warum bin ich gefangen in Erinnerung? Warum kann ich das nicht voneinander trennen? Warum ist das damals alles so passiert, wie es passiert ist?
Immer wieder diese Angst, dass es von vorn los geht. Dass ich schon wieder jemandem vertraue, der nach einiger Zeit zeigt, dass er ein Monster ist.
Es ist schwer zu ordnen, ob meine Emotionen und Gefühle gerechtfertigt und richtig sind. Ob du mich gerade wirklich verletzt und ich nicht überreagiere oder meine Stimmung schwankt. Zu identifizieren, ob es Realität ist und ich gerade mit Recht für mich Einstehe oder ob es meine Psyche ist und ich vergangene Traumata in diese Situation mit einfließen lasse.
Liegt es an mir und meinen Erfahrungen? Bin ich gedanklich in der Gegenwart?
Immer wieder diese Frage, immer wieder die Selbstreflexion - das ist anstrengend und raubt mir gerade jegliche Energie
Einfach nicht stabil gerade.
Es tut so weh.
Diese Erkenntnis, dass man nicht an dem Punkt ist, an dem man dachte zu sein - dass man nicht so ist, wie man sein wollte und wofür man so viel Kraft investiert hat.
Ein fremder Typ fragt mich im Zug, was ich da am Arm habe.
Mein Herzschlag erhöht sich, ich spüre meinen Puls. Ich fange an zu schwitzen und will einfach nur weg aus dieser Situation.
"Was?"
- "Na dein Tattoo am Arm, was ist das?"
Ich schaue auf meinen Oberarm über meinen Narben und kann ihm nicht antworten. Mein Kopf ist leer und ich weiß dieses Gefühl wird mich den Abend über begleiten. Ich habe nichts dabei, weil ich nicht rückfällig werden wollte und schon auf der Fahrt bereue ich es.
Testet das Schicksal mich..?
Kennst du das, wenn du das Gefühl hast dich gerade so über Wasser halten zu können, so nah am Abgrund zu stehen und genau dann kommt noch was und noch was und noch was dazu..?
Ich habe keine Kraft mehr mich dem ganzen zu stellen, dem Druck zu widerstehen, die Stimme zum Schweigen zu bringen und zu sagen, dass es mir gut geht
"Mir ging es ehrlich gesagt sehr sehr schlecht nach der letzten Sitzung. Mir ging es auch sehr sehr schlecht vor dieser Sitzung, ich halte das nicht aus. Die Menschen sehen nur das, was sie sehen wollen. Meine Freunde glauben mir nicht, wenn es mir schlecht geht, weil sie nur das sehen, was zu meinem Bild passt - meiner perfektionierten Hülle, die ich ihnen zeige. Sie glauben meine Worte nicht, weil es nicht zu dem passt, was ich ihnen verkaufe. Aber dadurch sieht es in mir ja nicht so aus."
"Was würden Sie davon halten, wenn wir die Therapie beenden? Sie haben so eine tolle Entwicklung gemacht. Schauen Sie auf das Positive und nicht auf den Verlust"
Meine Therapie ist beendet.
"Sie sind ehrlich gesagt zu fit. Ich werde den Antrag nicht verlängern. Schauen Sie doch in Ihren Alltag. Sie haben einen guten Job, ein sauberes Zuhause, ein stabiles Umfeld. Das macht in meinen Augen kein Sinn mehr." - ihre Worte in der letzten Sitzung.
"Ich bin nicht wegen meinem Alltag hier. Ich bekomme mein Leben in den Griff, ich kann auch mit Schicksalsschlägen oder Veränderungen umgehen. Es sind die Nächte, die immer wiederkehrende Vergangenheit, die Ängste und Ohnmacht - all das, was damals passiert ist" - meine Worte in der ersten Sitzung.
Finde den Fehler.. Liegt es an mir..?
Damals vs heute - svv
Damals: ich habe meine Narben versteckt, darauf geachtet, dass sie keiner sieht und mich schlecht gefühlt, wenn sie doch gesehen wurden.
Heute: zeige ich sie weitestgehend offen. In meinem beruflichen Umfeld hat das nichts verloren, ansonsten stehe ich dazu und statt Angst zu haben, dass mich jemand darauf anspricht, bin ich die erschrockenen Gesichter gewohnt, die keinerlei Worte dazu verlieren.
Damals: ich wollte nicht mehrmals über dieselbe Stelle und habe viele unterschiedliche Bereiche gesucht.
Heute: tut das reißende Gefühl von bereits offener Haut sehr gut. Ich bleibe innerhalb eines Bereiches, statt zu verteilen.
Damals: wusste ich nicht weiter.
Heute: entscheide ich mich jedes Mal wieder bewusst dafür. Ich finde es schön und es gibt mir so viel.
Ich schätze ca. 11 Jahre sind zwischen damals und heute, kann es aber nicht genau sagen
Ich arbeite stetig an mir, aber manchmal ist das echt anstrengend...
Es ist mein 9. Jahrestag auf Tumblr.
Stolz? Gewohnheit? Scham? Angst? Hilflosigkeit? Dankbarkeit? - ich weiß es nicht ...
Wenn du in einer Beziehung mit einem Narzissten bist, passiert hinter deinem Rücken immer ein geheimes Leben.
Und das Gruseligste daran?
Du merkst es nicht – bis du so tief drinsteckst, dass du beginnst, deine eigene Realität infrage zu stellen.
Narzissten lügen nicht nur mit Worten.
Sie lügen durch Taten, durch Schweigen, durch ihr Verschwinden.
Sie erschaffen zwei Versionen von sich:
Eine für dich – und eine für die Außenwelt.
Während du dein Herz in die Beziehung legst,
investieren sie ihre Energie woanders:
Sie jagen Aufmerksamkeit, Bewunderung, Kontrolle – bei anderen.
Du fühlst dich ängstlich, verwirrt,
läufst auf Eierschalen.
Du spürst, dass etwas nicht stimmt –
aber sobald du es ansprichst,
drehen sie das Drehbuch um.
Sie lassen dich in der Luft hängen.
Sie sagen, du denkst zu viel.
Du seist paranoid. Zu emotional.
Aber das bist du nicht.
Deine Intuition sagt dir die Wahrheit:
Sie verbergen etwas.
Geheime Gespräche. Geheime Fantasien.
Manchmal sogar ganze geheime Beziehungen.
Sie lieben Aufmerksamkeit mehr als Loyalität.
Sie wollen von vielen bewundert werden,
statt von einem Menschen wirklich erkannt.
Sie halten dich nicht, weil sie dich lieben –
sondern weil du einen Zweck erfüllst:
Bestätigung. Trost. Kontrolle. Außenwirkung.
Und sobald du beginnst, ihre Manipulation zu durchschauen, bestrafen sie dich – mit Schweigen oder subtiler Unterdrückung.
Die Liebe, von der du dachtest, sie zu haben?
Sie war nicht echt.
Sie war eine Show.
Und du warst das Publikum.
In einer Beziehung mit einem Narzissten gibt es kein „Wir“.
Es gibt nur dich –
wie du versuchst, alles zu retten.
Während sie ein Doppelleben führen –
ohne Reue.
Sie fühlen sich nicht schlecht, weil sie dein Vertrauen missbraucht haben.
Sie fühlen sich gestört, weil du es herausgefunden hast.
Entgegen dem Vorurteil, dass Menschen, die sich schneiden, Aufmerksamkeit und Gesehen werden wollen, möchte ich das nicht. Ich mache das nicht, damit ich angesprochen werde, andere Menschen sehen, dass ich mein Päckchen zu tragen habe und/oder Hilfe bekomme.
Ich mache das für mich. Wenn ich könnte, würde ich die Abheilungsphase überspringen - nur den Moment und die Narben. Es ist ein Teil von mir, den ich sehen möchte und der mir gut tut. Da haben weder andere Menschen, noch fehlende Zuneigung etwas mit zu tun.
Ja, ich mache es an den Armen, aber nicht damit du es siehst, sondern damit ich es sehe. Auch an den Beinen oder anderen Körperteilen wird es gesehen, weil ich es nicht verstecke. Es gehört mir, es tut mir gut und es ist allein meins. Das wird jetzt wahrscheinlich Erschrecken und einige Egos treffen: Ich mache das weder für Euch, noch wegen Euch.