Annapurna Circuit Tag 10-17: Muktinath - Jomson - Kalopani -Tatopani - Sikha - Ghorepani - Hille - Nayapul
Mit dem Thorong La Pass hatten wir den Höhepunkt unserer Wanderung rund um das Annapurna-Gebirge erreicht. Vor uns lagen jedoch acht weitere interessante und anstrengende Tage. Hinter Muktinath (3.800m) führte uns der Weg durch eine karge Wüstenlandschaft ohne Schatten und durch das weite Flusstal des Kali Gandaki. Hier blies uns ein scharfer Wind Unmengen von Sand in die Gesichter. Es ging 1.080 Höhenmeter bergab bis zu unseren nächsten Stopp Jomsom (2.720m). Am nächsten Tag wurde die Landschaft langsam wieder grüner, bis wir nach 33 langen Kilometern in Kalopani (2.530m) ankamen. Immer parallel des Flusses schlängelte sich unser Weg weiter nach Tatopani (1.190m). Der Tag war sehr anstrengend, denn auf einer Distanz von 24 Kilometern stiegen wir 1.340 Höhenmeter hinab. Dafür wurden wir mit einem Bad in den heißen Quellen und einem Ruhetag belohnt. Auch Santosh und Krishna freuten sich auf etwas Erholung nach den anstrengenden letzten Tagen.
Die Pause war auch deshalb gut, weil es ab Tatopani wieder nach oben ging. Den steilen Aufstieg von 1.560 Höhenmetern nach Ghorepani (2.750m) teilten wir in zwei Etappen auf. Über endlos erscheinende Stufen erklommen wir die mit Reisterrassen bewirtschafteten Hügel. In dem hübsch gelegenen Örtchen Sikha (1.935m) fanden wir eine schöne Unterkunft, die selbst Santosh noch nicht kannte. Hier stärkten wir uns mit großartigem Dhal Bhat und einem der besten Masala Chia - alles frisch zubereitet mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Am nächsten Tag erreichten wir Ghorepani. Unser Zimmer bot einen tollen Panoramablick auf die Gebirge Dhaulagiri und Annapurna. Früh morgens wollten wir eigentlich zum berühmten Aussichtspunkt Poon Hill hinaufsteigen. Von dort hat man einen unvergleichlichen Rundumblick auf sämtliche Gipfel der Umgebung. Leider spielte das Wetter nicht mit und so blieben wir in unserer Unterkunft. Zum Glück lichteten sich die Wolken etwas später und gaben den Blick auf einen Teil der wundervollen Berglandschaft um uns herum frei.
Die letzten zwei Etappen unserer Wanderung verlangten unseren Knien und Oberschenkeln noch mal einiges ab. Vor allem der Abstieg nach Hille (1.430m) hatte es in sich. Im Grunde bestand der Weg nur aus Stufen. Nach 17 Tagen, 198 Kilometern, 6.500m Aufstieg und 6.230m Abstieg beendeten wir glücklich und stolz unseren Annapurna-Circuit in Nayapul (1.070m).
Unsere Wanderung auf dem Annapurna Circuit war etwas ganz Besonderes, das wir nie vergessen werden. Wir können jedem, der Lust auf ein solches Abenteuer hat, diesen Trek empfehlen - insbesondere in Gesellschaft zwei so großartiger Begleiter wie Santosh und Krishna.
Reis- und Buchweizenfelder rund um Muktinath.
Diesen zotteligen Begleiter auf dem Weg nach Jomsom tauften wir Bob.
Blick auf das Nilgiri-Gebirge (7.061m)
Wandern durch das stürmische Flusstal des Kali Gandaki.
Blick auf das mächtige Nilgiri-Gebirge von Jomsom aus.
Annapurna-Circuit für Eilige: Die Flugzeit vom Jomsom nach Pokhara beträgt circa 1 Stunde. Wir brauchten für diese Strecke noch ganze 7 Tage. Die Ausblicke vom Flieger müssen allerdings ebenfalls fantastisch sein.
Wir wunderten uns über das viele Holz auf den Häusern in dieser Region. Dieses dient zur Befestigung der Dächer gegen die starken Winde im Tal und als Feuerholz im Winter.
Unsere schicke Unterkunft in Kalopani: die See You-Lodge.
Auf dem Weg nach Tatopani beobachteten wir einige Männer, die am Dorfbrunnen ein Schaf sehr ausgiebig und mit Seife schrubbten. Später erfuhren wir, dass das Tier im Rahmen des Teeji-Festes (das hinduistische Frauenfest) erst geschoren und dann geschlachtet werden sollte.
Auf dem Weg hatten wir immer wieder großartige Ausblicke auf die Berge. Am Wegesrand wuchs wildes Marihuana, das jedes Kifferherz höher schlagen lassen dürfte. Zur Abwechslung führte der Pfad durch einen dichten, dschungelähnlichen Wald.
Autopanne am Berg. Gut, dass wir zu Fuß unterwegs waren. Die Touris, die mit dem Bus fuhren, saßen stundenlang fest. :-)
Diese Brücke führte über eine ziemlich angsteinflößende Schlucht. Krishna hatte es daher etwas eilig. :-)
Der höchste Pass der Welt: Check! Die tiefste Schlucht der Welt: Check!
Während die Frauen das Teeji-Fest feiern, schießen die Jungs mit ihren Flitzebögen auf Zielscheiben.
Typische Architektur der Region um Tatopani mit geschnitzten Holzfenstern.
Krishna freute sich sehr auf die heißen Quellen, ein kühles Bier und den Ruhetag in Tatopani.
Feierabendbierchen im heißen Pool von Tatopani.
Unsere Unterkunft im Grünen.
Ruhetag = Waschtag.
Hier ahnten wir noch nicht, welcher Aufstieg uns an diesem Tag nach Sikha bevorstand.
Tagesetappe erfolgreich gemeistert. Nach unserer Ankunft in Sikha kredenzte Santosh uns frische Gurken mit selbstgemachter Chili-Limetten Soße.
Um nach Ghorepani zu kommen, mussten wir drei Stunden lang über solche Stufen steigen.
Oben in Ghorepani angekommen, gab es endlich den ersten Apfelkuchen, der während der Hochsaison in jedem Teahouse auf dem Annapurna-Trek angeboten wird. Daher kommt auch dessen Spitzname: Apple Pie-Trek.
Statt Poon Hill: Der Blick beim Sonnenaufgang von unserem Zimmer auf das Dhaulagiri- und Annapurna-Massiv.
Astrid hat eine ganze Affenbande in den Bäumen am Wegesrand entdeckt.
Die letzte Flussüberquerung.
Endlich ein Blick auf den berühmten, nie bestiegenen Fishtail-Mountain (Machhapuchhre 6.698m).
Der letzte Checkpoint.
Und plötzlich ist unsere Trekking-Tour zu Ende. Auf dem Abstieg nach Nayapul haben wir die Brasilianerin Juliana und ihre beiden nepalesischen Begleiter wieder getroffen. Mit ihr verbrachten wir auch den nächsten Tag in Pokhara.






