Müde… vom Existieren.
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Müde… vom Existieren.
Bestanden
In meinem Kopf kreist nur dieses eine Wort: Bestanden. Ich habe nicht mal alle Prüfungen hinter mich gebracht, doch heute kamen die vorläufigen Ergebnisse.
Wenn ich die letzte Prüfung nicht mit einer 6 in den Sand setze habe ich bestanden. Dann habe ich diese Ausbildung überstanden - und wenn ich realistisch bin dann habe ich sogar mit einer Leistung bestanden, mit welcher ich ganz zufrieden bin.
Ich kann die Erleichterung gar nicht in Worte fassen. Es ist ein Stein von meinem Herzen gefallen. Ich habe zwar nicht damit gerechnet durchzufallen, doch es schwarz auf weiß zu haben ist nochmal was anderes.
Ich habe direkt meine Pflegemutter angerufen. Als ich ihr davon berichtete hat sie vor Freude aufgequietscht.
Es ist geschafft. Ich habe meine Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Und es fehlen nur noch zwei Wochen und es ist ganz offiziell.
Top 5!!!!
Eines Tages ist sie da. Die Person, die dich schätzt, um dich sorgt und dich so liebt wie du bist. Ganz ohne Drang und Aufwand. Es wird sich einfach richtig anfühlen. Bis dahin sind deine Tränen für die falsche Person, viel zu schade.
Ich habe mit Dir Schluss gemacht, obwohl wir gar nicht mehr zusammen waren. Das, was ich da beendet habe, war schon lange beendet. Das habe ich in dem Moment festgestellt als Du mich umarmt hast. Ich habe Dich mit zwei Dingen gesehen: Mit meinem Herz und meinem Kopf. Mein Herz hat all Deine guten Seiten gefühlt und wollte Nähe, wollte Dich nicht gehen lassen. Doch mein Kopf war erschrocken von Dir, denn er hat das Monster in Dir gesehen. Deine schlechten Seiten, die mich so verletzt haben. Ich habe Dich gesehen, mit Deinen beiden Seiten. Und plötzlich fühlten sich Deine Berührungen unangenehm an. Fast wie Missbrauch. Dabei hast Du mich nur umarmt. Du kamst mir auf einmal vor wie ein Fremder. Ich wusste, dass Du der Mensch bist, der mich am besten kennt. Und obwohl mein Herz Dich nicht loslassen wollte, hat es mein Kopf geschafft. Ich habe plötzlich einfach gespürt, dass Du nicht mehr zu meiner Welt gehörst. Und während mein Herz ab und an weint, fühle ich mich plötzlich leichter. Freier. Und vor allem: stolzer.
Ich habe es geschafft. Ich bin endlich über dich hinweg.
Noch vor ein paar Monaten bin ich unsichtbar durch die Welt gestampft und habe versucht, so wenig wie möglich mit Menschen zu interagieren. Ich habe jede Bemerkung und jeden Blick als Kritik angesehen und bin in mich gekehrt bis ich Abends alleine war und innerlich zerbrochen bin. Es ist leicht gesagt, aber wie hart es wirklich ist kann man kaum beschreiben. Wenn man jeden Abend weint, sich vor sich selber ekelt und sich fragt, womit man verdient hat dass alles und jeder sich gegen einen wendet, dann kommt man da nicht mehr so leicht raus. Meine engsten Freunde, meine Familie oder auch die Person die ich über Alles liebte, haben täglich versucht mich davon zu überzeugen, dass alles garnicht so schlimm ist wie ich es mir vorstelle, dass keiner mir etwas böses möchte und dass ich nichts falsch mache. Leider vergeblich, denn man schafft es nur aus diesem Loch raus, wenn man es wirklich will. Wenn man zu hundert Prozent davon überzeugt ist, dass diese Gedanken nicht von anderen sondern von einem selber verursacht werden, dann hat man eine Chance. Wenn man aber zusammen bricht weil die Arbeitskollegin einen auf einen Rechtschreibfehler hingewiesen oder einen fünf Minuten länger hat arbeiten lassen, und man sich einbildet sie würde einen hassen und absichtlich Kritik ausüben, dann ist man noch nicht so weit. Wie Menschen sich anderen gegenüber verhalten ist die eine Sache, aber wie man selber damit umgeht und darauf reagiert, ist der entscheidende Punkt. Mittlerweile bin ich raus aus diesem Loch und lebe mit mir selber in Harmonie und Frieden. Ich habe es geschafft. Ganz alleine. Ich habe realisiert, dass niemand es böse mit mir meint und ich mir alles selber kaputt mache indem ich solche bösen Gedanken gegenüber anderen habe. Ich habe den Unterschied zwischen beabsichtigt negativer Kritik und typisch menschlichem Verhalten in typisch menschlichen Situationen gelernt und glaubt mir, seitdem geht es mir viel besser. Das eine führt zum anderen - durch diese Erkenntnis habe ich einiges dazu gewonnen. Sowohl Selbstbewusstsein als auch Mut, Durchhaltevermögen und Stärke, in dem ich meine größte Schwäche bekämpft habe. Heute weiß ich was ich wert bin und worauf ich wert legen sollte. Ich bin stolz auf mich.
Viel geschafft. Trotzdem todunglücklich.