Hier handelt es sich lediglich um "noch so ein Fitness Pärchen", das ihre schönsten Momente mithilfe dieses Blogs festhält. Nina & Manuel - Wir leben in Wien, sind 24 & 26 Jahre alt und lieben unseren Hund, Urlaub und geiles Essen. Nebenbei schauen wir gute Filme, Serien, zocken und genießen das Leben
Ich habe auf ein Posting von Nicole Kavka via Facebook reagiert und mich mal eben als meine Lieblings-„Superheldin“ Harley Quinn beworben. Mal abgesehen von dem momentanem Hype bezüglich ihrer Person und der Faschingsanwandlung, die Haare mal eben in Rot und Blau zu tränken, fand ich sie aber schon vor Suicide Squad ziemlich geil. Warum ich sie mag, ist klar oder?
Sie ist komplett verrückt, eiskalt und würde für ihren Joker alles machen.
Ich habe Nicole bei unserem letzten Shooting mit Mali kennengelernt und habe befunden, dass sie so viel mehr mit ihrer Seite. erreichen könnte, wenn doch nur mehr Leute ihre Arbeit sehen könnten. Sie spezialisiert sich nämlich auf Hunde und Kinder und ich finde ihre Aufnahmen einfach herzig.
Jedenfalls machten wir uns zufälligerweise in dem Dorf einem Termin aus, in dem Manuel und ich auch ab nächstes Jahr wohnen werden und so erkundigte ich quasi die baldige Gassirunde im Schlosspark.
Zweimal machte uns jedoch das Wetter einen strich durch die Rechnung. Mittlerweile waren meine bestellten Harley Quinn (-ähnlichen) Schuhe auch aus China geliefert worden und ich hatte diesbezüglich keinen Stress mehr. Shirt, Hose, Kette, Armbänder und Jacke (die ich beim Shooting nicht getragen habe) habe ich mir von meiner guten Freundin Lisa ausgeborgt und für den selbtgebastelten Schläger griff ich auf einen früheren Gefallen vom Tausch eines Harley Quinn Kittels zurück.
Jedenfalls hat das Wetter dann irgendwann gepasst und die Visa Kristina bemühte sich um das perfekt verschmierte Make up einer Harley Quinn.
In Begleitung zweier blutrünstiger Kampfhunde und deren Besitzer wurden dann die Fotos geknipst. In Wahrheit sind die zwei streichelweich und von bösartig Welten entfernt. Vor allem der kleinere American Staffordshire Terrier Ravenna hatte echte Schwierigkeiten mit Nietenhalsband richtig böse auszusehen.
Ich fand mich bei diesem Shooting im Paradies. Verkleidet als Harley mit zwei Hunden an meiner Seite, fühlte sich sicher der eine oder andere Opa im Schlosspark mulmig.
Als Nicole die Fotos im Kasten hatte, kamen sogar noch zwei kleine Mädchen zu uns gelaufen und wollten ein Foto mit der Fake Harley machen. Auch staunten die Fahrer auf der Nebenfahrbahn auf der Autobahn im Stau nicht schlecht, als ich ihnen aus dem Fenster – immer noch verkleidet als Harley - die Zunge zeigte. Ganz besonders freue ich mich aber darüber, dass sich nach der Veröffentlichung der Fotos einige Leute gemeldet haben und Nicole die Fotos abkaufen wollen.
Alle Kingsman Fans kann ich im Vorhinein beruhigen, denn der Besuch ins Kino für den zweiten Kingsman: The Golden Circle lohnt sich alle mal. Aber man muss eben auch ein Fan vom ersten Teil sein, da es nun mal ein „Actionfilm der speziellen Art“ ist. Kingsman steht einfach für eine, nicht sehr durchdachte, oder an den Haaren herbeigezogenen Handlung, oft sinnlose Plottwists, Baller Trash, einer GENIALEN Kameraführung, Humor und der Vorliebe eines sympathisch, aber leicht gestörten Bösewichts. Dem war diesmal ebenso.
Der Handlung selbst behalte ich mir wie immer etwas vor. Lediglich, dass dem sonst typisch englischen Film einen amerikanischen Einfluss verpasst wird und dieser Film zur Hälfte in Kentucky spielt. Die Besetzung ist top und auch Channing Tatum und Elton Jon passen perfekt in die Nebenrollen.
Dieser Teil befasst sich mehr oder weniger mit dem Drogenkonsum und man weiß nicht so recht, auf welcher Seite man als Zuschauer jetzt eigentlich steht. Aber ich glaube, dass ist bei so einem Film auch nicht wirklich notwendig. Jedenfalls hat der Präsident mit seiner „mir egal“-Einstellung genau in überspitzem Maß wiedergespiegelt, was man über die heutigen Politiker zu glauben meint.
Anzumerken sind auch die fehlende Brutalität im Vergleich zum Kirchenmassaker im ersten Teil wie auch ein paar Fehler und die werden auch bis Ende hin nicht wirklich beantwortet, aber wie gesagt, bei solchen Filmen sollte man auch nicht kleinlich sein.
Immer wieder, sehr selten, zeigt Facebook auch die Vorteile von neuen Bekanntschaften auf. So wars auch bei dem Hobbyfotografen Amin Eisawi. Spontan machten wir uns ein Treffen für ein Shooting aus und sind in eine alte Fabrik in Niederösterreich „eingebrochen“. Sagen wir mal so, neben dem heruntergekommenen Putz, standen auch die Fenster offen, also würde ich es nicht direkt als illegal beschreiben. Dem Hausherrn würde ich aber doch ganz gerne sagen, das er mal aufkehren sollte.
Neben alten Brettern, Möbel, Maschinen fanden sich nämlich auch ziemlich gruslige Sachen, wie eben mal eine Kinderschaukel mitten im Zimmer oder ein Gebiss in irgendeiner Ecke. Amin hat mich zwar vor Ratten gewarnt, sind jedoch keiner begegnet. Auch, wenn der Stuhl auf dem ich gesessen bin, so aussah, als würde jeden Moment eine herausspringen.
Überlebt haben wir es beide. Anfangs, als ich auf einem abgefuckten Werkbank saß, waren wir beide noch etwas eingefroren, aber als ich dann auf dem Schotterkies am „Strand“ eines Teichs lag und mich in meinem schon ziemlich dreckigen Outfit wälzte, war von Stille keine Rede mehr.
Amin zählt zu der Sorte von Fotografen, mit denen man sich nebenbei auch gut unterhalten kann. Auf eine zurückhaltende Art und Weise vermittelt er einem seine Ideen. Was ich aber auch noch sehr an seinen Fotos schätze, ist die Bearbeitung. Er hat mir erzählt, dass er das fast noch lieber macht als das Fotografieren und ich bin der Meinung, das sieht man auch.
Also der Film „What happened to Monday“ wäre sicher sein Geld wert gewesen, wenn wir die Tickets nicht über energy.at gewonnen hätten. Ich darf kurz anmerken, dass es sich hierbei um den ersten Gewinn in meinem ganzen Leben handelt.
Aus Zufall fanden wir heraus, dass wir mit unserem befreundeten Pärchen Vera und Chris am Mittwoch zusammen das Kino besuchen würden. Sie hatten nämlich ebenfalls gewonnen. Unsere Hauptaufgabe bestand darin, auch noch Plätze nebeneinander zu bekommen. Manuel und Vera standen in der ewig langen Schlange der Gewinner an, während Chris und ich im Lokal gegenüber auf unsere servierte Pizza „aufpassten“. Hätten wir gewusst, dass Energy uns Trank und Mahl auf unseren Kinositzen bereitstellt, hätten wir bei der Popcorntheke sicherlich nicht so zugelangt. Aber bei dem Film hatten wir Nervennahrung auch nötig.
Ich fand es schade und absolut nicht notwendig, dass die Moderatorin für Energy uns kurz zusammenfasste, um was es denn in dem Film gehen würde, da ich zu den Menschen gehöre, die Trailer mit diversen Spoiler zu verpönen. Abgesehen davon, dass die meisten Trailer mit den besten Szenen zusammen geschnitten werden und der Witz dann beim Film oftmals verloren geht. Also, wer Spoiler jeglicher Art hasst, darf die Seite gleich schließen. Me Sorry.
Aber kurz gesagt, es ging um sieben Schwestern, alle jeweils nach einem Wochentag benannt, zusammen tragen sie die gemeinsame Identität der Karen Settman und jede darf in der mittlerweile überbevölkerten Gesellschaft und herrschenden Ein-Kind-Politik im Jahre 2043 nur an ihrem Wochentag das Haus verlassen. Die Grundidee an sich ist ja originell, jedoch erinnert mich das Ganze sehr an die Serie „Orpham Black“, wobei es sich dort nicht um Schwestern, sondern Klone handelt. Doch auch die diversen Charaktere glichen sich in mehrerer Hinsicht mit einer Differenziertheit. Im Hintergrund bildete ich mir ein paar Mal ein „Sestra“ zu vernehmen. War dann aber doch wieder nur die Tatsache, dass genetisch idente Schwestern jeweils eine individuelle Persönlichkeit entwickeln. So gab es z.B. ein kleines Genie, eine Sportskanone usw., die sich in einer komplett überwachten Welt hinter sorgfältig aufgetragenem Make-Up und Perücken versteckten. Wer diesen Film mochte, dem kann ich „Orpham Black“ nur wärmstens empfehlen.
Der Film war durchgehend futuristisch spannend und gut hinterlegt mit einer Vielzahl grausamer und unerwarteten Szenen wie z.B. heraus geschnittene Augen oder abgetrennten Körperteilen. Action war definitiv gegeben. Gefolgt mit genügend, aber unvorhersehbarem Totschlag. Jedoch war der Twist am Ende schon ab Mitte des Films zu erwarten und überzeugte mich definitiv nicht, da es schon klischeehaft ist, ein Verbrechen vor einer Menschenmenge anhand einer Projektion auf der Leinwand abzuspielen.
Nach der Zeit kommt der Wunsch zur Individualität und dem eigenem Leben immer mehr zum Vorschein. Genau das wird den Sieben auch zum Verhängnis. Nachdem ich beim letzten Film „ES“ keinen wirklichen tieferen Sinn erkennen konnte und eher eine Art Selbstverständlichkeit aufgefasst hatte, ist auch diesmal die Sinnhaftigkeit mit einem Fragezeichen zu Hinterlegen. Denn, ob man seinen eignen Nachwuchs wirklich vor die eigene schon bestehende Familie, in diesem Fall sogar eng verbundenen Siebenlingen stellt, ist fragwürdig. Die Antwort auf die Frage „what happened to Monday“ wird mit ein paar Lücken am Ende dann so gut es geht zusammen gebastelt.
Ich, als Clownhasserin hab die Erwartungen echt hoch gesetzt. Kurz vor dem Kinobesuch realisierte ich, was ich mir hier eigentlich antun würde. Rückwirkend gesehen absolut lächerlich.
Ich hasse Clowns. Das ist übrigens laut Diagnoseregister eine oft vertretene Angst und nennt sich fachlich Coulrophobie. Und absolut nichts macht mir mehr Angst. Außer fette Spinnen. Da wird dann auch das ganze Zimmer kontaminiert. Bei Horrorfilmen hingegen bin ich mittlerweile schon fast resistent geworden. Der letzte Schocker, bei dem ich wirklich aus dem Kino laufen wollte, war "Don’t Breathe”. Da das Ganze aber schon eine geraume Zeit her ist und mich diese Hexen- und Gespensterfilme auf Dauer echt schon einschläfern, wollte ich mir wirklich diesen dämlichen Clown antun.
Bei dem Thema Horrorfilm stoßen Manuel und ich immer auf ein Streitthema, aber ja auch so etwas wird in einer gut funktionierenden Ehe diskutiert. Diese „Hokuspokus“- Filme, die ich oben schon erwähnt hatte, sind meiner Meinung nach alle nach demselben Prinzip aufgebaut und eben komplett unrealistisch. Ich brauche einen Buhmann, der ein Gemetzel veranstaltet, dass das Blut nur so spritzt. Ähnlich wie bei „the Collector“ oder z.B. etwas Subtileres wie „Saw (1 - ...)“. Mittlerweile hab ich nämlich auch darüber den Überblick verloren. Zu meinen Favoriten gehört natürlich auch ganz old school „Halloween“. Die alten, wie die neuen. Wobei ich die Geschwindigkeit von Michael Myers Schritten echt kritisieren muss, da er IMMER mit seinen davon hetzenden Opfern mithalten kann. Aber worauf ich hinaus will, ist, dass ich gerne einen realistisch gestörten Psychopathen als Hauptfigur habe, der meist aufgrund einer zerrütteten Familienstruktur ein psychotisches Verhalten adaptiert. Das sind die perfekten Grundvoraussetzungen, um mich genügend zu erschüttern. Der Clown Pennywise hingegen zählte für mich wieder nur zu einem dieser fiktiven Charaktere. Es ist nicht so, dass ich es nicht schon im Vorhinein wusste. Ich habe den alten Film aus dem Jahre 1990 mit kleinen Schlafphasen inhaliert. Irgendwann hab ich dann abgedreht, weil mir die Filmdauer zu lang war. Auch diesmal hat mir mein Popo im Kinositz geschmerzt. Aber ich habe einfach auf diese grässlichen Schreckmomente gewartet, auf die Andere gerne lieber verzichten. Leider hat es den Sitz nur einmal durchgerüttelt, aber da weiß ich auch nicht, ob es tatsächlich mich gerissen hat, oder Manuel nur einem Popcorn nachgehechtet ist.
Ich erkläre mir das jetzt einfach mal mit der Tatsache, dass ich eventuell von den halbdunklen Krankenhausgängen im Nachtdienst abgehärtet bin. Oder die Hasenzähne des Clowns das Gesamtbild dezent ruiniert haben. Ganz so scheiße war der Film dann aber doch nicht. Humor hatte ich für den jungen Hypochonder, aber auch für den zweiten Jungen, der nicht seinem alter entsprechende Witze machte, übrig.
Auch die Szene mit dem Blut, das aus dem Abfluss geschossen kam, fand ich besonders „schön“. Warum der Film in Amerika aber so gut ankam, bleibt mir weiterhin unverständlich.
Black Mirror - gesellschaftliche Perversion und Drama
Die Serie war ganz schön gut getarnt zwischen den neu erschienenen Serien auf Netflix. Wir sind immer sehr skeptisch, etwas „Neues“ anzufangen, aber mein gezogener Weisheitszahn und ein bisschen Langeweile, verwehrten uns diese Besonderheit von Serie nicht.
Komplett eigenartig, fand ich, dass es in jeder Folge eine andere Besetzung gab. Komisch aber erfrischend. Die Folgen spielten womöglich auch in anderen Zeiten. Also je eine komplett andere Geschichte pro Folge. Sozusagen wie Kurzfilme, die aber alle zusammen das Gleiche vermitteln. Und zwar den Wandel der Technik und die womöglich schon fast absurden Konsequenzen. Aber eben nur fast. Denn die meisten dieser Geschichten sind leider gar nicht so unvorstellbar und bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar. Und genau das macht die Serie auch aus. Das man danach auch noch drüber nachdenkt, auch wenn es noch so paradox klingt.
Der Titel allein sagt schon voraus, dass es um die heißgeliebten Bildschirme und Handys einer moderneren Welt geht.
Ich mag vielleicht auf gesellschaftlicher Perversion und die dramatischen Enden stehen. Vielleicht ist es auch die negative Art und Weise, sich über den Wandel der modernen Technik lustig zu machen... aber
Folge 1 The National Anthem startet damit gleich ganz gut und schockiert wohl jeden Zuschauer. Der Premierminister muss ein Schwein ficken, um eine Geisel zu befreien. Nein ihr habt euch nicht verlesen. Das Ausmaß der Medien wird in den ersten paar Minuten unter Beweis gestellt.
Zwischendurch trifft man z.B. auf ein Pärchen, dessen Ehemann von Eifersucht geplagt wird, denn seine Augen zeichnen jede seiner Erinnerungen auf und diese werden natürlich genauestens analysiert. Komplett nachvollziehbar, etwas übertrieben, aber irgendwann vielleicht schlicht und ergreifend möglich.
Ganz nett fand ich auch zwei besonders verwirrende Folgen, in denen mithilfe von Technologie eine ganz andere Ebene erschaffen wird und man als Zuschauer nie wirklich sicher sein kann, ob es sich jetzt um das wirkliche Leben oder nur Einbildung handle.
Dieser schwarze Humor über das Twitterzeitalter hat wirklich etwas Tiefsinniges und ich empfehle jedem Facebook- oder Instagramopfer, sich die 3 Staffeln, die bis jetzt ausgestrahlt wurden, reinzuziehen. Die erste Staffel hat nämlich nur 3 Folgen, also von Zeitverschwendung keine Rede.
Zu unseren Hauptbeschäftigungen gehören Filme. Nur was macht man, wenn man schon fast alle guten Filme kennt und die Netflix Tiefen absolut gar nichts mehr hergeben? Man schaut sich Filme wie „I Boy“ an. „Irgendwie klingt das schon scheiße“ „Ja egal, der ist gut bewertet“. Wow, ein Netflix Film der von Netflix gut bewertet wird? Sachen gibt’s.
Hauptdarsteller ist irgendein Engländer namens Tom, den wir noch nie zuvor gesehen hatten und einfach etwas langsam wirkte (mit deutscher Synchronisierung ist der ganze Film übrigens noch schlechter). Tom war verliebt in die kleine Aria von „Game of Thrones“, also in Lucy, die als Tochter der Starks eindeutig besser spielte. Sie passte absolut gar nicht in die Rolle. Schon im Buch „das Lied von Eis und Feuer“ wurde sie als Fischgesicht beschrieben und nun soll sie die beliebte Schülerin einer abgefuckten Highschool sein? Tom gerät in eine Schießerei und plötzlich ist ein Teil seines Handys in seinem Kopf. Das haben wir erst überrissen, als es explizit ein zweites Mal im Film ausgesprochen wurde. Danach ist ihm ein bisschen schwummrig und alles blinkt in seinem Kopf. Er kann das Internet und alle in der Nähe liegenden elektronischen Geräte mit seinen Gedanken steuern. Coole Sache. Eigentlich, wenn man diese Gabe auch gut nutzen würde. Aber Tom zögert die Verfolgung der Täter seiner hässlichen Narbe am Kopf über den ganzen Film raus.
Er hat bereits in den ersten Sekunden Beweise gegen die (Möchtegern-)Verbrecher, nutzt sie aber kaum, denn er ist auf Rache aus. Vor allem wegen der kleinen Lucy, bei der er keinen graden Satz raus bekommt. Er legt sich dafür eine geheime Identität zu: „Iboy“. In keinster Weise zeigt dieser Sympathie für die Zuschauer und die Splots werden zu Ende hin immer schlechter. In den Kampfszenen packt er jedes Mal neuen Hokuspokus aus, aber die Youtube Kampfkünste, die er ungeübt umsetzt, übertreffen dann alles. Hätte man die Idee des Filmes eine kleine Spur besser umgesetzt, den Film anders benannt und ihn vor allem mit besseren Schauspielern besetzt, hätte man vielleicht etwas aus der Geschichte machen können. Aber ganz sicher bin ich mir dabei auch nicht.
Nein, ich versuche hier keine Werbung für ein Schneeballsystem zu machen oder vertreibe hier irgendwelche Produkte. Das Ergebnis von eingenommenen 1.530 € in knapp 3 Wochen hat uns fast schon erschüttert. Mit einem geringen Aufwand und ein bisschen Geschick haben wir quasi aus unnützen Dingen und Dingen, von denen wir gar nicht mehr wussten, sie zu haben, Geld gemacht. Unsere Kohle lag also bereits in unserem Keller, im Abstellraum und eigentlich quer über die Wohnung verteilt. Wir haben solche Dinge ALLE daheim. Sei es ein verstaubtes Tablet, alte Stofftiere oder ein Rucksack ganz hinten im Schrank.
Ich hab aus dem Projekt: „Wir verkaufen übers Internet“ eine kleine Wissenschaft gemacht. Der Umzug kam uns nur gelegen, uns auf die Suche nach unnützen Dingen zu machen.
Was mich persönlich immer davon abgehalten hat, diverse Dinge wie Gewand oder Schuhe übers Internet zu verkaufen, war das Fotografieren der Kluft. Es waren ja nicht nur ein zwei Teile, nein mein Schrank war voll mit Bekleidung, die ich nie oder kaum getragen hatte, aber zu schade zum Spenden waren. Ab und an, wenn nicht sogar regelmäßig, habe ich Westen und Jacken, wie Shirts und alte Jeans in den Caritas Container bei der nächsten Stiege „entsorgt“, aber z.B. die Fortgeh-Kleider aus meinen 16-18 Jahre Zeiten schienen mir etwas ungeeignet. Ich hatte schließlich sogar Teile im Kasten, die noch mit dem Einkaufsschild versehen waren. Da muss man dann ganz einfach durch und ladet sich am besten eine Freundin ein oder wie es bei uns der Fall war, probierte ich mein ganzes Gewand an, als meine Schwiegermutter das Wochenende bei uns verbrachte und wir trennten zwischen Spende und Verkauf. Bei jedem Teil machte ich ein Foto vom Kleidungsstück, wie dem Größe-Etikett. (TIPP: Manche Teile muss man echt anziehen, um sie gut zu fotografieren, kommt meiner Meinung nach immer besser!) Manche Kleider konnte ich aber gar nicht mehr probieren, weil sie viel zu groß oder klein waren. Ich musste über die 32er Hose genauso schmunzelt, wie über den XL-Pulli und beschloss, dass ich wohl beide nie mehr brauchen werde. Jedenfalls war ich danach durchgeschwitzt und stand vor 5 schwarzen Müllsäcken, komplett gefüllt mit Gewand. Mein Schrank war dennoch gut befüllt, aber ich hatte das Gefühl, plötzlich mehr zum Anziehen zu finden, einfach weil Teile drin waren, die wirklich als potentielles Outfit in Frage kamen.
Ich verabschiedete mich im Anschluss auch von meinen hohen Schuhen, die ich einmal oder keinmal getragen hatte. Ich hatte sogar Schuhe, die gar nicht in meiner Größe waren. Warum?! Egal, alles wieder in einen Sack. Aber vorher von jeder Seite und in gutem Licht fotografieren. Am besten wieder mit Größe. Außerdem hatte ich Nikes in allen Farben, benutzte aber ausschließlich meine Converse. Ich entschied mich für zwei Paar, der Rest musste mich wohl oder übel verlassen.
Und weil ich schon mal dabei war, durchsuchte ich alle Kästen nach Utensilien, ohne die ich, ohne Probleme weiter leben konnte. Bei den verdienten 1.500 € muss man auch bedenken, dass wir relativ viele Möbel verkauft haben, wie z.B. eine Couch oder eine Wohnwand. Doch dies waren lediglich 250 € und 85 € und ich trau mich trotz allem behaupten, dass der Kleinscheiß den meisten Profit erbrachte. Ich fand einiges. Darunter ein funktionstüchtiges Tablet, wie ein Tablet mit zersprungenen Bildschirm. Ja auch sowas wird ohne Probleme übers Internet für 10 € gekauft. Die Dinge müssen nur dementsprechend runter gesetzt werden und man muss sich selber eingestehen, dass sie kaum mehr Wert haben. Denn vor allem Gewand gibt es schon sehr günstig in Geschäften wie im Primark, aber wenn man ein für sich unbrauchbares T-Shirt um 1 € verkauft, bekommt man bei 20 Shirts nun mal 20 €. Aber auch Dinge wie Tablets, Handys oder Playstation Spiele verlieren wahnsinnig schnell an Wert.
Ich habe überwiegend die Plattformen Willhaben, Shpock und div. Facebook Gruppen für den Verkauf genutzt. Von Kleiderkreisel hab ich mich schnell verabschiedet, weil ich zum Großteil von Deutschen kontaktiert wurde und ich meine Kleidungsstücke nicht versenden wollte, da der Versand wohl den Verkaufspreis sprengte. Ein Thomas Sabo Armband im Wert von 50-60 € habe ich zur Post gebracht, das schien mir den Aufwand dann doch wert. Bei Shpock wird verhandelt. Immer. Bei Willhaben bestand ich auf mein Angebot. Dennoch ging niemand mit leeren Händen heim. Manuel flüsterte mir öfters zu, ich solle mit dem Preis runter gehen. Das beste Beispiel war eine Kugelfischlampe, geschnitzt aus einer Kokosnuss aus Ägypten. Manuel lachte mich aus und behauptete, ich müsse dem Käufer noch etwas drauf zahlen. Auch meine beste Freundin kam an einem Nachmittag vorbei und kommentierte, wie hässlich diese Lampe sei und das ich dafür wohl nichts bekommen werde. Zufällig genau in diesem Moment (diese Geschichte ist nicht erfunden) und zu meiner Freude kam ein Anruf bezüglich genau dieser Lampe. Ich bekam 25 € und die zwei ließen mich weiter in Ruhe verscherbeln.
Die Leute stritten sich förmlich um unsere Balkonmöbel, die ich um 160 € verkaufte. Aber bei mir galt die Regel, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Und so kam eine Frau früher von der Arbeit angerannt um die Möbel in den Lift zu stopfen und dann zwei Stunden vor der Wohnung auf ihren Mann zu warten.
Ganz interessant war auch der Besuch von einem Inder und seiner Gefolgschaft, die panische Angst vor unserem Hund hatten und ein paar Mal zur Seite sprangen, als er sie beschnüffeln wollte. Sie haben aber, unverletzt die Wohnung mit unserer Wohnwand verlassen. Das Skurrilste, das mir jedoch passierte, war das Tauschangebot für mein altes Tablet. Der wollte uns nämlich ernsthaft seinen Hund verkaufen. Wir alarmierten die Polizei und ich geigte ihm die Meinung, hoffen aber der Welpe findet ein besseres Zuhause.
Ansonsten fanden sich noch Dinge, wie zwei Bürostühle (mit kleinen Mängel), div. Regale, ein komplettes Nagelset mit Lampe, Inline Skates, mit denen ich nicht fahren konnte, einige Taschen, Rucksäcke, Stofftiere, alte Handyhüllen, die höchstens zwei Tage benutzt wurden, Schmuck, ein Wäschekorb, eine Laufleine, Beißkorb, Hundespielzeug, dass wir verschenkten, der Ergometer für 30€, der nur rumstand, alte Hello Kitty Bettwäsche, mein alter PC mit Tastatur und Bildschirm für insg. 250€, ein Schreibtisch für 35€, ein zweite Waage, div. Spiele oder Brettspiele, eine Spiegelreflex für 200€, eine zerkratzte Kamera für 10€, Armbanduhren, eine Wanduhr, Bilder, ein alter Spiegel, ein Gameboy, eine E-Zigarette, meine alten Pillen, die ich abgesetzt hatte, ein kleiner Schrank, eine X-Box, ein altes Skateboard um 5€, wie ein neues Longboard um 70€. Sogar eine alte kaputte Matratze um 5€ !!!! Wurden mehrere Artikel von einem Käufer mitgenommen, zog ich gern noch ein paar Euro ab und gewisse Schuhe, Bücher und Spiele wurden einfach mitgegeben.
Nach ein paar Tagen rutschen die Anzeigen auf Willhaben und Facebook jedoch immer weiter runter, es bietet sich also an, alle übrigen Anzeigen zu löschen, billiger anzubieten und sie nochmals hochzuladen. Zeitweise war es echt anstrengend und ich wollte gelegentlich mein Handy vom Balkon schmeißen, weil so viele Anfragen kamen. Irgendwann wurde ich dann auch von Facebook für zwei Tage blockiert, da ich wohl zu viele Nachrichten geschrieben hatte.
Auch habe ich mich in der Zeit nie an die Käufer angepasst, sondern gab selbst Zeit und immer die Wohnadresse an. Natürlich bot ich mehrere Möglichkeiten bezüglich der Uhrzeit oder dem Tag an, aber ich kam den Leuten zeitlich nicht entgegen und richtete NICHT meinen Tagesablauf danach, da es jederzeit passieren kann, dass man auf unverlässliche Personen trifft und wartet und wartet…..
Jedenfalls jetzt, wo wir in einer nahezu leeren und sehr aufgeräumten Wohnung leben, nehme vor allem ich mir vor, jeden Kauf in Zukunft zu überdenken und mich von unnützen Dingen sofort zu trennen. Und ich kann jedem für eine kleine Summe Geld das Selbe empfehlen.
Facebook zeigt uns neben den fast nur negativen Eigenschaften auch mal kleine Freuden und Vorteile im Leben. Einer davon war die Bekanntschaft mit Nicole K. letztes Wochenende. Sie lud Mali und mich für ein Fotoshooting nach Baden ein. Zufälligerweise genau in dem Dorf, in dem wir unser weiteres Leben planen würden. Samstag Früh trafen wir uns vor dem Schloss und Nicole machte ja fast schon spontan Fotos von uns. Es gab zwar eine ungefähre Vorlage, welche Positionen Mali und ich einnehmen sollten, aber doch wurden meist nur 3-4 Fotos geschossen. Zu unserer Überraschung war das Shooting auch schon nach gefühlten Minuten verflogen und wir, Manuel, Mali und ich, spazierten noch zu dritt durch den Wald. Ganz stolz auf unser Bärchen.
Zwei Tage später, waren die Fotos auch schon in unserem E-Mail Ordner und wir waren begeistert! Man sollte nämlich auch bedenken, dass es gar nicht so einfach ist, Tiere, vor allem Hunde wie Mali, die gern mal bei einem Shooting zwischendurch abhauen, sich zu viel bewegen, nur schwer ruhig sitzen können und gern mal den Popsch in die Kamera drehen, zu fotografieren.
Nicole zählt definitiv zu den Fotografinnen, die nicht viele Fotos machen müssen, um ein perfekte Ergebnis zu erzielen. Außerdem freue ich mich schon auf unser nächstes Shooting, mit einem anderen tierischen Begleiter.
Mario Traar und ich vereinbarten ca. zwei Monate zuvor einen Termin und kurze Zeit davor wurde nochmals telefonisch alles besprochen. Ich finde ein bisschen Planung, wenigstens ein ganz klein bisschen, ist Voraussetzung für ein Shooting. Deshalb fand ich Marios Planung super.
Er sagte mir wo, was und wie und das Shooting lief wie am Schnürchen. Er gehört zu einer der sympathischsten Fotografen, die ich kennen lernen durfte und gibt klare Anweisungen. Neben dem Familienvater fühlt man sich übrigens richtig winzig.
Nach ein paar Minuten sind wir auch komplett reingekippt und ich glaube das Shooting dauerte 4 Stunden. Ich hab mich selten so wohl vor der Kamera gefühlt und wir hatten noch dazu ein oberstes Deck einer Garage ganz für uns mit wunderschönen Ausblick auf den Wiener Prater.
Ich folge euch seit ein paar Monaten und bin bis auf ein Paar Kommentare eigentlich immer stille Mitleserin.
Aber der letzte Post von euch “unsere Entscheidungen” bewegt mich nun dazu, auch mal meinen Senf dazu zu geben 😊
Ich kenne euch nicht persönlich, aber ganz ehrlich, ich bin begeistert von euren Posts, wie ihr euch der Öffentlichkeit präsentiert, aber vor allem wie ihr zueinander steht und euch eure gemeinsamen Träume & Ziele verwirklicht, unabhängig davon was alle anderen denken oder sagen.
Ich finde euch einfach großartig und um ehrlich zu sein, verfolge ich eure Beiträge fast schon so, als würde ich meine Lieblingsserie schauen. (Glaubt jetzt aber bitte nicht, dass ich ein verrückter Stalker bin 😂)
Ich versteh nicht warum es so viele Menschen da draußen gibt, die euch so ungut bzw. bösartig begegnen. Kann doch jeder machen was er möchte und ich finde, ihr macht alles richtig. Vlt habt ihr früh geheiratet, na und? Wer bestimmt was kurz und was lang ist? Mag sein das es waghalsig war einfach zu einem “fremden” nach Graz zu fahren. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt.
Und wenn ich euch zwei so sehe, sehe ich ein absolutes Traumpaar, welches man sich als Vorbild nehmen kann bzw. sollte und dass ihr alles richtig macht.
Man spürt, obwohl es nur Fotos sind, eure tiefe Verbundenheit - ihr seit kein 0815 Paar, ihr seit so viel mehr. 😍
Klingt vielleicht blöd, aber ihr kommt beide so extrem symphatisch, ehrlich und authentisch rüber, dass ich mir schon oft gedacht habe, die zwei würd ich gern mal im echten Leben kennen lernen.
Auf jeden Fall, worauf ich eigentlich hinaus will, nach einem halben Roman 🙈 … Lasst euch nicht unterkriegen oder von Neidern die Energie rauben. Ich finde ihr macht alles (damit meine ich natürlich alles woran ihr uns alle teilhaben lasst) großartig und ich bewundere eure taffe, coole Art!
Ich liebe eure Posts, die witzigen Texte von Nina, eure süßen Kommentare gegenseitig, die tollen Fotos, etc. - macht einfach so weiter und bleibt so genial wie ihr seit! 👍👌
Viele liebe Grüße von eurem wahrscheinlich größten Fan 😅🙄
Ich bin nun 24 Jahre alt und habe in meinem Leben schon einige Entscheidungen getroffen, die nicht ganz den Vorstellungen meines Umfeldes entsprachen. Ich will nicht sagen, dass es immer die richtigen Entschlüsse waren, aber doch haben sie mich zu diesem Punkt in meinem Leben gebracht, wo ich heute stehe. Und ich bin glücklich.
Ich habe die Schule abgebrochen gegen den Willen meiner Eltern. Ich habe mich tattoowieren lassen, obwohl mir eingetrichtert wurde, ich würde so nicht arbeiten können. Ich habe einen Job gekündigt, obwohl ich ...
...doch so „ein Glück“ mit diesem hatte. Ich bin ausgezogen, obwohl ich noch zur Schule ging. Ich habe mir einen Akita genommen, obwohl diese für Aggressivität bekannt sind und ein Hund immer mit zu viel Arbeit verbunden ist. Ich bin nach Graz gefahren, um einen Menschen zu treffen, den ich nicht kenne. Dieser ist dann ein halbes Jahr später zu mir gezogen, obwohl kaum jemand von dieser Idee begeistert war. Wir haben geheiratet, obwohl wir uns nicht so lang wie andere kannten. Unsere Hochzeit wurde von uns allein geplant und finanziert obwohl wir es wohl einfacher gestalten hätten können. Und jetzt haben wir uns ein Haus gegen den Willen so ziemlich allen Menschen, die wir kennen, gekauft. Ich will hier nicht alle in einen Topf hauen, aber der Großteil ist momentan strikt dagegen. Aber eins soll euch gesagt sein: Wir machen es trotzdem und es wird unsere Aufgabe, allen das Gegenteil zu beweisen.
Im Endeffekt bereue ich keine einzige meiner oder unserer Entscheidungen. Ich bin wahnsinnig froh, die Schule abgebrochen zu haben und habe jetzt einen Job, mit dem ich wirklich glücklich bin. Von dem damaligen Abbruch ist keine Rede und ich verdiene keinen Cent weniger, als andere. Meine Tattoos verhelfen mir heute, Menschen mit Vorurteilen auszusondern. Ich hatte meine eigene Wohnung früher als andere und diese war auch schön. Für eine gewisse Zeit. Dieser aggressive Akita wurde zu dem kuscheligsten Hund aller Zeiten. Und das ganz ohne Hundeschule. Ich habe in Graz meinen Seelenverwandten kennengelernt und konnte diesen sogar schon nach zwei Jahren heiraten. Wir ermöglichten uns SELBST unsere Traumhochzeit und der Tag wird uns für immer in Erinnerung bleiben. Und jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir mehr wollen. Wir wollen etwas Eigenes. Und wir nehmen unser Glück gern selber in die Hand und lassen uns ein Haus am „Arsch der Welt“ hinstellen und leben unseren Traum in der Natur.
Wir Menschen haben alle eine andere Vorstellung vom Leben. Manche wollen die Karriereleiter hochklettern oder eine Horde an Kinder zeugen. Ein Anderer will seinen Sport ausleben oder die Welt bereisen. Diese Dinge interessieren uns nicht. Wir wissen ganz genau, was wir für unsere Zukunft nicht wollen. Wir wollen jedenfalls nicht nur davon reden, manchmal muss man ganz einfach einen Fuß vor den Anderen setzen und schauen, wie man im Leben weiter kommt. Würden wir uns Jahre lang in einer Wohnung einsperren, aus Angst, wir wandern in den finanziellen Ruin oder erleiden eine schwere Krankheit, würden wir uns nach 30 Jahren in den Arsch beißen, wenn uns beim über die Straße gehen ein Auto überfährt.
Vorab muss ich sagen: unsere Ansprüche waren sehr hoch. Dementsprechend begann die Planung auch schon ein Jahr zuvor. Für uns sollte es die perfekte Hochzeit sein. Geheiratet wird ja nur einmal.
Die Torte von Koppitz
Unsere Vorstellung:
Tatsächlich bekommen:
Bei der Torte wurden unsere Erwartungen zu 100 Prozent erfüllt. Sie sah sogar noch ein bisschen besser aus als erwartet. Auch die Dekoration der Blumen und Erdbeeren auf der Torte war perfekt. Ich als Schokotiger, musste jedoch feststellen, dass mir der fruchtige Teil (Joghurttorte gefüllt mit Erdbeeren) sogar noch besser schmeckte und generell kam die Torte bei unseren Gästen sehr gut an. Die Lieferung passierte im Hintergrund und sie wurde im richtigen Moment aus der Kühlkammer geholt. (nebenbei: seine Hand war beim Anschneiden oben). Bestellt wurde sie bei Koppitz für nur 330 €. Jeden Cent wert.
Die Dekoration von Wruss
Vorstellung:
Tatsächlich bekommen:
Dekoriert wurde im Hintergrund direkt vor der Hochzeit, so dass Manuel noch einmal genau alles prüfen konnte. Es wurden Baumstammplatten, weißer Schleier und rote Rosen in Gläsern bestellt und das wurde dann auch gut umgesetzt. Auch wurden auf den Stehtischen Rosen in Weinflaschen platziert. Einzig und allein der Brautstrauß war nicht zu unserer Zufriedenheit, denn ich hatte angemerkt, dass ich den Strauß nicht so kompakt haben möchte, wie normal üblich, sondern ihn sehr offen und wenig Blumen. Hier muss man aber anmerken, dass Wruss nach unserem Feedback die Hälfe der Kosten vom Strauß rücküberwiesen hat.
Vorstellung:
Tatsächlich bekommen:
Kosten:
Sieben Mal Tischschmuck 273€
Der Brautstrauß nach Abzug der Hälfte 45€
Dekoration auf dem Standesamttisch 10€
10 div. Schnittblumen (rote Rosen) 23€
Lieferung und Arbeit 50 €
Streurosen 6€
Das Menü vom Schloss
Vom Essen bekamen wir durchwegs ein gutes Feedback. Außer der Tatsache, dass viele Gäste schon zuvor großen Hunger hatten. Als Vorspeise gab es Vulcanoschinken mit Melone oder Ziegenkäsebällchen. Bei der Hauptspeise konnte man zwischen Hühnerfilet in der Kürbiskernpanade mit Potatoe-Wedges und Ofengemüse oder Penne mit Kürbiskernpesto wählen. Wir haben beide das Hühnerfilet gegessen und waren begeistert. Und dann wurde ein Dessertbuffet aufgebaut mit einer Auswahl aus Apfeltiramisu, Schokokuchen, Mascarpone Erdbeertörtchen und Buchteln mit Vanillesauce. Durch den ganzen Stress am Hochzeitstag, haben wir leider nicht alles kosten können. Die Erdbeertörtchen wurden jedoch sehr gelobt.
Nach Mitternacht gab es dann Kesselgulasch gemütlich im Freien. Von dem waren wir extrem überwältigt. Eigentlich hatten wir kaum Hunger, aber das Fleisch war so derartig weich und lecker, dass wir nicht widerstehen konnten.
Getränke/Kellner
Die Kellner waren alle freundlich und flott. Wir haben sie kaum bemerkt, außer als irgendetwas in der Küche hinunter geflogen ist. Zu Trinken und Essen hatten wir immer. Getrunken wurde in Summe eigentlich relativ wenig. Denn wie schon bereits erwähnt, trinken unsere Freunde, wie wir, eigentlich kaum etwas. Zumindest einige.
Band
Die Band war voll OK. Sie konnten singen und spielen. Es handelte sich dabei um das Trio Coconuts. Diese passten sich genau unseren Wünschen an. Sie hielten sich an unsere Vorgaben bezüglich der Songliste und waren sehr spontan, als wir mit den Spielen beginnen wollten. Sie animierten die Leute, so sehr sie konnten und schafften es für einen Moment auch alle auf die Tanzfläche zu bringen.
Nach einer kurzen Frage nach Krimi Serien landete „The killing“ bei unseren Vorschlägen. Nach der ersten Folge ist meist schon alles entschieden. Entweder es wird darauf ein wochenlanger, oft auch nur tagelanger, Serien Marathon, oder wir sitzen danach enttäuscht auf der Couch und beschweren uns, dass es kaum noch gute Serien gibt und ABSOLUT nichts an Game of Thrones herankommt, wie z.B. die fünfte Staffel von American Horror Story. Die ist übrigens ein schlechter Witz.
Gut, Game of Thrones fällt auch in ein komplett anderes Genre und hat mit Serien wie „the Killing“ absolut gar keine Gemeinsamkeit. Eigentlich fällt mir auf die Schnelle gar keine Serie ein, die mit der düsteren Serie „the Killing“ Ähnlichkeit haben könnte, da die Produzenten schon so ihr eigenes Ding machen.
Im Vordergrund steht die Kriminalpolizistin Linden. Wir finden sie schrecklich. Ihre Haare, ihre Blicke und ihre Entscheidungen. Aber als Kriminalpolizistin macht sie ihre Arbeit gut. Zumindest besser als ihr neuer Kollege Holden. Den finden wir wiederum richtig sympathisch. Er war ehemaliger Drogenspitzel und das sieht man ihm auch noch an. Er spielte übrigens schon in Suicide Squad mit, falls man sich, wie wir, schwer tut, das Gesicht zuzuordnen. Uns ließ es nämlich keine Ruh, zu wissen, woher wir den Schauspieler Joel Kinnaman kennen. Er ist vorlaut, leicht aggressiv, meistens in einem Hoodie anzutreffen und nicht so scharfsinnig wie seine Kollegin.
Linden hingegen hat es bis dato noch nicht geschafft, einen Fall unaufgeklärt zu lassen und deswegen hindert ihr letzter Job sie daran, zu ihrer eigenen Hochzeit zu fahren. Ihr Sohn befindet sich in der Trotzphase, weil sie zumeist arbeitet und kaum Zeit hat. Mehr wollen wir dazu auch noch nicht sagen, weil wir erstens nicht weit genug für ein Urteil sind, noch zu viel verraten wollen.
Die amerikanische Serie soll einen dänischen Krimi wiedergeben und die erste Staffel wurde von uns in einem Zug inhaliert. Ja ich bin tatsächlich in der Arbeit gesessen und mein Kopf war schon bei der Aufklärung des Mordes von Rosie Larsen. In Krimis geht es meistens nur um den Fall und die Aufklärung. Hier handelt es sich zusätzlich aber auch noch um den sehr detailbeschriebenen Ablauf, die tragischen Auswirkungen des Mordes auf die Familie und die Folgen der Medien. Nebenbei rennt ein Wahlkampf und die Beschuldigungen verhelfen dem einen oder anderen dabei. Auch hier wird alles gut durchdacht geschildert und es gibt keine Lücken. Bei dem Zusammenspiel von Pech und Selbstjustiz gibt es früh genug dann auch Tote. Die Serie schafft es, den Zuschauer mehrmals glauben zu lassen, er wäre auf der richtigen Spur und zerstört die Hoffnung immer wieder auf ein Neues. Viele Dinge, die im Hintergrund passieren, regen zum Nachdenken für einen möglichen neuen Verdacht an und sind wichtige Details der komplexen Geschichte.