Habe mich entschlossen, die Anderen waren nicht anwesend, heute. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Arbeit nicht zu beenden! Es fällt mir nicht schwer. Es wäre eine zu schwere Aufgabe gewesen, diese Arbeit ließe sich nicht beenden. Und müsste so gemacht werden, als ließe sie sich beenden, als sei sie beendbar. Eine solche Aufgabe geht tatsächlich weiter, keine solche Aufgabe lässt sich beenden. Wir kämpfen nicht, weil wir nichts beenden. Wenn wir etwas beenden, kämpfen wir. Auch wenn wir nichts beenden, kämpfen wir. Eigentlich kämpfen wir nicht. Reflexion. Reaktion. Dort werde ich, dort muss ich, später. Es ist eine große Stille um mich. Ich bin ausgetrocknet. Ich werde, um mein Ich zu vergessen, andere Namen wählen.
Vor einiger Zeit war ich hier mit einem Freund. Vor einem Jahr war ich hier mit einer Frau. Jetzt bin ich alleine hier, ich werde nicht wiederkommen. Alle Möglichkeiten sind zu Ende. Ich werde nie wiederkommen. Hier habe ich auch PROUST gelesen, auf Französisch, und im Lesen geliebt. Und mich so gefühlt wie Marcel. Gerüche, Farben, Formen, Geräusche. Es sind Bäume und Sträucher, Gräser und Blumen. Bambus. Unzulängliche Ausdrücke für Wassertropfen, fließen, rinnen, sprudeln? Bewegung, dauernde Bewegung, Wasser, versteckt hier irgendwo, Schilf. Länglich und gebrochen, hinfallend, ein paar Halme. Benennungen sind wissenschaftlich oder oberflächlich, für mich gibt es noch keine Sprache. Ich muss sie mir schaffen, muss aufbrechen, auflösen, umbiegen, zerbrechen und neu zusammensetzen.
Eine Frau trägt ein blaues Kleid. Eine Reihenfolge. Ausschnitte. Windbewegt. Ruhig. Windbewegt. Ruhig. Windbewegt. Ruhig. Stimmen und das Knirschen von Kies. Sich entfernendes Knirschen mit Stimmen. Noch leiser, leise, der Wind. Gebüsch an Gebüsch, längliche Blätter, sich gleichend. Vereinzelte gelbe Punkte, Blüten. Ein Zweig hängt über, ein Stamm im Dazwischen. Blätter, herzförmig, massenhaft, wild, aufgebraucht bis in die Weite. Gelb. Hell. Ein einsames Gewächs in der Mitte, es windet sich um dieses. Leicht bewegt der Wind die Ästchen. Tropfen. Vögel durchdringen die Stille mit tiefen und hohen Tönen. Eine fragende Musik. Regentröpfchen, Tropfen, Nässe. In der Ferne rinnt es. Luft fließt mit Wasser. Vier Stämme bilden Verzweigungen, es zweigt und zweigt sich ab und zweigt weiter, verzweigt sich zu Wirrnis, zu Weite, zu Größe. Dünner werden die Äste, Blätter tragen sie aus, wenn sie schmal sind, ein Stamm im Dazwischen. Vor dem Schilf, hinter dem Busch. Ineinander hängen die Blätter, die Stämme, die Stämmchen, die windbewegten Zweige. Blätter, überall Blätter. Sie begründen das Sehen. Sie sind alt. Die Wiese: einzelne Blätter, Haufen von Blättern. Büsche, dunkel und hell. Frei wird der Blick, wenn er sich auftut: Blau blau blau, hell und dunkel, eine Farbe, viele Nuancen. Schattierungen. Veränderungen. Blätter, überhängend, wartend, sich öffnend, windbewegt, leise, leiser. Hell und Dunkel. Sonnenflimmern. Fallendes. Es ist ein nie zur Ruhe kommen. Stille aus Geräuschen.