Die Sache mit dem Tumor
Es ist schon komisch, kaum denkt man das Leben ist schon nervig genug werden aus den harmlosen Ergebnissen des MRTs eine mittelstarke Depression oder etwas vergleichbares
Seit der halbgaren Diagnose zerbreche ich mir wieder mal den Kopf, spiele Szenarien durch die es nie geben wird und male mir mein Leben in 2 Jahren aus, obwohl ich grade mal dazu in der Lage bin mir das Essen für 3 Tage einzuteilen und dann auch wieder nicht weiter weiß.
Ist er nun gutartig oder bösartig? Bleibt er bei den 3% Wachstumsrate oder ist da überhaupt noch was? Es ist nicht die Tatsache das ich einen Tumor habe die mich beunruhigt, es ist die Unsicherheit nicht zu wissen wie es weiter geht mit einer Prise unsicherer Ärzte die auch nicht wissen was jetzt genau mit mir falsch ist.
Und so fang ich jetzt schon wieder an an meinem Lebenstil zu zweifeln. Klar ich lebe alles andere als gesund, aber gesund war ich auch nie. Ich hegte immer schon den Glauben keine Angst vor dem Tod zu haben da mir eh schon mein Ende vorraus gesagt wurde da mein Herz irgendwann versagen wird und trotzdem schleudert mich die Nachricht des Tumors in ein Tief. Ein Tief das ich, wie mir grade klar wird niemanden zeigen will, weil mein verdrehtes Gehirn glaubt es wäre ein Zeichen von Schwäche und grade ich müsse ja Stark sein.
Und so sitze ich mal wieder hier und schreibe, schreibe weil ich mich nicht traue zu sprechen.
Wie gern würde ich jetzt mit meiner Freundin sprechen doch die ist im Urlaub und meinen Freunden möchte ich nicht diese Bürde aufsetzen. Letzten Endes ist meine große Stärke meine größte Schwäche während mein Geist wiedereinmal in Tausen Teile fällt.

















