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not being sick enough
being too sick
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@feuerundmond
biggest fears:
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being sick forever
don't ask me about my future plans.
i didn't plan to have a future.
i did not.
i didn't plan to get 22.
i don't plan to get 23.
i mean - if i do, i do.
but if i don't - remember:
i didn't plan to have a future.
kein happy end
ein kind ist ein versprechen,
kein projekt, kein experiment,
es ist seltsam dieses zu brechen,
und trotzdem zu warten auf ein happy end
die wunden sitzen tief,
verletzungen brauchen keine böse absicht,
es war nicht alles negativ,
doch das lindert den schmerz auch nicht
ich habe gehofft, dass mein leid irgendwann eine sprache spricht,
die selbst du nicht mehr überhören kannst,
es wäre eigentlich gewesen deine pflicht,
mich aufzufangen in meinem chaos und meiner angst
wieso ich überhaupt noch mitfühlend bin,
kann ich niemandem erklären,
zurück bleibt das zerrissene innere kind,
was sich einfach nicht kann wehren
ich habe verständnis für dich,
verletzte menschen verletzen menschen,
vergeben werde ich dir trotzdem nicht,
dafür musste ich schon zu viel kämpfen
ich bin kein schwieriges kind gewesen,
ich war ein kind in schwierigen umständen,
während ich noch gelernt habe zu lesen,
wollte ich dieses leben schon wieder beenden
mein verlust, die enttäuschung, die sehnsucht nach liebe,
mein schmerz passt nicht in dein bild von mir,
hast mir ein bindungstrauma gelegt in meine wiege,
obwohl ich für dein versagen nichts kann dafür
meine existenz war nie der fehler,
ich bin keine projektionsfläche deiner wut,
du alleine bist schuld an der zerstörung deiner leber,
mein ansprechen, das war mehr als mut
du hast mich im stich gelassen,
statt fürsorge kam schuld, statt halt kam vorwurf, statt hilfe kam scham,
ich verabscheue dich, kann dich nur hassen,
du hast mir all das angetan
das absprechen meiner realität, das infragestellen meiner wahrheit,
hast mich in meiner hölle zurückgelassen,
immer nur ambivalenz, niemals klarheit,
kann es immer noch nicht greifen, es nicht fassen
mein schmerz ist echt, der vertrauensbruch wiegt schwer,
hätte ich auch nur einmal das gefühl gehabt du gibst dir mühe,
aber deine bedeutungslosen floskeln waren immer nur leer,
es half auch kein verzweifelter schrei nach liebe
ich hab dich überlebt, aber der teufelskreis geht weiter,
wollte von dir nicht nur gesehen werden, sondern mich auch gefühlt wissen,
hast mir immer wieder weggenommen meine leiter,
lieber weitere wunden in meine seele gerissen
hast alle warnzeichen ignoriert, ein signalfeuer in der dunkelheit,
mein schweigen als schwäche gedeutet,
war es überforderung oder boshaftigkeit,
oder hab ich dir einfach nie etwas bedeutet?
es stimmt, es ist meine verantwortung zu heilen,
deine aufgabe wäre es gewesen mich zu beschützen,
kann diese zeilen sowieso nie mit dir teilen,
viel zu späte und geheuchelte zuneigung würde mir auch nicht nützen
mein herz blutet, wenn ich andere, fürsorgliche väter sehe,
du hast dich deiner vaterrolle immer wieder entzogen,
was ich gebraucht hätte, war echte nähe,
du hast mir lieber ins gesicht gelogen
deine gewalt wird nicht weniger gewaltvoll, auch wenn sie nur emotional stattgefunden hat,
los, mach mich wieder unsichtbar, genau dann, wenn ich am sichtbarsten bin,
das alles ist nur ein spiegel deiner ohnmacht,
als du selbst noch warst ein kind
hast meine gefühle jedes mal aufs neue invalidiert,
nenn mich von mir aus undankbar,
meine bedürfnisse und mich als menschen relativiert,
das macht es dennoch nicht weniger wahr
aus mangel von empathie, wurde ein kind ohne liebe,
hier kollidiert die realität mit deiner vorstellung,
möchte doch nur einmal fühlen, ohne dass ich davor fliehe,
ohne die gefühle zu ertränken in rum
aus dem wunsch nach bedingungungsloser annahme,
wurde ein wunsch nach reue für das, was du mir angetan hast,
ich kanns es eigentlich schon ahnen,
dass dir das so gar nicht reinpasst
deinen hohn und die abwertung kannst du behalten,
ganz im gegenteil, von mir aus sollst du für immer schweigen,
meine seele hast du eh schon längst gespalten,
das lässt sich anhand meiner diagnosen zeigen
vielleicht wirst du im nächsten leben nicht mehr mit dem vater sein belastet,
ein trostgedanke für uns beide,
ich wäre nicht mehr da, wenn du ausrastest,
und du würdest nicht mehr sehen, wie ich leide,
vielleicht doch ein happy end
- feuerundmond, 23.04.2025
idgaf if my parents are disappointed in me I'm not impressed by them either
freundschaft bis gestern
mein herz schlägt nicht mehr für dich mit
ich dachte unsere freundschaft überdauert diesen winter
doch du gingst ohne mich den nächsten schritt
wir kannten uns schon als kinder
"du hast dich so verändert, bist nicht mehr wie vorher",
das war damals dein grund
diese worte machen mich innerlich leer,
weil ich nicht verstehen kann deinen punkt
denn wir sind keine kinder mehr, wurden irgendwie erwachsen
du anders als ich und ich anders als du
vielleicht hat einer von uns versucht zu treten in fußstapfen,
versucht zu passen in diesen einen schuh
ich kann es irgendwie nachvollziehen,
dass ich nicht mehr in dein weltbild gepasst habe,
aber du kannst nicht vor der tatsache fliehen,
dass du mir zugefügt hast mehr als nur eine narbe
nennst mich eine verräterin, bezichtigst mich des lügens,
weil du nicht ändern willst deine perspektive,
ich soll mich einfach diesem toxischen system fügen,
dafür gibt es ganz sicher keine alternative
ich trau mich nicht zu trauern,
weil trauer so endgültig klingt
was bleibt ist eine mauer aus bedauern,
aus der die trauer nur so mitschwingt
kehre die scherben zusammen, die mal mein herz waren,
und schneide mich an den scharfen kanten,
sammel sie auf schon seit jahren,
damit ich schlussendlich trotzdem wieder über sie rannte
komisch, dieser schmerz wirkt so vertraut,
so vertraut, wie du mir auch einst gewesen bist,
hab meine hoffnung auf einem untergrund gebaut,
der scheinbar so bröckelig wie unsere freundschaft gewesen ist
ich habe angst - angst, dass dieser schmerz für immer bleibt,
ganz anders, als du es getan hast,
dein social media es mir immer wieder unter die nase reibt,
du lebst frei von schuld und jeglicher last
ich kann dich nicht hassen,
manchmal möcht ichs, manchmal nicht,
gleichzeitig kann ich es nicht lassen,
an dich zu denken und dieser gedanke, der sticht.
er sticht mitten ein herz, das du hast versehen mit rissen,
bist dir keines fehlers, keiner verantwortung bewusst,
hast mit sicherheit ein reines gewissen
und assoziierst meinen namen nicht mit verlust
freundschaft für immer
oder eben nur solange sie zu deiner bequemlichkeit passt
von außen magst du aussehen wie ein gewinner,
da ich in deinem leben nicht länger bin ein gebetener gast
während ich dir mehrfach hab verziehen,
konntest du nicht ein mal erheben deine stimme für mich,
selbst als ich am boden lag, zitternd, auf meinen knien,
hast du dich entschieden mich zu lassen im stich
auf die seite der schwachen stellst du dich nicht,
denn auf dieser seite springt jetzt nichts mehr für dich raus,
völlig egal, dass ich in keiner lebenslage von deiner seite wich,
holst du dir nun wo anders deinen applaus
- feuerundmond, 20.02.2025
leben
nimm das leben nicht so ernst,
du kommst eh nicht lebend raus
sieh zu, dass du schön brav lernst,
sonst sieht deine zukunft schwarz aus
du bist doch noch so jung
zu jung, um jetzt schon aufzugeben
stell dich nicht so dumm,
du musst einfach nur leben
leben heißt arbeiten,
ohne arbeit bist du nichts,
lass dich von den anderen leiten,
sonst bist du schnell der bösewicht
du musst gesellschaftsfähig sein,
leistung ist alles,
brich dir bloß nicht das bein
im falle eines falles
immer lächeln und winken, männer,
zeig niemandem deinen schmerz,
sonst kommen wir nicht auf einen nenner,
du musst verschlossen lassen dein herz
wage es nicht sie anzuzweifeln, die gesellschaft,
du bist nur ein winziges stück im system,
selbst wenn dir fehlt deine kraft,
du darfst niemals auf den knien flehen
es interessiert niemanden, wie es dir geht,
schweigen und nicht auffallen,
am punkt, an dem du nicht mehr stehst,
bitte lautlos auf den boden knallen
stör nicht ihr perfektes spiel,
arbeiten bis zum umfallen ist nur ein sinnbild,
denn keiner von ihnen bisher fiel,
keiner von ihnen hat sich bisher gekillt
und wenn einer stirbt,
dann konnte man das ja vorher nicht ahnen,
dass sich hinter der maske verzweiflung verbirgt,
auf diese idee sie niemals kamen
dass sie sich nur umbringen,
weil der druck ist zu viel,
scheiß egal, wenn sie von der decke hingen,
perfektion bleibt das oberste ziel
leistungsgesellschaft, so wird es genannt,
die karriereleiter ein hamsterrad,
es ist deine schuld, bist du ausgebrannt,
zur not drückst du einfach auf neustart
passt du nicht rein, wirst du aussortiert,
an den rand der gesellschaft gedrängt,
völlig irrelevant, ob du hast studiert,
dort ist niemand da, der dich auffängt
kämpfst du dich zurück
und erbringst wieder leistung,
dann reden sie von glück,
aber fragen nie nach dem warum
warum du dich überhaupt zurückkämpfen musstest,
ist ihnen komplett egal,
gehen davon aus, dass du wusstest,
dass du sowieso hast keine wahl
nimm das leben nicht so ernst,
du kommst eh nicht lebend raus
bis du irgendwann lernst,
du musst dir selbst geben deinen applaus
- feuerundmond, 19.01.2025
"Ich weiß es wird nicht leicht, aber ich weiß auch, dass nichts leichter wird, wenn ich es werd'."
@annawillfrt via TikTok
wie konntest du nur?
hast du auch nur eine sekunde darüber nachgedacht?
meine seele ist zersprungen
du hast sie ausgenutzt, deine macht
füll jetzt jeden tag mit rauch meine lungen
du hast mich gebrochen,
mein ich zerstört
spür deine hände auch auf meinen knochen
ich weiß nicht, ob das jemals aufhört
liebe, so hast du es genannt,
als du dir genommen hast, was du wolltest
zu allen anderen warst du immer charmant,
deshalb halten sich deine lügen auch so fest
ich kann dich nicht mal hassen,
würde dir so gern wünschen den tod,
konntest nie deine finger von mir lassen,
dich interessierte auch nicht mein verbot
du bist ein täter,
kannst deine augen davor nicht verschließen,
trau dir nicht mehr einen milimeter,
kannst du dein scheinheiliges leben echt noch genießen?
ich frag mich jeden verdammten tag
wie konntest du nur?
hoffe du landest bald möglichst im grab
und ich steh vor 'nem stein mit deiner gravur
ich kann dich nicht verabscheuen,
aber verabscheue mich selbst bis aufs blut
ach, wie würde es mich freuen,
wenn dich irgendwann trifft meine gesamte wut
aber stattdessen darfst du leben
und tun was du willst,
keinen einzigen fick darauf geben,
dass du mich langsam damit killst
hast mir alles genommen was ich hatte
und dich selbst dennoch zum opfer gemacht,
weit aufgerissen deine hässliche klappe,
wir werden schon sehen wer am ende noch lacht
karma wird dich einholen,
wenn du es am wenigsten erwartest,
es sitzt hier schon wie auf kohlen,
bis du denkst, du bist sicher und aufatmest
es ist ein besonderer platz
in der hölle für dich reserviert
ach, komm schon, reg dich nicht auf, mein schatz,
das wurde schon notiert
du hast mich angeblich so sehr geliebt,
ich würde es dir wirklich gern glauben,
die anzeige, die ich schrieb,
soll dir deine letzten nerven rauben
für deine nächste freundin wünsche ich mir,
dass sie schneller versteht als ich,
dass sie hat ein besseres gespür
und dir sofort deine nase bricht
sag mir, wie konntest du bloß?
wie konntest du mir das antun?
stellst dich hin, machst dich ganz groß,
alles nur für das kleine bisschen ruhm
wie konntest du nur?
ich werde es wahrscheinlich nie verstehen
hast geleistet mehr als einen schwur
davon kann ich jetzt aber nichts mehr sehen
du hast mich gebrochen,
mein ich zerstört,
kann nur noch darauf hoffen,
dass mich irgendjemand hört
- feuerundmond, 20.12.2024
Heile Welt
ich wollte eure heile welt nie zerstören,
aber in dieser welt hab ich keinen platz.
ihr wollt meine wahrheit nicht anhören,
wollt nicht verstehen einen einzigen satz.
fragt mich, warum ich immer aus dem rahmen fallen muss?
keine eurer erwartungen erfüllt.
nur frag ich mich, wieso man mich einrahmen muss -
bin ich ein fertiges bild?
ihr schaut mich an, aber seht mich nicht.
euer schweigen ist dabei zu laut.
ihr hört mich, aber versteht mich nicht.
für meine worte seid ihr taub.
ihr könnt es nicht begreifen,
wollt es nicht wahrhaben,
von diesem thema lieber abschweifen,
und habt doch so viele fragen.
hab meine wunden für euch offen gelegt,
meinen schmerz mit euch geteilt.
die realität wie ein sturm durch euch fegt,
hab doch nie verlangt, dass ihr mich davon heilt.
ich weiß, es ist schwer mich überhaupt noch anzublicken,
die verständnislosigkeit steht in euren gesichtern geschrieben,
könnt nur abwesend zu jeder aussage nicken,
als könnte ignoranz das alles wieder gerade biegen.
ich brauche keine anteilnahme und kein mitgefühl,
eigentlich möchte ich nur akzeptanz.
aber scheinbar ist dieser wunsch zu viel
oder hat das ganze einfach keine relevanz?
und mit jedem wort, das aus mir fällt wie gift,
wird größer meine frustration.
es wirkt, als ob es euch gar nicht trifft,
alles was bleibt ist resignation.
ihr verschließt vor meiner wahrheit eure augen,
wollt sie nicht als solche anerkennen,
sonst würdet ihr verlieren euren glauben,
ich darf noch nicht mal ihre namen nennen.
ich bin krank, werde von meinem trauma zerfressen,
ihr wartet auf meine wunderheilung.
soll alles einfach vergessen,
doch auf die frage "wie?" bleibt ihr nur stumm.
sucht gründe, um die realität in frage zu stellen,
werft um euch mit schuldgefühlen,
doch die wirklichkeit schwappt über euch in wellen,
könnt sie euch nicht von der haut spülen.
anstatt die wut auf die verantwortlichen zu lenken,
macht ihr mir lieber ein schlechtes gewissen.
ihr könnt mich ruhig in meiner eigenen schuld ertränken,
die genannten personen haben mein "ich" sowieso schon zerrissen.
ich weiß für euch ist das eine schutzmaßnahme.
lieber lehnt ihr die wirklichkeit ab,
als eine sekunde zu hören die namen,
die sich verewigt haben auf meinem unbeschriebenen blatt.
ihr reagiert mit teilnahmslosigkeit,
und ich mit wut.
dabei hätte ich mir nichts mehr gewünscht wie einfühlsamkeit
und dass ihr mir macht ein bisschen mut.
- feuerundmond, 30.10.2024
I swore I'd never be like my father,
but you can't swim away from your own blood.
Manchmal willst du verschwinden, aber alles was du wirklich willst, ist gefunden zu werden.
Perfides Spiel
Warum habt ihr so lange weggesehen?
Warum konntet ihr mich nie verstehen?
Warum habt ihr es nicht einmal versucht?
Warum wurde ich für alles direkt wieder verflucht?
Was hab ich falsch gemacht?
Wieso hab ich euch nie Freude gebracht?
Warum war immer alles falsch?
Wieso hieß es immer "Jetzt gleich knallts"?
Ich hab es immer wieder probiert,
dass alles besser wird,
dass ich besser werde,
und besser zurecht komme auf dieser Erde.
Früher war ich doch das brave Kind,
hab meine Gefühle eingesperrt in meinen Spind.
Hab immer das getan, was ich sollte,
selbst wenn ich diese Dinge nie wollte.
Wann wurde ich zum schwarzen Schaf,
war ich doch so lange brav,
wart ihr doch so lange glücklich mit mir,
auch wenn ich mich jetzt frage "Warum bin ich hier?".
Habt mir immer gesagt, dass ihr wollt, dass ich glücklich bin.
Warum nehmt ihr mich dann so nicht hin?
Sondern versucht mich nur zu dem zu formen
was eigentlich entspricht nur euren Normen.
Und eurem Bild einer perfekten Familie,
einer Tochter so lieblich wie eine Lilie.
Eine Tochter, die repräsentiert euer "Ich"
und die nie von eurer Seite wich.
Wieso fällt es mir so schwer, das zu glauben,
dass ihr versucht die Welt zu sehen mit meinen Augen?
Wenn doch alles, was ich bin, nie richtig ist
und mich meine Schuld leise zerfrisst.
Ich bin nicht euer perfektes Kind,
diese Vorstellung zerweht sanft im Wind.
Ich bin nicht das, was ihr habt in mir gesehen,
auch wenn das schwer ist mir einzugestehen.
Ich bin ein Mensch, so wie ihr auch,
fragt mich doch lieber was ich noch brauch,
um aus meinen Fehlern lernen zu können
und nicht denke ich muss vor mir selbst wegrennen.
Gebt nur einmal zu, dass auch ihr Fehler macht,
denn wer hätte das auch wirklich gedacht,
dass Fehler machen menschlich ist,
ihr könnt mir nicht sagen, dass ihr das nicht wisst.
Und auch wenn ich trotz allem euer größter Fehler bin,
hat alles im Leben einen Sinn.
Zumindest versuch ich mir das einzureden
und euch damit vielleicht zu vergeben.
Weil ihr mich eh nicht nehmt, so wie ich bin,
meine Energie dafür, die rafft dahin,
weiter zu spielen in eurem perfiden Spiel,
selbst wenn es verfolgt ein klares Ziel.
Den Schein zu wahren, um nicht zugeben zu müssen,
diese "perfekte Familie" ist echt beschissen
und die "perfekte Tochter" gibt es nicht,
eure heile Welt damit zerbricht.
Aber ich kann einfach nicht mehr,
diese Last, sie wiegt zu schwer,
ich will endlich ich sein
und das schaff ich auch ohne euch, ganz allein.
Kinder ohne Halt werden zu haltlosen Erwachsenen.
rot ist meine lieblingsfarbe
druck
leere
narben zieren die haut wie schmuck
als ob sie ein teil von mir wären
ich will etwas fühlen
ich will etwas spüren
zeit endlich abzukühlen
oder den hass noch weiter zu schüren
blut sehen
schmerz
seh' die hoffnung davon wehen
es bricht mir jedes mal aufs neue das herz
nur ein kleiner schnitt
eine weitere narbe
ein weiterer schritt
rot ist meine lieblingsfarbe
adrenalin
erleichterung
endlich der anspannung entflieh'n
als ich damit angefangen habe war ich noch viel zu jung
ein kleiner teil von mir stirbt jedes mal
mein inneres kind weint
mit silber auf meine haut mal
bin selbst mein größter feind
die selbstverletzung wird mich nicht verlassen
die methoden ändern sich nur
sie können es alle nicht fassen
wie ich mich selbst unterziehe dieser tortour
der schmerz ist angenehm
manchmal spür ich ihn gar nicht mehr
ich wünschte sie würden das auch seh'n
dass das aufhören ist so schwer
wäre die selbstverletzung nicht,
dann wäre ich nicht mehr hier
wenn man es sieht aus dieser sicht
öffnet sich eine neue tür
versteh'n
es ist eine bewältigungsstrategie
sich nur alles darum dreht
mein leben nicht zu beenden in eigenregie
- 26.06.2024, feuerundmond
wann kehre ich endlich heim?
ich möchte verschwinden
mich in luft auflösen
mich an den tod binden
niemand mehr angst einflößen
weit weg sein
an einen anderen ort gehen
dort wäre alles fein
und ich müsste nicht mehr stehen
und all die sachen aushalten,
die mich in die knie zwingen,
die meine seele spalten,
die mich auf diese gedanken bringen.
so wenig werden,
dass ich endgültig fort bin,
es wäre so leicht zu sterben
und irgendwie auch ein gewinn.
zumindest für all meine krankheiten,
die ständig versuchen mich zu töten.
müsste auf den gedanken nicht mehr rumreiten,
sie würden alle gehen flöten.
wäre nur eine weitere zahl
in der suizid aufstellung,
als hätte ich eine wahl,
warte schon lange auf die erhellung.
nur ein weiterer mensch,
der an einer krankheit starb,
dann kann jeder dazugeben seinen senf,
wieso ich es tat.
wieso ich zu diesem ausweg griff,
wäre doch alles irgendwann besser geworden,
sie auch nicht standen auf meinem sinkenden schiff,
dessen kompass schon lange nicht mehr zeigte nach norden.
irgendwann wird es soweit sein,
dann ist alles vorbei,
kehre endlich heim,
vorüber ist die quälerei.
- feuerundmond, 27.05.2024
essstörung
was ist das für eine störung, wenn sie mich nicht stört?
wenn sie einfach nur meine zweifel anhört
und sich dann nicht darüber empört,
wie ich mich dazu entscheide diese zweifel zu lösen?
macht das mich oder sie zur bösen?
ist es die essstörung oder bin es doch nur ich,
sie, die nie von meiner seite wich,
immer für mich da war,
als mich meine zweifeln im spiegel wieder ansah'n?
sie, die mir vielleicht nur gutes wollte,
auch wenn ich sie vielleicht verfluchten sollte.
dafür, dass sie mich nie verließ,
auch wenn ich wieder tränen vergieß,
weil ich alles an mir so sehr hasse
und ich irgendwie immer mehr verblasse.
sie, die nicht gemeiner ist, als ich zu mir selbst,
sie meinen hass nur anders darstellt,
meinem hass eine stimme verleiht
und sich dabei nur in die unmengen an zweifel einreiht.
alle sagen, ich soll sie hassen,
ich kann es nur nicht fassen,
dass ich etwas hassen soll,
dass nur hegt den gleichen groll,
wie ich auf mich
und mich nie lässt im stich.
essstörung.
es ist keine störung, wenn es mich nicht stört.
ich hab kein problem, solange sie niemand hört.
ich, ganz alleine, mit ihr,
sie und ich ergeben ein "wir".
sie will mir doch nur helfen,
zwischen ihr und mir liegen welten.
und trotzdem fühl ich mich ihr ganz nah,
als ob sie schon mein ganzes leben lang bei mir war.
was irgendwie auch so ist,
ohne sie ist mein leben trist.
und vor allem ohne kontrolle,
die ich doch so unbedingt wollte.
es ist keine störung, solange sie mich nicht stört,
red ich mir einfach weiter ein
und werde sicher irgendwann wieder darum wein'n.
aber im moment ist sie alles was ich will
und deswegen muss ich weiter bleiben still
und darf niemanden davon erzählen,
dass ich sie immer wieder würde wählen.
essstörung.
bin noch viel zu jung,
um gestört zu sein,
also muss ich sie halten geheim.
- feuerundmond, 11.05.2024