Das Obere Mittelrheintal ist eine UNESCO Welterbestätte und damit ist es Teil eines weltweiten Netzwerkes von Kulturdenkmälern. Die Region umfasst als uralte, historisch bedeutende Natur- und Kulturlandschaft auf einem Streckenabschnitt von 67km eine komplexe und vielschichtig kulturell geprägte Struktur. Bereits seit Jahren sind zahlreiche Gebietskörperschaften, Vereine und Interessengruppen im Welterbegebiet aktiv. Das erschwert es einzelne Aktivitäten im Tal zu bündeln und übergreifende Projekte anzustoßen und zu realisieren. Vorhandene Strukturen sind teilweise stark veraltet und touristisch unattraktiv. Zukünftig soll das Tal identitätsstärkend in einen Gesamtzusammenhang eingebunden werden und sich in seiner Komplexität als Welterbe präsentieren. Ein Wiedererkennungswert mit einem ganzheitlichen Erscheinungsbild soll geschaffen werden. Dazu ist es notwendig Strukturen inhaltlich weiterzuentwickeln und zu stärken. Ziel ist es, den Rhein als verbindendes und nicht als trennendes Element wahrzunehmen. Es soll Kommunikation zwischen den beiden Seiten hergestellt werden. Informationen müssen gebündelt und zu Informationssträngen zusammengefasst und Orte miteinander verknüpft werden. In einem Handlungsfeld zwischen Tourismus und Landschaft wird mit dem Mittel der Schichtung ein einheitliches Konzept erarbeitet. Die verschiedenen Ebenen werden durch gestalterische und inhaltliche Impulse gebündelt und aufgezeigt. Das Konzept gründet sich auf ein Netzwerk von verschiedenen Wanderrouten und Aussichtspunkten. Überlagerungen und das Aufzeigen von Informationsebenen sollen das Welterbe performativ erlebbar machen. Vorhandene Strukturen vor Ort werden ergänzt. Durch die Arbeit mit dem Bestand wird eine Balance zwischen Erhalt und Entwicklung geschaffen. Die Bevölkerung soll sich durch Partizipation mit dem Projekt identifizieren können.















