Mehr als nur eine Note, Teil 2
Am zweiten Weihnachtsfeiertag färbte sich der Horizont über der Stadt früh blassorange, als Sophie, in einer Art innerem Nebel, vor Professor Bergmanns Villa stand. Die Eiseskälte biss in ihre nackten Oberschenkel, der zu dünne Mantel warf kaum ein Gewicht auf die Scham, die sie wie eine zweite Haut trug. Sie hatte die Nächte nach diesem letzten Donnerstag kaum geschlafen. Immer wieder das Stechen von Schlägen auf ihrem Po, die Stimme des Professors in ihrem Ohr, sachlich, abwägend – und der eigene Körper, der ihn jetzt schon schmerzhaft vermisste.
Die Adresse hatte er ihr auf einen Zettel geschrieben. Ein Reihenvilla im historischen Stadtviertel, abgeschirmt hinter Rosenbüschen, eine Auffahrt voller festgefahrener, verschmutzter Schneematsch-Brocken. Die Klingel war kein Druckknopf, sondern ein filigraner Zughebel, der ein sanftes Summen im Hausinneren auslöste.
Ihre Augen wurden groß. Er empfing sie im Bademantel. Die Haare nass, wie nach einem langen Schwimmen, die nackten Füße auf kaltem Steinboden – überhaupt wirkte der große, sonst so makellos gekleidete Mann im privaten Umfeld anders. Entfesselt. Sophie versuchte, den Blick nicht auf das breite Schlüsselbein, das aus dem Bademantelkragen blitzte, zu richten. Stattdessen tastete sie die Einrichtung ab: ein riesiges Bücherregal, frisch polierte Eichenhölzer, schwere antike Teppiche, an den Wänden Gemälde von grauen, gebirgigen Küsten. Alles getragen und würdevoll wie im Büro, nur jetzt fehlte das schmutzige Neon der Uni, und stattdessen hingen milde Lichtinseln unter Kassettendecken.
"Sie sind pünktlich," sagte Bergmann. Die Stimme war stets höflich gewesen, aber jetzt, im gedämpften Nachhall des Flurs, vibrierte sie mit steiler Autorität. "Ziehen Sie die Schuhe aus, bitte. Ich mag keine Straßenslipper auf dem Läufer." Als sie es tat, spürte sie, wie ihre Zehen zitterten. Er wies ihr wortlos den Weg in das Kaminzimmer, wo ein Feuer langsam herunterbrannte.
"Setzen Sie sich. Ich mache Ihnen Kaffee." Ohne auf Antwort zu warten, verschwand er in der angrenzenden Küche.
Verloren zwischen Mahagonimöbeln und der drückenden Wärme, fiel Sophies Blick auf eine silberne Schale, in der mehrere identische Schlüsselbänder lagen. Eines hatte sogar einen kleinen, zartvioletten Pompon. Sie wusste nicht warum, aber beim Anblick liefen ihr Kaltschauer über den Rücken.
Er stellte zwei Tassen ab, Schwarz für sie, Milch für ihn, und setzte sich ihr gegenüber. Die Beine stützte er wie selbstverständlich breit, das leichte Verrutschen des Bademantels offenbarte eine andeutungsweise blaue Sehne zwischen Leiste und Oberschenkel. Sie zwang sich nach oben, auf sein Gesicht.
"Zucker?" fragte er. Sophie schüttelte den Kopf. Er rührte langsam in seiner Tasse. Mehr als vorher spürte sie, dass kein einziges Wort, kein Blick zufällig war. Draußen hinter dem Fenster ein Geräusch – Schritte im Schnee, vielleicht eine verirrte Katze – aber im Inneren dieses Hauses war alles auf sie fokussiert.
Bergmann trank einen Schluck, dann stellte er die Tasse ab. "Ich nehme an, Sie verstehen, dass Sie heute nicht als Studentin hier sind." Die Stimme war kühl, sachlich, wie in einer Prüfungssituation, aber das war keine Prüfung. "Sie sind heute… ganz einfach Sophie. Und wo Sie sitzen, entscheide ich." Und er deutete auf den Boden zu seinen Füßen.
Sophie stand auf, die Knie weich, und ließ sich, wie befohlen – wie erwartet –, auf den Teppich nieder. Der Mantel war ihr plötzlich zu warm, sie zog ihn aus, darunter nur das kurzärmlige, feine Kleid, das sie für den heutigen Tag ausgesucht hatte: schwarzer dünner Stoff, der sich an ihren Körper schmiegte. Auf ein Höschen hatte sie wie befohlen verzichtet. Ihre Hände lagen im Schoß, der Blick gesenkt. Sie merkte, wie hitzige Röte in ihrem Gesicht stieg, wie ihr Unterleib wieder dieses elektrische Vibrieren aufnahm, das sie nach Donnerstag nicht mehr losgeworden war.
Bergmann beugte sich vor, stützte sich mit einem Arm auf das Knie und griff nach ihrem Kinn. "Augenkontakt, Sophie." Seine Finger waren überraschend warm.
Er hielt ihren Blick fest, während er zu sprechen begann. "Hören Sie zu: Das Spiel von letzter Woche wiederholt sich nicht eins zu eins. Ich möchte, dass Sie lernen. Dass Sie sich weiterentwickeln." Er ließ von ihrem Kinn ab, lehnte sich zurück und breitete die Arme auf der Sofalehne aus. "Sie haben letzte Woche gezeigt, dass Sie bereit sind, Ihren Körper zu investieren, um höher zu kommen. Heute möchte ich Ihren Geist sehen. Ihre Bereitschaft, meine Wünsche im Voraus zu ahnen, sie auszuführen, bevor ich sie ausgesprochen habe. Denken Sie, Sie sind dieser Herausforderung gewachsen?"
Sophie nickte, immer noch im Klammergriff seines Blicks. Sie verstand, dass hier kein Spielraum für Zweifel war. Sie konnte nicht anders als sofort zu antworten: "Ich… ich werde mein Bestes tun, Herr Professor."
Das genügte ihm. Er stand er auf. Sie blickte auf den dunkelvioletten Teppich, und spürte den Stoff des Bademantels an ihrer Wange.
Bergmann zog den Gürtel nach – einen Moment lang war es nur das Rascheln, dann lag sein erigierter Schwanz frei vor ihr. Er war noch größer, als sie ihn in Erinnerung hatte, krümmte sich leicht nach links und glänzte bereits an der Spitze. Sophie schaute gezwungen nach oben, traf seinen Blick, und wusste, was er wollte.
"Zeigen Sie, dass Sie verstanden haben," sagte Bergmann. "Zunge raus, Sophie." Sie hatte nicht einmal Zeit, die Lippen zu befeuchten, als er schon die Eichel an ihre Zungenspitze hob und ihr langsam den gesamten Schaft in den Mund drückte. Frei von der Kontrolle des letzten Mals, nüchtern und bewusst, musste sie alles spüren: die salzige Haut, den Druck im Gaumen, das allmähliche Ziehen und Schieben seiner Hand in ihren Haar und an ihrem Nacken. Sie folgte seinem Rhythmus, kniete wie ein Kunstobjekt, das nur für diesen Moment geschaffen war. Die Kontrolle, die er über sie ausübte, war kein Schwindel mehr, sondern eine feste Größe im Raum.
Für einen Augenblick wurde es still in Bergmann. Das Kaminfeuer knackte, die Luft war elektrischer als sonst, und stattdessen flackerte etwas anderes in seinem Inneren auf. Das hier war nicht das erste Mal, dass eine Studentin auf diesem Teppich kniete, nicht das erste Mal, dass er, die Hände im Haar einer jungen Frau, den Augenblick für sich beanspruchte. Bilder aus vergangenen Jahren, Gesichter, Namen, Stile, Parfüms – sie mischten sich in seinem Hinterkopf wie Schatten in einer Galerie.
Da war das Sprachentalent aus Belgrad, kaum achtzehn, mit diesen traurigen Mandelaugen und dem ständigen Geruch nach Vanillezigaretten, die immer erst lauthals verkündet hatte, sie lasse sich nicht korrumpieren, und dann nach zwei Wochen hörig die schönsten Blowjobs gab, die er jemals bekommen hatte.
Oder die Mathematikerin, die ihre Zöpfe stets akkurat geteilt trug und dabei mit der Präzision eines Taschenmessers und einer fast sadistischen Lust an seiner Lust arbeitete – sie war ein Rätsel geblieben, bis sie nach dem Diplom sang- und klanglos verschwand.
Und dann natürlich Clara, die damals schon verlobt war – ein Verlobungsring der an ihrer linken Hand blitzte, selbst als sie wie jetzt Sophie zwischen seinen Beinen kniete und heimlich die Stunden bis zur Rückfahrt nach Hause zählte. Clara hatte ihm ihre Jungfräulichkeit am ersten Sommertag nach ihrem Abitur angeboten, als wäre das etwas, das man eintauschen kann, und dann später in immer tieferer Scham ihren Körper für ihn perfektioniert, aus Angst, er könnte sich eine Neuere suchen. Am Ende hatte sie ihn angebettelt, nie wieder Kontakt aufnehmen zu dürfen, doch zu Weihnachten sandte sie trotzdem jedes Jahr eine Grußkarte, unterschrieben mit „Ihre treue Clara.“
Er erinnerte sich an das Jahr davor, kurz nach dem Semesterstart. Celine, 21, aus der Einführungsveranstaltung, hatte auf genau diesem Teppich gekniet, damals noch in ihrer zartrosa Wollstrumpfhose, sodass die Knie nicht wund wurden. Sie war anders als Sophie. Vorlaut und immer mit einem Hauch zu viel Parfum, die Lippen fast unnatürlich rot gemalt. Celine hatte sich nach dem dritten Mal nicht mehr gesträubt; im Gegenteil, sie verlangte, dass Bergmann ihr die Hände am Rücken fesselte, während sie ihm gehorchen musste. Das war der Beginn einer langen Reihe von roten Striemen, die quer über ihren Arsch gingen, und Celine hatte ihn stets wie einen Götzen angebetet, wenn sie das Sperma aus seinem Schwanz trank. Ihre Lieblingsstellung: am liebsten auf dem Rücken, beide Beine weit hochgerissen, damit er tiefer kam. Sie hatte dabei immer ihre Mandarinen-Halskette getragen und Bergmann musste häufig grinsen, wie sehr sie die Rolle der willigen Schülerin fast übermäßig einnahm. Am Ende des Semesters kam sie mit Bestnoten aus jedem Seminar, und bis auf einen süßlich-melancholischen Abschied blieb nichts zurück.
Sophie arbeitete inzwischen an ihm, erst zögerlich, dann ehrgeizig, als wollte sie sich das schlechte Gewissen von der Zunge scheuern. Sie tastete die Adern, sog an der sensiblen Unterseite, schluckte, was ging. Ihr Würgereiz war noch nicht trainiert, aber sie kämpfte beherzt, ließ Tränen über ihre Wangen laufen, wenn er die Spitze bis in die Kehle zwang. Er hatte nicht erwartet, dass sie so konkurrenzfähig sein würde. Sie nahm mit Haut und Haar, was er ihr gab.
"Sehr gut," sagte Bergmann nach einer Weile, hob sie sanft am Kinn und betrachtete ihr gerötetes, tränennasses Gesicht. "Wie fühlt sich das an?" fragte er, und die Frage zielte nicht auf ihren Mund, sondern auf ihr Innerstes.
Sophie dachte einen Moment nach. "Als ob ich für einen Moment alles andere vergesse," sagte sie leise. "Sogar, wer ich bin."
"Geben Sie mir Ihre Hände."
Sophie streckte die Hände nach oben, und er ergriff beide Handgelenke, zog sie hoch. Mit direkten, unmissverständlichen Griffen öffnete er ihr Kleid und ließ es achtlos zu Boden fallen. Dann packte er sie wieder und zog sie zu sich aufs Sofa.
Sie verstand das Signal, noch bevor er sie am Nacken umklammerte und auf seinen Schoß zog. Der Bademantel fiel beiseite, sie spürte die weiche Haut seiner Oberschenkel und, zwischen ihren Beinen, die ungeduldige Härte, die schon eben ihren Mund gefüllt hatte. Der Stoff ihres Kleides klebte an ihren Hüften, ihre Finger suchten Halt an seiner Schulter und an der aufgepolsterten Sofalehne. Ein Moment lang wartete sie, ob er sie führen wollte – doch diesmal ließ er ihr den Vortritt.
Also griff sie selbst nach dem steifen Fleisch, hob sich leicht an, senkte sich darauf. Die Wärme, die Dehnung und das sanfte Knacken in ihrer Wirbelsäule – all das schoss wie ein Bogen durch sie hindurch, ließ sie für einen Moment scharf ausatmen. Bergmanns Hände glitten über ihre Oberschenkel, führten sie zwar, aber ohne einzugreifen. Er beobachtete, wie sie sich mit der feuchten Öffnung vorsichtig über ihn entlang tastete, erst die Spitze, dann Zentimeter für Zentimeter tiefer hinein. Sophie keuchte leise, dann saß er vollständig in ihr.
„Das ist Ihre Bühne“, sagte Bergmann leise, seine Stimme nur ein Samtrauch zwischen den knisternden Kaminholzscheiten. „Zeigen Sie mir, was Sie lernen wollen.“
Sophie begann, sich zu bewegen. Erst zaghaft, dann fordernder, spürte mit jeder Bewegung wie der Druck in ihrem Bauch zunahm, wie jeder Zentimeter von ihm sich in ihr ausbreitete und neu formte. Sie versuchte sich an die Bilder aus Filmen zu erinnern, wie man ritt, wie man sich präsentieren sollte. Aber als sie nach unten sah, begegnete sie seinem Blick – souverän, kühl, und doch voller Gefallen – und alles, was sie tun wollte, war ihm zu beweisen, dass sie nicht das naive Mädchen war, das stumm Befehle entgegennahm. Sie veränderte den Winkel, presste sich tiefer gegen ihn, das Kitzeln an der Klitoris brannte jetzt durch ihren ganzen Unterkörper. Ihre Hände ruhten auf seiner Brust, ergriff den weichen Stoff seines Bademantels, unter dem sie seine Muskeln arbeiten spürte.
Bergmann ließ sie gewähren. Manchmal zog er sie an den Hüften nach unten, manchmal zwang er sie mit einem groben Griff in die Haare, immer wieder den Blick zu halten, sich zu zeigen. Die Bewegungen wurden schneller, das Geräusch ihrer Körper lauter, schwerer, als könne die Luft das Klatschen ihrer feuchten Berührungen nicht mehr schlucken.
Sophie spürte, wie sie ihren Willen verlor. Die Kontrolle, die sie eben noch beansprucht hatte, verwandelte sich in ein wildes Strampeln gegen einen Orgasmus, der näher und näher kam. Sie ritt ihn härter, presste sich auf seinen Oberschenkeln vor und zurück, bis ihre Oberschenkel brannten. Die Hände zitterten, ihre Lippen waren feucht, ihre Brustspitzen schmerzten. Sie wollte jetzt, in diesem Moment, ihren Professor voll und ganz überwältigen – den Mann, der ihr so deutlich gezeigt hatte, wie tief er sie besitzen konnte.
Sie bewegte sich schneller, spürte das Strecken und Ziehen in ihrem Innersten, und wusste, dass sie kurz davor war, loszulassen. In ihrem Kopf brach jede Zurückhaltung, jede Demut in einen einzigen, wilden Drang aus: Sie wollte, dass er in ihr kam, sie ausfüllte, dass er sie als würdig anerkennen musste. Sophies Nägel gruben sich in die Schultern des Professors, während sie mit gespreizten Oberschenkeln härter auf ihn niederprallte. Sie spürte, wie er tiefer griff, sie festhielt, sie zum Rhythmus zwang, den er selbst kaum noch kontrollieren konnte.
"Sehr gut," presste Bergmann hervor, seine Stimme brüchiger als sonst. "Genau das will ich – mehr davon. Zeigen Sie mir, dass Sie es können."
Sophie stöhnte laut auf, entblößte ihren Hals, den Kopf in den Nacken geworfen, die Haare über den Rücken fallend. Es war ihr egal, wie sie aussah, wie sie klang. Sie war jetzt nichts als ein brennender Nerv, der nur noch kommen wollte. Sie hielt den Blick, traf seine Augen, während sie sich krümmte und durchzog von heftigsten Muskelkontraktionen hart auf seinen Schoß niederfuhr. Ihr ganzer Körper spannte sich, der Orgasmus ließ sie Zittern, und sie spürte, wie eine Hitzewelle zwischen ihren Beinen explodierte. Sie schrie seinen Namen in das hochgewölbte Zimmer, ignorierte jedes Schamgefühl.
Bergmann hielt sie blitzschnell noch fester, zog sie ganz auf sich heran, und kam dann ebenfalls. Sein Griff war eisenhart, das Gesicht kurz schmerzverzerrt, während er die Ejakulation tief in ihr auskostete. Sie spürte, wie sein Samen in sie pumpte, spürte das Pulsieren und Zittern seines Körpers, das Zittern ihrer eigenen Oberschenkel, das Prickeln in den Fingerspitzen. Für einen Moment existierte nichts als dieses gemeinsame Aufziehen und Auslaufen, das ihre Körper wie Magnetpole verschweißte.
Nach den letzten Zügen blieb Bergmann in ihr. Er drückte Sophie fest an sich, ließ eine Hand flach auf ihrem Rücken ruhen, die Finger zeichneten Kreise auf der feuchten Haut. Sie lehnte sich an ihn, noch immer zitternd, der Atem in stoßhaften Wellen, der Kopf gegen sein Schlüsselbein gelegt. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass es sich so anfühlen würde. Es war nicht demütigend. Es war ein Triumph, wenn auch nur ein sehr privater.
Sie fühlte, wie er leise lachte. Das Geräusch ihres Nachbebens, ihr leises, kehliges Lachen, wurde von Bergmanns Hand am Hinterkopf eingefangen. Er zog Sophie noch einen Zentimeter näher an sich heran, sein Kinn bohrte sich in ihren Nackensansatz, als wolle er diesen Moment konservieren. Nach einer halben Ewigkeit löste er sich, blieb aber mit dem Stab noch tief in ihr, als hätte sein Körper nicht vor, sie je wieder herzugeben. Das kräftige Pulsieren in ihrem Innern erinnerte Sophie daran, wie viel von ihm in ihr geblieben war. Der Gedanke daran war weniger schmutzig als markant, ein Stempel, der nicht abwaschbar war.
„Du bist disziplinierter als erwartet“, sagte Bergmann leise, beinahe ein Kompliment, und strich ihr mit der flachen Hand über den Scheitel. „Aber Disziplin heißt auch Kontrolle, Sophie. Glaubst du, dass du die halten kannst, wenn ich dich bitte, es mir zu zeigen?“
Ihre Antwort war ein Nicken, doch er ließ sie nicht ausweichen: „Dann fangen wir jetzt an.“
Er griff hinter sich auf einen Tisch, wo ein unscheinbares, schwarzes Etui lag. „Kennst du das?“ Er öffnete es langsam, präsentierte ihr ein glattes, metallisch glänzendes Ei, nur etwas größer als eine Dattel. Sophie schluckte. Sie hatte in keinem ihrer bisherigen Leben daran gedacht, dass so etwas einmal wichtig werden könnte.
„Entspann dich“, sagte der Professor, die Mundwinkel spöttisch zuckend. „Du hältst das jetzt in dir – und ich entscheide, wann es dir reichen muss.“ Ohne jede Hast führte er das Ei an ihre nach wie vor zitternde Spalte, drehte es langsam, ließ die Spitze erst etwas kühlen, bevor er sie mit geübter Ruhe in Sophies noch warme Öffnung drückte. Die glatte Oberfläche glitt mit einem leichten Satz zwischen die Schamlippen, ein ungewohntes, sofort elektrisierendes Gefühl, das sich fast zu schnell den Weg nach oben bahnte.
Bergmann zog sie abrupt hoch, sodass Sophie auf eine Art verkehrtem Rittlingsgriff auf seinem Schoss saß. Mit einem leisen Piepen drückte er auf den kleinen Funksender, der diskret am Schlüsselbund hing. Das Vibrieren begann sacht, kaum spürbar, nur ein Flirren direkt unter der Klitoris – dann, als wäre es ein Test, zog er sie wortlos von seinem Schoß, legte ihr einen eiskalten Wollschal um die Schultern und stellte sie, noch benommen und nackt mit flirrendem Unterleib, in den Flur.
„Zieh deine Strümpfe hoch und den langen Mantel drüber, sonst nicht,“ sagte Bergmann, als hätte er ihr einen banalen Spaziergang angekündigt, ein Nachmittagsritual. Aber der fremde Körper, der nach ihm, nach ihr roch, und das Gewicht des vibrierenden Eis, das sie in sich trug, machten aus dem Gang hinaus ins Freie einen Drahtseilakt. Sophie blickte skeptisch auf die halbgeöffneten Gardinen, das weißblasse Licht, das sich flach in den Hausflur legte. Sie keuchte leise, als sie sich bückte, um die Strümpfe über ihre Knie zu raffen; jeder Zentimeter Bewegung ließ das metallische Ei tiefer in den Muskeln arbeiten.
„Du gehst mit mir durch den Park. Halte mir die Armbeuge hin,“ befahl er, und sie tat es, weil es zum System gehörte – zum neuen System, in dem sie jetzt existierte.
Draußen war die Luft klirrend, jeder Atemzug brannte in der Lunge. Während sie über den knirschenden Schnee die Straße hinunter liefen, spürte Sophie mit jedem Schritt nicht nur das Spielzeug, sondern noch mehr die sahnige Erinnerung von Bergmanns Ejakulat in ihrem Inneren. Es schien, als hätte ihr Körper alles aufgesogen – nicht nur die Lust, sondern auch die Erinnerung an diesen Akt, als hätte ihr Uterus jetzt einen Riegel aus fremdem Genmaterial erhalten.
„Lass die Schultern unten,“ wies Bergmann sie an, „und sprich leise. So, als wären wir ein altes Ehepaar – du heute in Grau-in-Grau, ich die väterliche Gleichmut.“ Er setzte den Schritt bestimmt, als wollte er die Welt mit seiner Autorität in Form bringen.
Der Park lag wie im Winterschlaf. Vereinzelt schoben sich Familien mit Schlitten vorbei, aber die meisten Menschen waren nach den Feiertagen noch bei ihren Lieben, die Wege nahezu leer. Sophie spürte wieder, wie der Professor sie jedes Mal, wenn ein Lebewesen in Hörweite kam, extra eng an sich zog, den Finger sachte an ihrem Rücken, als ließ er sie an der kurzen Leine. „Stell dir vor, wir wären in Oxford. Bei den Philosophen geht man nach dem Lunch spazieren. Was unterscheidet uns von ihnen, Sophie?“
Sie biss sich auf die Zunge. Jeder Versuch zu antworten ließ die Muskeln in ihrem Becken zucken, das Metall tief in ihr vibrierte im Takt ihrer Schritte. „Vielleicht, dass wir… nicht nur debattieren, sondern leben, was wir diskutieren?“ Ihr war der Satz zu klug, sie hasste sich in dem Moment für die Wortwahl. Doch Bergmann schmunzelte.
„Sehr gut gesagt." Er flüsterte nun. "Weißt du, was das Schöne ist? Sogar wenn du jetzt kommen würdest, würde niemand hier draußen es merken. Nicht mal du selbst könntest es in Worte fassen.“ Er lächelte dabei, aber nicht spöttisch. Eher wie ein Kunstlehrer, der in der Skizze eines Schülers das Eigentliche entdeckt hatte.
Sie erreichten eine Brücke, die, alt und von Eis überzogen, jeden Tritt glitschig machte. An der Mitte hielt er sie an, ließ den Blick über die gefrorenen Bögen des Flusses unter ihnen schweifen. Er drehte sie sacht zu sich, als würde er ihr einen Kuss geben wollen, hielt einen Moment inne – und drückte dann den Vibrator, den sie in sich trug, auf die höchste Stufe.
Sophie hielt den Atem an. Es war, als flutete urplötzlich heißes Quecksilber durch ihr Nervensystem. Sie musste sich am Geländer festklammern, spürte, wie unter dem Mantel die Beine zu zittern begannen. Die Wellen schlugen in schneller Folge. Im selben Moment fuhr ihr die Scham in die Glieder, dass er sie so leicht an- und abschalten konnte wie eine Lampe. Sie wusste nicht, wie sie stehenbleiben sollte, ohne die Kontrolle zu verlieren.
"Es ist schön, wenn man nicht immer alles planen muss, nicht wahr?" sagte er leise, das Gesicht ganz nah an ihrem. "Manchmal muss man einfach zulassen."
Sophie stieß ein gepresstes Keuchen aus. Ihre Hände krallten sich ins Geländer, sie biss sich auf die Unterlippe, bemüht, das Stöhnen nicht aus der Kehle zu lassen. Die Muskeln in ihrem Becken zogen sich krampfartig zusammen, ein pulsierendes Dröhnen, das sie fast den Halt verlieren ließ. Sie hörte das Knirschen von Schritten im Schnee, dachte in Panik, jemand könne sie jetzt sehen, ihre Sprache, ihre Bewegungen, und das ließ die Erregung noch mehr in Entsetzen kippen.
Bergmann ließ sie nicht aus dem Blick. "Braves Mädchen," lobte er, als sie die Welle ausgehalten hatte, ohne einen Laut von sich zu geben. "Ich wusste, Sie können mehr ertragen, als Sie zugeben würden." Erst als ihr Atem wieder langsamer ging, stellte er das kleine Gerät zurück auf die Grundstufe.
Sie gingen weiter. Der Körper fühlte sich taub und zugleich überreizt an, jeder Schritt wie auf Watte, die Nervenenden noch feucht und erregt. Als sie zurück ins Haus kamen, war das erste, was Sophie tat, sich mit dem Rücken an die Wand zu lehnen, tief durchzuatmen und die Knie zusammenzupressen, um das nachklingende Vibrieren abzufangen.
Bergmann schaute sie zufrieden an, dann führte er sie wortlos in sein Arbeitszimmer, das sich am anderen Ende des Flurs befand. Es war weniger prunkvoll, mehr ein funktionaler Rückzugsort: ein massiver Schreibtisch, ein lederner Ohrensessel, davor ein Beistelltisch und ein gepolsterter Hocker. In den Regalen staubige Ordner, Totenköpfe aus Marmor, kleine gläserne Skulpturen. "Zieh den Mantel aus," sagte Bergmann, und Sophie gehorchte; ihr Körper war so hypersensibel, dass schon das Streifen über der Haut sie frösteln ließ.
Er ließ sich in den Ohrensessel sinken, die Beine satt auf das Leder gestützt. Die Bewegungen des Professors nahmen wieder dieses Überlegene, fast genießerisch Lässige an – die Kontrolle war zurück bei ihm, wie eine zweite Natur. Er deutete auf den Hocker, und Sophie verstand: sie sollte Platz nehmen, aber nicht ganz. Sie sollte sich davor hinknien, was sie auch tat, entblößt bis auf die Strümpfe, das vibrierende Metall noch auf der Grundstufe in ihr lodernd.
"Ich habe Sie heute beobachtet, Sophie," begann Bergmann, "und ich denke, Sie sind fast bereit, mir wirklich zu dienen. Aber vor allem will ich, dass Sie eines lernen: Dankbarkeit. Können Sie dankbar sein, für das, was ich Ihnen geben kann?"
Sophie nickte, den Blick zum Boden gesenkt. Ihre Beine zitterten noch, das Nachbeben des Orgasmus hing wie ein fiebriges Echo in den Muskeln. "Ja, Herr Professor," flüsterte sie.
"Das glaube ich dir. Zeigen Sie es mir."
Er griff langsam nach ihrem Kopf, streichelte sacht die Wange, schob die braunen Haare hinter ihr Ohr. Das Gesicht des Professors war nicht streng, eher gespannt, als warte er auf ihren nächsten Schritt. Ohne Widerworte schob Sophie sich auf die Knie vor ihn, positionierte den Mund auf Höhe seines Schoßes. Die Hände lagen brav auf den Oberschenkeln, als erwartete sie noch Instruktion, doch Bergmann schüttelte fast unmerklich den Kopf.
"Sie dürfen jetzt entscheiden, wie langsam Sie beginnen," sagte er, ließ dann das Handgelenk locker auf ihrer Schulter ruhen, "aber Sie hören erst auf, wenn ich es zulasse, verstanden?"
Sophie nickte. Sie erinnerte sich an den Geschmack, die Fülle, die Salzigkeit von vorhin, aber jetzt war alles bewusster, kontrollierter. Sie strich vorsichtig mit den Fingerspitzen über seine Beule in seiner Hose, nestelte dann gleich an seinem Gürtel und befreite seinen Schwanz, der, zumindest nahm Sophie das so wahr, noch vom letzten Akt glänzte. Sie leckte ihn erst nur ab, mit langen, bedachten Zügen – so, wie sie es in Videos gesehen hatte, die sie sich erst nach dem letzten Mal angesehen hatte, um es diesmal richtig zu machen. Der Professor atmete tiefer, der Brustkorb hob und senkte sich unter dem feinen Stoff.
Als sie die Eichel mit den Lippen umschloss, spürte sie deutlich, wie das vibrierende Ei immer noch in ihr tätig war; jede Bewegung, jedes Sauggeräusch ließ die Lust erneutes Echo in ihr schlagen. Sie nahm ihn mit langsamem Rhythmus in den Mund, arbeitete sich immer weiter vor, bis sie – würgend, aber stolz –den Professor so weit in den Rachen bekam, dass Tränen über ihre Wangen liefen. Sie fühlte sich dabei wie eine andere Version ihrer selbst, eine, die weniger dachte und nur spürte, dass sie ihm jetzt nicht enttäuschen durfte. Bergmann lobte sie mit leisen, aufgerauten Lauten, die sie mehr anstachelten, in rhythmischen Zügen weiterzumachen, immer wieder sein Glied mit der vollen Zunge zu umschließen, es auf- und abgleiten zu lassen. Seine Hand lag schwer auf ihrem Hinterkopf, gab ihr das Tempo manchmal vor, aber ließ sie auch eigene Initiative beweisen – ein Wechselspiel von Kontrolle und Hingabe, das sie innerlich gleichzeitig demütigte und ihr einen absurden Stolz einimpfte.
Bergmann atmete nun schneller, und Sophie erkannte an seinem Blick, dass er dem Finale näherkam. Sie hatte sich diesmal fest vorgenommen, alles zu nehmen, nicht zu zögern, nicht zurückzuzucken. Aber genau in dem Moment, als sie spürte, wie das erste Zucken durch seinen Körper fuhr, zog Bergmann mit sanfter Gewalt ihren Kopf zurück, bis nur noch die Eichel auf ihren Lippen ruhte. Sekundenbruchteile später entlud sich eine heiße, klebrige Salve quer über ihr Gesicht, traf Stirn, Wangen, ein wenig das Auge.
Sie keuchte auf, geblendet vom Sperma, das in Perlen von ihrer Nase lief. Es war so anders als in den Filmen: viel plötzlicher, viel mehr, und ein eigenartig stolzes Gefühl breitete sich in ihr aus. Sie wusste nicht, ob es Scham war oder Triumph. Sie sah aus dem Augenwinkel, wie Bergmann das Handy, das auf dem Schreibtisch lag, in die Hand nahm und mit kurzem Klick mehrere Fotos von ihrem beschmierten Gesicht machte. Sie erstarrte, dann zwang sie sich, einfach sitzen zu bleiben, das Sperma nicht wegzuwischen, sondern es sogar mit der Zunge vorsichtig vom Mundwinkel zu lecken.
„Das ist das Bild, das ich von Ihnen in Erinnerung behalten will,“ sagte der Professor leise, sein Gesicht von einer Wohlwollenheit, die Sophie fast den Boden unter den Knien wegzog. „Sie sind vielleicht meine disziplinierteste, Sophie.“ Er reichte ihr ein Taschentuch, doch sie zögerte, es zu nehmen. Stattdessen ließ sie den Nachhall des Moments wirken – das Gefühl, wie das fremde, salzige Sperma aus ihren Poren tropfte, wie ihr Atem heiß und flatternd war, wie ihr Inneres immer noch vibrierte vom Ei, das, so schien es, längst mit ihrem eigenen Rhythmus verschmolzen war.
Bergmann stand auf, streichelte ihr flüchtig das Haar und fixierte sie mit einem letzten Blick, bei dem Sophie nicht genau wusste, ob er Stolz oder Bedauern mitspielte. „Sie sollten jetzt gehen. Es reicht für heute.“ Er ließ sie kniend am Hocker zurück, zog sich sein Hemd glatt, schob das Handy in die Tasche und ließ sie im Arbeitszimmer stehen.