Von den ersten Symptomen bis zur korrekten Diagnose einer Akromegalie vergehen im Schnitt mehr als fĂŒnf Jahre.
Obwohl die Herausforderungen in der Diagnostik einer Akromegalie im Vergleich zu beispielsweise einem M. Cushing recht gering sind, mĂŒssen viele Betroffene hĂ€ufig zu lang auf einen sicheren Befund warten. Ohne Folgen bleibt dies nicht, wie etwa eine Studie aus Schweden zeigte: Je spĂ€ter die Erkrankung bei den Teilnehmern erkannt wurde, desto mehr KomorbiditĂ€ten wiesen sie auf. Ganz zu schweigen von einer deutlich schlechteren Prognose, berichtete Professor Dr. Martin Reincke von der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV des Klinikums der Uni MĂŒnchen.
Ein Grund dafĂŒr könnte sein, dass die charakteristischen VerĂ€nderungen in der Physiognomie (s.  Abb.) schleichend auftreten und als normale Alterungserscheinungen verkannt werden. Dabei sollte die DiaÂgnose eigentlich ein Kinderspiel sein: Der klinische PhĂ€notyp ist meist eindeutig, man benötige nur eine simple Bestimmung von IGF-1 (insulin-like growth factor 1) im Serum. Auch die Zahl möglicher Differenzialdiagnosen fĂ€llt gering aus. Zudem werden mehr als 99 % der FĂ€lle durch ein Hypophysenadenom hervorgerufen, das meist als MakroÂadenom (> 70 %) auftritt und sich in der Bildgebung gut darstellen lĂ€sst. Â











