Manche Gefühle sind wie gute alte Bekannte, bei mir sind es die Depressionen.
Wenn ich keine habe, erinnere ich mich nicht an sie, ich weiß nur dass sie schlimm sind.
Ich erinner mich an die bleiernde Traurigkeit, aber es ist was anderes es wieder zu spüren.
Es ist ein Unterschied, ob man sich bloß an einen Raum erinnert oder ob man tatsächlich durch die Tür hinein geht.
Ob man wieder drinn ist, es fühlt.
Die Phase kann zuerst schleichend beginnen. Ein nerviger Gedanke: Ich will nicht hier sein.
Aber dann ist es wieder vorbei.
Man wedelt es weg, wie eine Fliege oder ein schlechten Geruch.
Aber wenn es dich voll trifft, wenn du richtig drinn steckst, gibt es nur noch das.
Dann bist du das, du bist nichts anderes mehr. Rein äußerlich ändert sich nichts.
Lächeln und Vortäuschen ist wahnsinnig anstrengend, denn innen sieht es ganz anders aus.
Du fängt an dich zu hassen, du bist so einsam, so unglaublich allein.
Und selbst wenn du bei jemanden bist den du liebst, bist du nicht wirklich anwesend.
Wir denken wir wüssten was mit anderen Menschen los ist, aber das tun wir nicht.
Man weiß nie wirklich was im Kopf eines anderen vor sich geht.
Jeder kämpft ein Kampf den man nicht sehen kann.
Wir alle haben blinde Flecken.
Und du weißt es liegt an dir, das mit dir etwas nicht stimmt, was dich noch fertiger macht. Es ist verflucht beschissen und anstrengend. Und du bist wehrlos.
Es ist eine Leere und zu existieren kostet so viel Energie. Du willst im Nichts versinken, wo niemand mit dir spricht, wo du nicht lächeln oder reden oder sein musst.
Wie auch immer, ich kenn das, ich war schon mal soweit, bin aber wieder rausbekommen.
Nur der Teil des Rauskommens wird zu den Raum an dem man sich erinnert. In dem man aber nicht ist.
Und das macht Angst.
[GINNY&GEORGIA Season 2]







