SEO DAY 2017 - Recap
Am 12.10.2017 waren wir zusammen auf dem SEO Day, um neue Eindrücke und Ideen zu bekommen, welche Trends im Bereich SEO, Content und Vermarktung aktuell sind und die wir dann auf unser Projekt anwenden können. Ich will euch dabei meine Eindrücke von den Präsentationen geben, welche ich besucht habe und welche Learning ich daraus ziehe.
11 konkret umsetzbare SEO-Tipps – für jeden was dabei!
Tobias Fox, CEO bei Verdure, hat in seinem Vortrag kurz und knapp (und schnell ;)) 100 konkret umsetzbare SEO Tipps mitgegeben, die vor allem aber auch für Einsteiger gedacht sind. Trotzdem können auch erfahrene SEOs immer wieder was mitnehmen und merken, dass häufig auch schnell die „einfachen“ Sachen übersehen und nicht ausgeführt werden.
Es gibt eine einfache Möglichkeit sich per Mail über die in Analytics integrierte Search Console Berichte zusenden zu lassen. So entfällt der Export der Suchanfragen im Backend der Google Search Console und kann automatisiert werden
Nutzt Emotionen in den SERPs, um Personen auf eure Landingpage zu ziehen.
Nutzt https://answerthepublic.com/ für die Content Inspiration
Tobi hat uns TermLabs vorgestellt. Das Tool aggregiert Beiträge aus Blog, Foren und anderen Webseiten und stellte die dort gefunden Fragen zu einem Thema vor. Somit sieht man direkt wie Nutzer wirklich nach deinem Thema fragen und wie die Formulierungen aussehen. Diese können dann natürlich sehr gut in den Content Plan eingebaut werden
UpTime Robot nutzen, um direkt informiert zu werden, ob deine Seite auch erreichbar ist. Es gibt’s nichts schlimmeres, als eine nicht erreichbare Seite.
Mit Testomato können URLs überwacht werden, um, falls Änderungen stattfinden, direkt informiert zu werden. So können Links, Meta Informationen und mehr überwacht werden.
Um die interne Verlinkung zu visualisieren kann eine Kombination aus Screaming Frog und Gephi genutzt werden. Screaming Frog stellt eine Liste zusammen mit allen Links die intern auf der Seite passieren. Gephi nutzt diese Daten, um diese in einem ansprechenden Diagramm festzuhalten. So kann direkt gesehen werden, welche Seiten den meisten internen Link-Juice erhalten. Zusätzlich können so auch „schwach“ verlinkte Seiten entdeckt werden, die vielleicht hier noch die Spritze Link Juice für bessere Rankings erhalten kann.
Browser Extension können genutzt werden um Seiten direkt beim Besuch zu überwachen. Passt aber auf, was eine Extension an Informationen möchte und ob diese sicher ist.
Mousflow und Hotjar können genutzt werden um das Besucherverhalten zu tracken. So kann man genau sehen, wie die Maus sich über den Bildschirm bewegt und was der Nutzer auf der Seite macht.
Auf der Suche nach dem richtigen Influencer. Dann nutzt dafür doch Suchoperationen in Google. Bsp.: „site:xing.com/profile blogger kosmetik“ oder „site:linkedin.com/in/ deutschland blogger fashion”
Es sind immer mehr Keyword-Daten in Analytics und der Search Console „not provided“. Laut Tobi kann keyword hero das ändern. (Eigenständiges Programm, was kostenpflichtig genutzt werden muss)
Links, die echten Traffic generieren
Mario Jung ist in seinem Vortrag darauf eingegangen, dass er die These aufgestellt hat: Wenn Links wirklich genutzt werden und Traffic generieren, ist es ein wertvoller Backlink, als wenn dieser einfach nur gesetzt wird, aber nie genutzt wird. Er meint, dass seine Auswertungen ihn zu dieser Überzeugung gebracht haben. Somit beeinflussen genutzte Links das Ranking mehr, als nicht genutzte. Dies lässt sich auch an Hand eines Google Patents ablesen, was genau das besagt.
Somit soll man sich nicht nur darauf konzentrieren das eigene Backlink Profil stetig zu vergrößern und noch mehr Backlinks zu kriegen, sondern vielleicht auch einfach mal die Backlinks die man schon hat, wertvoller zu machen. Das bedeutet: Warum nur eigene Inhalte verbessern, wenn man auch externe Inhalte verbessern kann um somit die eigene Seite zu stärken. Was heißt das? Guckt Euch die Seite an, von der ihr den Link erhaltet und findet heraus wie sich diese verbessern lässt. Kontaktiert dann ggf. den Besitzer der Seite und gebt ihm die Tipps. Meistens danken sie das einem. Somit verbessert sich das Ranking dieser Seite, das sie SEO-mäßig besser wird und gibt somit den Links mehr „Juice“ ab. Win-Win Situation für alle. Und häufig baut sich so eine wertvolle Kooperation auf, dass dann auch eventuell der eigene Link noch prominenter auf der Seite dargestellt wird.
Mario Jung führte dann noch einige Beispiele auf, wo genau das eingetreten ist: Das Ranking von der Seite von der man den Link erhalten hat verbessert sich und dann auch fast direkt die Seite die verlinkt wurde.
John Müller von Google – Was sagt die Quelle?
John Müller ist Senior Webmaster Trends Analyst bei Google in Zürich und beantwortet regelmäßig Fragen von Webseiten Betreibern im Zusammenhang mit Google. Er hat keine eigene Präsentation gehalten, sondern ging auf Zuschauer Fragen ein. Die wichtigsten Learnings und Informationen für uns als Content Team aus der Beantwortung der Fragen, habe ich zusammengefasst:
Die Welt (von Google) stellt sich immer mehr auf „mobile first“ ein. Somit müssen Inhalte auch anders bewerten werden. Wurden auf Desktop Seiten „eingeklappte“ Texte nicht vom Bot bewertet und für die Google Suche in Betracht gezogen, wird sich das in der mobilen Welt ändern. Denn auf Grund des reduzierten Platzes den die mobile Geräte bieten, müssen Texte anders dargestellt werden. Beliebt und auch für den User wertvoll sind auch Klapptexte. Im mobilen Index werden diese jetzt wohl auch ausgelesen und bewertet.
Es gibt keinen „Day Zero“ an dem alle Seiten auf einen mobilen Index umgestellt werden. Sondern sie werden nach und nach darauf eingestellt. Das liegt auch daran, dass Seiten auch erst nach und nach wirklich „mobile ready“ sind. Meine Meinung: Wahrscheinlich würden Google bei einer direkten Änderung die Rankings um die Ohren fliegen und der Nutzer würde erstmal wirkliche Nutzungs-Einbußen erhalten. Und das ist nicht das Ziel von Google.
Mit dem Google Tag Manager können LIVE Tags der Seite geändert werden ohne auf den Hardcoded Text zugreifen zu müssen. Hier muss man aufpassen nicht kontroverse Tags zu nutzen wie z.B. einmal index und einmal no-index wenn das nicht beabsichtig ist. Da man ansonsten ein Ranking unbewusst verlieren kann
Microprozesse im SEO
Jens Fauldrath, CEO von get:traction, hat einen Vortrag darüber gehalten, wieviele Prozesse beim SEO gleichzeitig ablaufen und die Schwierigkeiten vorgestellt, die dabei intern wie extern auftreten können und wie man Herr darüber werden kann. Dabei können natürlich nicht alle Themen gleichzeitig angegangen werden, sondern es sollte immer eine Priorisierung stattfinden an der man sich langhangeln kann. Die wichtigsten Aspekte und Learning aus dem Vortrag waren:
Stelle sicher, dass deine Seite immer funktioniert. Erstelle dafür Seiten-Templates die du regelmäßig überwachst. Funktionieren die, sollte deine Seite auch perfekt laufen. Hilfreich dafür ist immer ein Real-Time-Monitoring.
Tracke deine Daten und vergleiche sie miteinander um Veränderungen die nicht geplant waren feststellen zu können. Denn ein Problem sollte nicht erst festgestellt werden, wenn Google einen schlechter rankt, denn dann wird es erstmal wieder schwer aus dem Loch rauszukommen.
Überwache den Status von Seiten, um hier bei ungewollten Veränderungen und dadurch eventuellen schlechten Links direkt gegensteuern zu können
Ein Tipp für die Überarbeitung von Content: In der Suchanalyse der Google Search Console nach Klicks sortieren und die URLs inhaltlich optimieren bei denen die Klicks bei gleicher Anzahl Impressionen zurückgehen.
Lernen im Prozess. Einzelne Schulungen für Themen bringen nichts (oder wenig). Das Team muss an den richtigen Schrauben mit den richtigen Leuten arbeiten. Wenn der Prozess verstanden wird, kann dieser auch optimal durchgeführt werden.
20 Tipps für mehr Conversions auf Desktop und Mobile
Nils Kattau hat uns 20 Tipps für mehr Conversions mitgebracht. Auch diese sind wie die meisten „SEO-Tipps“ häufig bekannt und einfach. Dennoch werden sie häufig nicht genutzt, obwohl sie extrem effektiv sind. Hier die passendsten für uns:
Denke beim Designen an den Nutzer. Häufig werden Betreiber „zu kreativ“ und versuchen die Seite möglichst „geil und innovativ“ zu erstellen, aber überfordern den Nutzer und Besucher damit. Natürlich sollte man weiterhin innovativ bleiben, doch das vorsichtig dosieren.
Nutzt Slide-Ins anstatt Banner aufpoppen zu lassen. Instinktiv wird ein Nutzer einem bewegendem Element die Aufmerksamkeit schicken, da dies einen uralten Schutz-Instinkt triggert.
„Frag mal Mama“. Frage beim Design und der Nutzung der Website nicht deine Kollegen oder andere „Fachleute“. Diese wissen wonach sie Suchen sollen. Frag lieber Mama. Was sagt sie über eine Seite, wofür ist die Seite da und führt deine Mutter auch die Sachen aus, die du wolltest? So erhält man häufig direkt Feedback von einem richtigen „Nutzer“.
Teilt Evergreens häufiger. Habt ihr geilen Content? Dann zeigt ihn immer wieder, denn dieser wird durchgängig wertvoll sein. Somit können sie auch in den sozialen Medien gerne auch häufiger geteilt werden.
„Have a heart for people with fat fingers”. Die mobile Nutzung soll so optimiert sein, dass jeder sie auch nutzen kann. Buttons und Design Elemente sollten dahingehend angepasst sein. Thema: Usability
Einfach gefunden – Schönere Google Rankings durch herausragende Inhalte
Reneé Dhemant, von 2012 bis 2017 bei Sistrix, zeigte auf warum Texte für den Menschen seit eh und je wichtig sind. Man könnte sagen Text und Schrift ist es, was den Menschen ausmacht. Und auch für Google haben Texte eine wichtige Bedeutung. Denn wer gute Texte liefert, kriegt Autorität und somit auch Nutzer. Qualitative Texte wirken sich somit sehr positiv aufs Ranking aus (Juhu, also doch kein SEO? ;) ). Natürlich nicht ganz so, aber es gab von René effektive Tipps zum Erstellen von qualitativen Inhalten:
Die Seite muss lesbar sein. Dafür empfiehlt René immer eine Schriftgröße von mind. 16px zu nutzen. Dabei noch ein ausreichender Kontrast, sowie Headlines und Zwischenüberschriften
Nutzt Inhaltsverzeichnisse für eine gute Struktur. Und auch der Google Crawler wird es euch danken
Quelle (Autor), RECHTSCHREIBUNG, sowie inhaltliche Tiefe kann Google schon sehr gut mit ihrem Algorithmus erfassen. Somit wird das jetzt auch deutlich besser bewertet
Gute Tools helfen Ideen für guten Content zu holen.
AnswerThePublic.com: Das Tool generiert Fragen zu eingegebenen Keywords.
Bloomberry: Häufig gestellte Fragen werden zu einem Themenfeld zusammengefasst
SISTRIX und Buzzsumo finden Toolbox Inhalte, die oft geteilt wurden
Google Trends und HyperSuggest zeigen Interessenschwerpunkte sowie verwandte Suchanfragen auf.
- Daniel Grzondziel

















