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Erwachsen werden: Das Leben ist hart
Als ich jünger war hab ich mich immer gewundert warum so viele Erwachsene so frustriert und gestresst sind. Sie alle sagen das Leben ist kurz, scheiße und hart. Als Kind hab ich das nicht verstanden. Das Leben ist doch schön?
Du kommst auf die Welt und findest alles toll. Vieles ist so schön und so gut. Es gibt vieles das du magst und liebst.
Aber dann... wirst du älter, und begreifst,d ass vieles doch garnicht so schön ist. Ja, eigentlich ist sogar alles richtig scheiße! Alles was du je gut fandest hat in Wirklichkeit eine danz finstere zweite Seite. Alles was du magst hat einen ganz fiesen Nebengeschmack. Überall wird man nur enttäuscht und verarscht! Selbst deine eigenen Eltern sind nicht das für was du sie hieltest. Nichts ist wie es scheint, niemandem kannst du vertrauen. Meine Mutter sagte mir früher, du kannst jedem alles zutrauen. Und das ist verdammt nochmal die harte Wahrheit. Das musste ich schon oft schmerzlich feststellen. Je älter ich werde, je klarer sehe ich alles und je mehr Zusammenhänge verstehe ich. Der Sänger den ich einst so toll fand: In Realität ein mega Arschloch! Als Kind denkst du ja an nichts böses. Du kommst nie im Leben darauf, das etwas das du magst auch nur im entferntesten Sinne irgendwie doof sein könnte. Doch nichts ist perfekt. Ja, es ist sogar nichts annähernd gut (genug). Überall musst du Kompromisse und Abstriche machen. Du findest ja noch nichtmal nen Stuhl der dir passt. Nichts ist so wie du es erwartest oder erhoffst. Das Schlimmste daran ist, du wärst nie darauf gekommen, dass es so sein könnte. Blos blöde Idioten um dich herum denen du ständig hinterherlaufen musst. Alles musst du selbst machen, niemand hilft dir. Die wichtigen Dinge musst du schmerzhaft selbst lernen, die bringt dir keiner bei. Keiner kann dir beibringen wie man durch das Leben kommt. Jeden Tag wirst du älter und fragst dich wie das nur alles passieren konnte, eben warst du doch erst 16. Gerade eben dachtest du noch du hast dein Leben vor dir und noch alle Zeit der Welt. Du fühlst dich alt und willst die Zeit zurück. Du wirst frustriert und bekommst einen Hass auf alles und jeden. “Warum nur ist keiner wie ich? Ich bin anders, mit allem was mich ausmacht und niemand versteht mich!” Und nein, das ist keine Phase, es ist 10 Jahre später einfach noch immer so! Da merkst du dass du nen anderen Geschmack hast, andere Lebensvorstellungen und andere Ideale und einfach nirgendwo reinpasst. Das hat auch nichts mit rebellieren zutun. Du bist allein! Du siehst all diese immergleichen Influencer und Dreckspromis in der blöden Glotze mit ihrem heuchlerischen Lügengetue, mit ihren kack Apple Produkten wie sie alle gleich sind. Du siehst die Gesellschaftlichen Normen und denkst dir das kannst du nicht. Du siehst deine Eltern und willst so nicht werden. Du bist ein nicht normaler Sonderling, die Ausnahme. Doch du weißt auch nicht recht was du willst. Mit 23 hast du erstmals sowas wie Träume, die aber so weit weg sind und obendrein nichts besonderes oder erstrebenswerdes. Du dümpelst Tag für Tag Planlos vor dich hin und denkst du hast alles verschwendet. Jeder hat ein besseres Leben als du. Jeder hat Freunde, Hobbies, Erfüllung. Jeder Hauptschüler hat mehr erreicht und jeder Grundschüler mehr Menschenkenntnis und Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Da ist der Druck der Gesellschaft, aber vor allem auch der Druck deiner selbst. Du kannst doch kein bedeutungsloser Niemand sein?! Was wäre wenn... was hätte man anders machen können? Und dann realisierst du, dass du nur noch ein paar ganz kurze wenige Jährchen hast. Dann bist du alt, und du kannst nie wieder zurück. Du hast panische Angst davor 95 zu sein und deinem Tod in die Augen zu blicken. Wie wird das wohl werden? Doch du bist gleichzeitig wie gelähmt weil du das alles nicht wahrhaben kannst. Gerade eben warst du doch noch ein Kind! Wie kriegst du nur dein Leben hin? Wie kriegt überhaupt irgendjemand was hin? Keiner hat die Antwort. Und dann realisierst du auch, dass es für fast alles essentielle keine Antworten gibt, und dass man fast nichts wissen kann. Alles nur Theorien oder ausgedachter Humbug. Was im Weltall wirklich ist und wo das Leben herkommt kann NIEMAND wissen. Du glaubst nichts mehr, du stumpfst nur noch ab. Du wünschst es wäre wieder 2005, du hättest über gewissen Jamand nie etwas erfahren und du wärst in deiner Lieblingsserie. Doch dann fällt dir ein, 2005 war eigentlich viel scheißerer als in deiner verblümten erinnerung. Und diese Serie, sie hatte auch eine Seite die du nicht wahrhaben willst. Doch eigentlich, ist es ein gutes Zeichen all diese Dinge als Kind nicht gekannt zu haben. Dann war die Kindheit gut und unbeschwert. Schlimm wäre, schon ganz jung so frustriert zu werden. Doch vielleicht waren früher viele Tatsachen einfach egal, weil du als Kind nicht reflektieren kannst. Du findest einfach alles toll ohne groß nachzudenken. Und vielleicht ist es genau das, weshalb das Leben später hart wird. Weil du es verlernt hast wie ein Kind zu denken. Wo alles was doof ist einfach ausgeblendet werden konnte. Da war es auch nicht wichtig wer andere waren oder was sie getan haben. Wer irgendwie cool war oder nett zu dir, war dein Freund. Jetzt regst du dich monatelang über Dinge auf die dir früher nach 5 Minuten egal waren. Du vertraust niemandem, weil Vertrauen einfach dumm ist! Du weißt dass du jedem alles zutrauen kannst, das haben deine Enttäuschungen dich gelehrt. Tja und dann tust du was verbotenes nur um den Kick zu spüren. Und du realisierst, mehr Geld ist immer besser, alles was wir haben basiert auf Geld. Und dann hast du Angst wie es weitergeht. Ja, ich galube das ist er, der Ernst des Lebens von dem immer alle reden. Das ist weshalb die Erwachsenen immer gesagt haben das Leben ist hart. Jetzt steckst du selber drin. Alles ist kacke, nix wie du gerne hättest. Doch du stellst fest, es gibt keine Alternative, nichtmal zu deiner verhassten Lieblingsmusik! Also musst du dir nehmen was du bekommen kannst. Und dann findest du, diese Blume inmitten der Wüste. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum das Leben doch nicht immer nur hart, sondern manchmal auch immernoch so schön wie als Kind ist. Wäre alles gut, wäre es ja nicht mehr gut, sondern normal. Dann gäbe es nichts gutes mehr, weil das immer eine Vergleichsweise ist. Und dann wäre gefühlt auch wieder alles kacke. Von daher: Draufgeschissen!
Die Erzieher machen einen auf interessiert, doch meinen Kuchen aus Sand haben die nicht mal probiert.
K. I. Z., Käfigbett
Shoutout to all those teenagers
Das hier geht an alle Halbstarken (und an die Viertel- oder Dreiviertelstarken), die feststecken, irgendwo zwischen Kindheit und Erwachsenenwelt.
Ich möchte nicht, dass du rauchst, weil du glaubst, dass es cool ist oder weil die Anderen es tun. Ich möchte, dass du rauchst, einfach weil es deine Art ist und weil du völlig dahinterstehst. Noch lieber möchte ich, dass du nicht rauchst. Aus Überzeugung. Weil es ungesund ist und dein sowieso schon viel zu kurzes Leben noch unnötig verkürzt. Ich möchte nicht, dass du in jedem Fach Klassenbeste/r bist. Wenn du es bist, hoffe ich, du bist es gern. Dann freue ich mich für dich und ich möchte, dass du dazu stehst und dass du stolz darauf bist (weil du das auch sein kannst und lass dir niemals etwas Anderes einreden). Wenn du es nicht bist, möchte ich, dass du dennoch deinen Wert erkennst (der sich niemals lediglich in Noten ausdrückt), dass du nicht neidisch oder niedergeschlagen bist. Du möchtest besser werden? Dann gib dein Bestes. Wenn das nicht reicht, verschwende keine Zeit mehr damit, du hast andere Stärken. Und du wirst genügend Zeit benötigen, diese zu finden oder zu erkennen. Ich möchte, dass du das isst, was du willst. Und so viel davon, wie du willst. Egal was andere dazu sagen. Es ist schließlich dein Körper. Aber bitte denke daran, dass dich dieser Körper dein ganzes Leben lang begleiten wird. (Dein ganzes Leben lang!) Also achte ein wenig auf ihn. Ich möchte, dass du dir Zeit nimmst für dich. Um herauszufinden, wer du bist und um in diesem Chaos aus wachsen, Hormonen und Unsicherheit nicht zu versinken wie in Treibsand. Ich möchte, dass du deinen eigenen Wert erkennst, auch wenn es schwerfällt, auch wenn es vielleicht scheint, dass das sonst keiner tut. Glaub mir, es scheint nur so. Hinter jeder Kritik, hinter jedem Streit steckt immer auch Angst um dich und Sorge. (Manchmal ist das sogar der einzige Grund dafür.) Ich möchte, dass du dir selbst treu bleibst, egal wie oft du deine Meinung, deine Gefühle, deine Entschlüsse änderst. Letztendlich ändern wir uns doch alle ständig und so wirklich sicher ist sich auch niemand. Aber wir können ja daran arbeiten.
- Felicitas Sturm
Was soll das sein, „erwachsen“?
Ihr seid das beste Beispiel
Wie soll man's besser machen
Wenn man's schlecht gezeigt kriegt?
- Fernsehn & Zucker // PTK
aufwachsen
Als ich allmählich erwachsen wurde, bemerkte ich, dass alle, die ich für unfehlbar hielt, Fehler machten. Und das ist in Ordnung. Sie alle sind genauso menschlich wie ich.
Wir wachsen auf in einer Welt voller Trauer und auch Schmerzen
Bizzy Montana
Stellt Ihr Euch auch manchmal vor, wie es wäre, wenn wir uns nie kennen gelernt hätten?