Coldmirror hat vor ein paar Tagen ein AMA bei Reddit gemacht und die deutsche Autismus/ADHS/AuDHS-Community ist um eine prominente Person reicher.
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Coldmirror hat vor ein paar Tagen ein AMA bei Reddit gemacht und die deutsche Autismus/ADHS/AuDHS-Community ist um eine prominente Person reicher.
Corona-Virus und psychische Erkrankungen
Mir ist aufgefallen, dass in unserer Berichterstattung über das Virus, die Psychische Erkrankten, Traumatisierten und auch andere neurodiverse Personengruppen nicht als Gruppen genannt werden, die unter dieser Situation besonders zu leiden haben. Diese Hoffnungslosigkeit (gefühlt) macht einen richtig fertig auch wenn man versucht die Berichterstattung zu ignorieren oder ein zu dämmen. Es läuft uns ÜBERALL über den Weg (Redensart). Wann hat dies endlich ein Ende. Dieses Virus zerstörte Pläne und Routinen , die besonders neurodiverse Personen zum Beispiel doe aus dem Autismus Spektrum benötigen.
Ich finde es sehr schade und falsch, dass diese Personengruppen in der Berichterstattung ignoriert werden als Leidgruppe. Denn psychisches Leid ist genauso gefährlich wie physisches Leid.
Was wäre ein Regenbogen, der nur aus einer einzigen Farbe bestünde? Oder eine Gesellschaft, die nur aus neurotypischen ("normalen") Menschen bestünde? Autismus ist ein wertvoller Teil menschlicher Vielfalt. | Autismus-Kultur
Der Reizfilter- oder warum man ständig einen Sensory Overload bekommt
Man stelle sich vor, dass sich in jedem Gehirn ein Trichter und dazugehörige Filterpapiere (so etwas wie bei einem Kaffeefilter) enthält. Dieser ist zuständig dafür, dass jemand unwichtige Reize, je nach Situation unterschiedlich, filtern kann und damit ausblenden kann. So ist es einem neurotypischen Menschen möglich sich auf eine Sache zu konzentrieren und sich nicht ablenken zu lassen.
Bei Menschen mit einer Reizfilterschwäche ist dies nicht der Fall. Dieser Filter ist bei diesen Menschen kaputt und von dieser Schwäche sind ALLE Reize betroffen. Aber bei jedem ist die Schwäche unterschiedlich ausgeprägt. Bei jeder Person ist es auch unterschiedlich welcher Reiz, der Reiz ist, welcher am meisten betroffen ist.
Diese Ständige Bombardierung von Reizen (im Übertragenen Sinn) wird als “Sensory Overload” bezeichnet.
Dadurch ist es vielen neurodiversen Menschen nicht möglich bei einer Sache zu bleiben. Sich auf eine Sache zu konzentrieren ist teilweise unmöglich und kostet mehr Energie um dieses überhaupt möglich zu machen.
Um den Sensory Overload besser aushalten zu können, betreiben die meisten neurodiversen Personen “Stimming”. Dies ist notwendig, das die neurodiverse Person die Situation besser aushalten kann.
Wenn es einer neurodiversen Person zu viel wird, dann spricht man von einem “Meltdown”. Teilweise sind die neurodiversen Personen nicht mehr dazu in der Lage etwas zu tun oder ihr Problem oder Bedürfnisse ausdrücken zu konnen. In solchen Situationen sind Kommunikationskarten sehr gut geigenet
Mal ungeachtet der Tatsache, dass du ständig mit neurotypischen Psychologen/Psychologiestudenten umgeben bist (wow), würde es mich interessieren, wie du mit dem Studieren an sich klar kommst? Die zwei Monate Uni waren mit die schlimmsten meines Lebens, ich hab sofort abgebrochen. Schule lief immer recht gut, ich hab ein gutes Abi, aber Uni war eine totale Katastrophe für mich, das gesamte System.
Die ersten zwei Semester waren die Hölle, einfach weil ich von klein auf damit aufgezogen wurde “hey du bist ja so reif / so schlau” und dementsprechend total ungesunde Standards anlege (mache ich leider immer noch, aber es hat sich zumindest ein bisschen gebessert). Ein 1,0 Schnitt ist in so nem Studium halt kaum machbar und ich war völlig fertig nachdem ich auch mal gleich durch die Statistik gerasselt bin (kann ich immer noch nicht besonders toll und mir graut es davor das eigenständig anwenden zu müssen, aber da bin ich nicht der Einzige also geht’s noch.)
Am schwierigsten fand ich am Anfang tatsächlich erstmal Leute kennen zu lernen. Ich kann halt überhaupt keine Leute ansprechen, zum Glück hat das jemand für mich übernommen und wir sind jetzt gut befreundet. Sagen wir mal sie heißt A. Bei ihr hab ich auch den Verdacht dass sie undiagnostiziert sein könnte, weil wir uns sehr ähneln. Sie aber viel extrovertierter ist und hat keine anderen psychiatrischen Diagnosen (Autismus ist für mich selber primär eine Behinderung der Wahrnehmung und Kognition, aber wenn ich den Rest nicht hätte wäre es wohl kein größeres Problem mehr). Den Rest der Leute die ich etwas besser kenne habe ich eigentlich zufällig getroffen weil sich im 2. Semester eine Lerngruppe vor den Klausuren gebildet hat. Die Leute aus der Lerngruppe sind manchmal so allistisch, dass ich schreien könnte aber dafür können sie ja nunmal nix :,DWenn man erstmal ein soziales Netzwerk hat geht es eigentlich (zumindest bei mir), aber wie du siehst war da viel Glück und Zufall mit im Spiel.
Die Uni hat ein grauenhaftes Organisationssystem, ich hab allerdings den Vorteil, dass mein Vater an der Uni arbeitet und ich dementsprechend von vornerein jemanden hatte den ich ohne Stress fragen konnte wo ich hin muss / was dies und das ist und wie alles funktioniert. Unser Psycho-Gruppenchat ist da auch sehr hilfreich. Die ganze Sozialisation am Anfang hat A. übernommen bis ich halbwegs angekommen war, ich kann verstehen dass nicht jeder so viel Glück hat <.<
Tatsächlich hat sich dieses Zugehörigkeitsgefühl zur autistischen Community erst im 3./4. Semester entwickelt weil ich da ein Referat darüber gehalten habe und erst dann in die tumblr-community gestolpert bin. (Aus meinen Posts ging ja z.T. hervor dass ich mit 16 mit dieser Diagnose und keinen Infos sitzen gelassen wurden.) Da hab ich erst angefangen meine eigenen Symptome zu erkennen und auch gelernt entsprechend zu reagieren. Da ein Großteil meiner Probleme Spätfolgen von Mobbing sind hat das mehr geholfen als ne Therapie bisher.Meine engste Uni-Freundin hat super darauf reagiert als ich mich geoutet hab, aber meine Referatspartnerin hat es mal schlicht ignoriert und mindestens drei Quellen gebraucht wenn ich irgendwas über ABA / Ableism / autistische Erfahrungen gesagt hab (lange Geschichte, ich bin nach wie vor sehr salzig über dieses Mädchen). Insgesamt kriegt man als Psycho-Student einfach mehr mit wie schlimm die Mentalität nach wie vor ist, aber das ist ein Thema wo ich einen eigenen Post drüber schreiben könnte.
Das Studium ist insgesamt ziemlich stressig, aber ich habe das Glück dass ich zuhause wohne und meine Eltern mir quasi alles abnehmen. Wenn ich eigenständig wohnen müsste, wäre ich gar nicht bis hierher gekommen (cue Zukunftsängste). An sich ist die Uni ein super System - ich kriege Themen die ich lernen soll und das mache ich und dann schreiben wir eine Klausur. Sogar Paper schreiben ist nicht so mega schlimm wenn mir jemand bei der Statistik hilft. Das ist alles schön vorhersehbar und reguliert, zumal ich mich auf dem Campus jetzt gut auskenne und einige tolle samefoods habe.
Was ich am schwierigsten fand waren die Praktika. Ich wollte ja eigentlich mal in die Therapie, weil in der Forschung der Arbeitsmarkt eher meh ist, aber es lief nicht so toll, also…Ich kann relativ gut allistisch wirken (zumindest wurde mir gesagt, dass es nicht auffällt, ich kann das überhaupt nicht beurteilen) aber bei meiner Praktikum in einer psychiatrischen Klinik war ich in den ersten drei Tagen völlig am Ende. Die ganze neue Umgebung, so viele Leute, ständig sozialisieren und halbwegs kompetent wirken war einfach viel zu viel, ich hab jeden Tag geheult, danach ging es halbwegs. (Ich hab so den Verdacht dass das nicht nur meinem Autismus geschuldet war, aber so genau kann ich das nicht sagen.) Ich war jedenfalls trotzdem froh als es vorbei war.
Ich bin dementsprechend aktuell sehr gestresst darüber was ich mit meiner Leben anfangen soll / welchen Job ich überhaupt machen kann, weil ich passing wahrscheinlich nicht dauerhaft durchhalte.
Jetzt hab ich über alles mögliche geredet, ich hoffe da war was dabei, das deine Frage beantwortet ^^” War auf jeden Fall mal spannend alles nochmal so aufzudröseln was ich bisher so erlebt hab, danke für die Frage!
Opinions and experience on eye contact...
...or how to tell my professor why it's a bad idea to tell 100 psychology majors that "teaching autistics to make eye contact makes their facial recognition area of the brain work like a neurotypical person and is therefore a good therarpeutic intervention" without any further discussion.
Sorry to bother you again in such a short time but today my professor did exactly that and I, (being in kind of a bad mental shape because I was already having a bad day), didn't dare to speak up, although I know that for a lot of people making eye contact is very uncomfortable or even painful. I personally don't struggle with this very much although I've been told I should look people in the eye more often- for me eye contact is just slighty uneasy especially in emotional situations.
Anyway I'm not sure I should just leave this alone because in that room there was sitting the next generation of therapists and I'm afraid it might be harmful to let them believe that making eye contact is somehow a miracle solution to reading social clues. Now my experience on this is very limited and idk if it can actually help some people or what making eye contact is like for most other ASD people.
So maybe if some of you could tell me about their own experience I could a) broaden my own knowledge about that aspect of ASD (in case I need to discuss this with someone AGAIN) and b) I might gather some material to support my point to the professor.
So if anyone could comment with stuff like:
Do you struggle with making eye contact? What do you experience when making eye contact? What do you think would happen if you were forced to make eye contact? Do you think that making eye contact can make communication easier or does it make communication even more difficult for you?
You don't have to answer all of the questions or limit yourself to these questions if you want to say anything else.
It would be great if you could also comment wether you have an official or inofficial diagnosis or are self diagnosed and wether you would be okay if I quoted you in class.
GUESS WHO GOT DIAGNOSED WITH SOME SHIT BIATCHES (summary: diagnostic suggestion according to ICD 10: The personality testing shows depression, neurotic behavior and traits of Aspergers Syndrome)
#2 that German speaking autism feel when
Die Verkäuferin in deinem Alter ist und dich duzt aber die sie siezt (weil Scripts) und es überhaupt nicht zusammenpasst