Vor 1995
Der lange Weg zum Kinoprogramm
Dies ist kein Gastbeitrag, sondern nur ein Ideen-Stichwort, meine Erinnerungen sind zu lückenhaft.
In meiner Jugend fuhr ich regelmäßig in die Großstadt (Stuttgart) ins Kino. Bevor das Internet entdeckt wurde, war es gar nicht so leicht, an das Kinoprogramm zu kommen, die regionale Zeitung brachte nur regionales Kinoprogramm.
Also rief ich eine Telefonnummer mit einer Bandansage des Programms der Stuttgarter Kinos an. Gut war es übrigens, wenn man sich extra ein Telefonbuch von Stuttgart besorgt hatte, damit man die Telefonnummer raussuchen konnte. Wir waren gut ausgestattet und hatten zu Hause gleich mehrere fette Wälzer mit Telefonnummern aus den Landkreisen der Umgebung.
Man rief dort an – es war natürlich kein Ortsgespräch, also musste man die Uhr im Auge behalten und auch überlegen, zu welcher Uhrzeit (nach 21 Uhr war es am günstigsten) man anrief – und konnte ein Band abhören, auf dem die Programme sämtlicher Stuttgarter Innenstadtkinos für eine gesamte Woche angesagt wurden. Das Band war ziemlich lang. Leider blieb es genau dort stehen, wo der vorherige Anrufer seinen Anruf beendet hatte. Das war natürlich immer am wichtigsten/größten/spannendsten Kino. Das Band lief ab dort weiter und zwar so lange, bis man zum gewünschten Kino kam. Dann legte man auf. War man sich nicht sicher, ob man richtig zugehört hatte, rief man nochmal an und musste das ganze Band nochmals abhören. Falls nicht belegt war.
(Frau B. aus N.)













