Mathieu van der poel

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Mathieu van der poel
Van der poel flying
Bunny hop, went wrong by verdonrocks
In the Cross-hairs, my first ride on this beast!
Rapha Super Cross München
Ein schöner Sonntagstag, Renngeschehen, ein paar kühle Getränke, jede Menge Räder zum Bestaunen und genügend Stoff für stundenlange Fachsimpeleien. Vergangenes Wochenende gastierte die Rapha Super Cross Serie zum ersten Mal auf dem europäischen Festland. Ein herzliches Willkommen! An dieser Stelle muss ich mich wohl als "Cycle-Fashion-Victim" outen – die britische Bekleidungsmarke hat es mir einfach angetan. Neben meiner grundlegend übertriebenen Begeisterung für das Zweirad im Allgemeinen also ein weiterer Grund, sich mit Kind und Kegel in den Olympiapark zu begeben und das Spektakel einmal aus der Nähe zu betrachten. Diesmal zwar nur als Zuschauer, aber ich hoffe auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. Und dann...! An dieser Stellen soll auch gar nicht weiter ausgeholt werden, was Platzierungen etc. angeht – das können andere besser und ich konnte und wollte mir auch gar keine Namen, Zeiten etc. merken. Im Kopf geblieben sind mir aber vor allem – neben diversen Biers mitten in der schönen September Sonne – die stylischen Whips, die Ken Bloomer über jede der kleinen Wellen zauberte, der arme Mensch im Jedermannrennen, der nach spektakulärem Sturz den halben Kurs zu Fuss lief, um sich ein neues Vorderrad am Servicepoint zu holen (Respekt!) und der ältere Herr (geschätzte 70 Jahre!?), der einige Runden nacheinander den Tequila-Shortcut wählte und diese, im Gegensatz zu manch anderen, auch tatsächlich trank und nicht 20 Meter weiter wieder ausspuckte (doppelt Respekt!!). Ein rundum gelungenes Event für die ganze Familie.
Mücken, Dreck und Schotter
Diese verdammten Mücken. Schon der dritte Stich innerhalb weniger Minuten. Ich komme mir vor wie ein Dschjungel-Kämpfer in Südamerika. Alles klebt, alles juckt und dieses Maisfeld will kein Ende nehmen. Und dennoch: eine Lächeln umspielt meine Lippen. Genau diese kurzen, speziellen Momente sind es doch, die ich am Radfahren so schätze. Rauskommen, neue Orte und Wege entdecken. Auch wenn diese einen das ein oder andere Mal zum absteigen zwingen.
Eigentlich dachte ich, dass ich eine recht gute Orientierung besitze. Aber eine einzige gesperrte Straße führte zu einer Odysee in einer Umgebung, die ich bisher gut zu kennen geglaubt habe. Einmal falsch abgebogen und ich fliege auf 23mm über Schotter und Kieswege. Und es ist herrlich! Grinsend beschleunige ich an die Grenze des auf diesem Untergrund kontrollierbaren. Steinchen klingeln am Unterrohr und ganz kurz kommt mir der Gedanke an den Lack des Rahmens. Egal! Irgendwann treffe ich auf eine Kreuzung, die mir bekannt vorkommt und trete den Heimweg an. Es war keine große Runde, keine dreistellige Kilometerzahl, aber die Befriedigung war mindestens genauso groß wie auf der letzten Runde mit einem dreißiger Schnitt auf 100km, wenn nicht sogar...!
Uiih. Das sieht gut aus. Must See!!