Rettet die Meere
„Diese Geschichte handelt nicht von der Liebe zu Tieren, aber zu ihrem und unserem Zuhause.“
Der Umweltschutz ist ein Thema für sich, auf das ich an der Stelle gar nicht näher eingehen will. Es gibt sicherlich Leute, die bei der Mülltrennung vorbildlicher sind und ihren Konsum einschränken, um die Umwelt nicht zu belasten. Genauso gibt es Menschen – nicht zu wenige -, die sich nicht für den Erhalt ihres Planeten interessieren und ihren Müll da verlieren, wo sie gerade gehen und stehen. Wie vermisse ich meine ehemaligen Nachbarn!
So eine Person muss sich auch im selben Urlaubsgebiet aufgehalten haben, wie meine Familie.
Bei einem Spaziergang am Strand hat mein Vater etwas erspäht, was von den Wellen angespült wurde. Er ging ins Wasser und hat den Gegenstand rausgefischt. Er zeigte ihn der Familie.
„So eine Sauerei!“ Er hielt eine schwarze Socke hoch.
„Muss das denn sein? Können die Leute ihren Müll nicht in den Mülleimer werfen?“
Er betrachtet die Socke genauer.
„Die ist doch noch gut! Der fehlt nix!“ Pures Unverständnis.
Er hat sie mitgenommen.
Was ist an dem Punkt schlimmer? Dass er eine fremde Socke mitnimmt, die er aus dem Meer gefischt hat?
Oder, dass es sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass es seine eigene war?
Und dabei dachte ich mal, es gäbe noch Hoffnung. Denn das ist nicht der einzige vom Meer angespülte Schatz, der mir so im Gedächtnis geblieben ist.
Vor einigen Jahren war ich mit meinem Vater und meiner Schwester zum Schnorcheln auf einer Insel. Ich bin kurz zum Durchatmen aufgetaucht und sehe, wie mein Vater etwas aus dem Wasser hochhebt und begutachtet.
Mit einem gemurmelten „So eine Sauerei“ wirft er einen Dildo weiter ins Meer hinaus.
Er kann ja doch Müll erkennen, wenn er ihn sieht?!












