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@xsatans-daughter666
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Tag 3475 / In den ersten beiden Stunden
vielleicht sogar die ersten drei Unterrichtseinheiten denke ich noch: Ja, ich mach weiter. Ich will das. In der letzten Stunde denke ich: Meine Beine tun weh. Meine Beine platzen aus der Hose raus. Ich weiß nicht, wie ich sitzen soll. Ich bin so müde. Ich hab mein Geld vergessen. Ich kann mir nichts zu trinken kaufen. Keine Cola, kein Eistee mit Koffein. Ich kann mir keine Schokolade kaufen, um mich hochzupushen. Ich denke, ich möchte alleine nach Hause fahren. Aber ich fühle mich verpflichtet, es ihr anzubieten, dass ich sie mitnehmen kann. Ich lasse sie einfach mitten auf der Straße raus. Das ist für sie blöd. Sie muss dann einen Umweg gehen. Und ich denke: Ich muss sie endlich loswerden. Ich muss sie jetzt hier rauslassen. Ich kann jetzt nicht noch eine Kurve drehen. Ich muss zwei Schweineohren essen. Danach muss ich fünf Reiswaffeln essen. Ich muss eine dreiviertel Packung Eis essen und drei Brötchen. Und beim vierten Brötchen frage ich mich, ob ich’s wirklich noch essen muss. Ich sage mir, dass ich doch gar nicht mehr kann. Und ich packe es dann immerhin zurück. Mein Bauch explodiert gleich. Ich hab keine Schmerzen, aber er ist aufgefallen. Es ist zu viel für den Bauch. Ich weiß nicht, warum ich mir das antue. Ich esse auch noch einen Löffel Nutella. Ich trinke Wasser. Ich trinke Zitronenbrause.
Tag 2183 / Die ist ja selbstbewusst
Zu spät ins Meeting Übergewicht und drei Kugeln Eis dabei - Mareile im Sommer zu mir und meinen Anfängen
Nee Festgehalten am Eis Hochgezogen "Eis als Brücke zum Meeting" (Tag 1657)
Und den Absprung nicht geschafft Zwei Eis nach sechs Stunden Arbeit Fast ein ganzer Becher Häagen-Dazs nach sechs Stunden Arbeit Chatten bei der Arbeit Dass tindern da nicht ok sei, sagte Herr Betreuerersatzpfleger Wann sagte er das? Vor einem Jahr?
Ich hab den Absprung von Ersatzdrogen nicht geschafft
Mein Lebensstil bringt mich um
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Am Nachmittag ein Album angelegt mit Israelfotos, die ich drucken will
Endlich mal tinder ausmachen können
Tag 2001 / Wieder so eine Übelkeit
wie an Tag 1991.
Tag 1964 / “Musste Kopp abmachen”
"Ich möchte Ihnen zur Einleitung, kurz drei Arten, den fettleibigen Menschen zu begreifen, aufzeigen, und dann auf die psychosomatische Medizin der Adipositas, so wie ich sie verstehe, eingehen."
"Adipositas permagna ist eine tief greifende psychosomatische, autodestruktive Erkrankung, die klar von Übergewicht abzugrenzen ist."
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Frau auf der Straße, 2020
Gynäkologisch-geburtshilfliche Rundschau, Psychosomatik der Adipositas, 1972
Dissertation, Psychische Ursachen der morbiden Adipositas, 2009
Tag 1956 / 100 kg sind ihm zu viel
Mir auch. Trotzdem backe ich den dritten Kuchen innerhalb von sechs Tagen. Ich fahre ja aber auch weite Strecken mit dem Fahrrad zur Zeit. Und außerdem schreibe ich zu viele Textnachrichten.
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Ludovico Einaudi Run https://www.youtube.com/watch?v=LFva21HWk8g
Tag 1945 / Unzählige Kaffeegedecke später
Tag 1945 / Unzählige Kaffeegedecke später
ist Agatha wieder deutlich dreistellig auf der Waage. Mit fünf Jahren Trockenheit zum Vorgespräch für Betreutes Einzelwohnen. Zuvor am Arbeitsplatz fast alle Unterlagen des großen Stapels abgezeichnet, doch zu einem Vorgang verweigerte sie ihre Unterschrift. Am Abend hat sich Agatha noch in ein Telefonmeeting der Anonymen Alkoholiker in Niedersachsen eingewählt.