„Eine Islamisierung findet nicht statt“ Immer jüngere Kinder werden zum Fasten gezwungen
PI: Patriotische Europäer demonstrieren schon lange und immer noch und längst nicht mehr erwähnt von der Lügenpresse gegen die Islamisierung des Abendlandes. Die Presse hält das Maul, weil es das Merkel so will, dennoch: Es gibt immer mehr Zeichen, dass solch eine Islamisierung tatsächlich stattfindet. Das ZDF wagte es am 17.05. tatsächlich, dies öffentlich am Beispiel […] http://dlvr.it/QTFYx4
Royal Flesch: Notizen aus der Provinz „Muslime lieben deutsche Land“
PI: Von OLIVER FLESCH | An die Lügen und Lücken des Mainstreams haben wir uns ja längst gewöhnt. Uns schockt nichts mehr. Oder? Doch! Heute Morgen war’s mal wieder soweit: „BERTELSMANN-STUDIE ZU INTEGRATION – 96 Prozent der Muslime fühlen sich Deutschland verbunden“ titelt BILD. Offen gesagt: Ich hoffte, wir wären schon einen Schritt weiter. Diese schamlose Lüge erinnert an 2015, an das […] http://dlvr.it/PhJ9GN
Warum Integration nicht funktioniert Hyperion: Die Integrationslüge
PI: Politiker und Medien möchten uns weiß machen, dass Integration für fast jeden möglich ist. In diesem Video wird erklärt, warum das ein Mythos ist. http://dlvr.it/PXpMWJ
Was Vielfalt bedeutet – und wo ihre Grenzen liegen
Ein viel genutzter, aber selten geklärter Begriff
Kaum ein Konzept wird im öffentlichen Diskurs so häufig beschworen wie Vielfalt. Ob in Unternehmensleitbildern, politischen Reden oder sozialen Netzwerken – der Begriff ist allgegenwärtig. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein diffuses Bild. Was die einen als Verheißung betrachten, empfinden andere als Bedrohung. Diese Unschärfe ist problematisch, denn ein unklarer Begriff lässt sich für unterschiedlichste Zwecke instrumentalisieren.
https://www.unserneueswir.de/?p=7154
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Deutschland lebt von Einwanderung – und diskutiert trotzdem über „Stadtbilder“. Während Millionen Migranten Pflege, Bau, Logistik und Gastronomie am Laufen halten, werden sie politisch zum Problem erklärt. 🤯 Höchste Zeit für Klartext statt Symbolpolitik. #Migration #Klartext #Einwanderung #Merz
Gesellschaften, die sich für Solidarität entscheiden, sind solche, in die die Menschen gehen wollen
„Einer für alle – alle für einen“
Auf Kosten des Allgemeininteresses an den eigenen Vorteil zu denken, zahlt sich nicht aus.
Gesellschaften, in denen jeder in seinem eigenen Interesse und nicht im Interesse der Allgemeinheit handelt, leben schlechter als solche, die sich für das Interesse der Gruppe entscheiden. Paradoxerweise sind diejenigen, die auf Kosten der Gruppe an ihr Eigeninteresse denken, diejenigen, die in entwickeltere und reichere Länder auswandern wollen, die sich für Menschenrechte und gegenseitige Hilfe entschieden haben.
Die reichsten Länder der Welt sind die, in denen Solidarität herrscht.
Romulus und Remus unter der Wölfin
Solidarität ist eine Tradition, die es der Menschheit ermöglicht hat, ihren Lebensstandard zu erhöhen, mit reicheren Menschen und Eliten, aber nicht so maßlos wie heute, wo die Reichen viel mehr und im Vergleich zu den Armen extrem viel verdienen.
Andere für den eigenen Vorteil auszubeuten, macht weniger reich, als sich in eine solidarische Gesellschaft zu integrieren.
An andere zu denken ermöglicht es jedem, individuell besser zu leben, als wenn jeder an sich selbst denkt. Solidarität ermöglicht es allen, besser zu leben. Es liegt in unserem individuellen Interesse, anderen zu helfen.
In den USA sind die Staaten, die am reichsten sind, diejenigen, die demokratisch sind, auf der Seite der Menschenrechte. Sie sind sogar solidarisch mit den republikanischen Staaten, die viele Zuschüsse von den Staaten mit demokratischen Gouverneuren erhalten. Diese Staaten, vor allem im Süden, könnten ihren Lebensstandard ohne diese Hilfen nicht halten. Es sind aber genau diese Staaten, die die Ideen des Jeder-für-sich-selbst und der Versklavung anderer zu ihren Gunsten (in der Vergangenheit die Sklaverei) fördern. Die Staaten des Nordens haben sich entwickelt und sind reich geworden, weil sie diese Mentalität der gegenseitigen Hilfe haben. Denn indem sie eine für alle verfügbare Infrastruktur (Krankenhäuser, Justiz, Polizei, Straßen, Trinkwasser, Abwasserentsorgung, Schulen etc. ), ihre Arbeiter angemessen entlohnten und Maschinen einsetzten, steigerten sie ihre Produktivität und das Wohlergehen aller. Heute wollen sich die Sozialdemokraten nicht mit den Ärmsten der Armen vermischen. Sie geben ihnen Geld, um sie fernzuhalten und sie von jeglicher Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lage auszuschließen. Die Demokraten setzen ihre Ideen nicht mehr um.
Liberal Hypocrisy is Fueling American Inequality. Here’s How. | NYT Opinion – The New York Times: https://www.youtube.com/watch?v=hNDgcjVGHIw
Europa, das die Menschenrechte aktiv fördert, ist einer der Orte, an die Migranten gehen wollen. Die Europäische Union basiert auf gegenseitiger Hilfe. Die skandinavischen Länder sind in diesem Bereich vorbildlich. Indem sie den am meisten benachteiligten Staaten hilft, hat sie Märkte gewonnen. Die Regeln fördern den Handel und ermöglichen es daher allen, reich zu werden.
Die Schweiz ist ein kleines Land, das auf Demokratie und Solidarität gesetzt hat. Trotzdem schafft sie es, wohlhabende Menschen anzuziehen. „Die Stärke einer Gemeinschaft misst sich am Wohlbefinden des schwächsten Mitglieds“. Constitution fédérale de la Confédération suisse – https://www.ivs.admin.ch/images/bundesinventar_FR/101.pdf
Singapur ist auch ein kleines Land, das ganz auf Solidarität setzt. Es ist eine Demokratie. Alle Schulen haben das gleiche Niveau, es gibt keine unhygienischen Viertel, die Krankenhäuser sind von hoher Qualität, alle Singapurer werden vom Staat untergebracht.
Die Menschenrechte sind und müssen universell sein.
Es handelt sich nicht um Neokolonialismus, wie die Ultrareichen behaupten, die profitieren, indem sie sich den Reichtum und die Ressourcen aneignen, weil es in diesen Ländern keinen Staat gibt. Mit Durchschnittswerten lässt sich Reichtum nicht messen. Man muss sich die Extreme ansehen. Solidarität kann nur in einem sehr starken und sehr demokratischen Staat entstehen.
Unterentwickelte Länder, in denen jeder für sich selbst regiert, geraten ins Stocken. Die Ungleichheit ist extrem. Wenn Menschen in einer Gemeinschaft in extreme Armut abrutschen, führt dies zu Kriminalität, Betteln, unhygienischen Zuständen und Problemen der öffentlichen Gesundheit. Dies wird für die gesamte Gruppe toxisch. Nur sehr wenige Menschen verdienen sehr viel. Alle träumen davon, diese sehr wenigen zu sein, aber die meisten haben nie Zugang dazu. Außerdem haben Menschen, die sich in ihrem Bereich auszeichnen, keinen Zugang zu Sicherheit, Gesundheit, Arbeitsschutz, Justiz, Bildung usw.
Does Welfare Prevent Crime? the Criminal Justice Outcomes of Youth Removed from Ssi – Oxford Academic – The quaterly Journal of economics: https://academic.oup.com/qje/article-abstract/137/4/2263/6581195
The stark relationship between income inequality and crime – The Economist: https://www.economist.com/graphic-detail/2018/06/07/the-stark-relationship-between-income-inequality-and-crime
Um die extreme Armut zu bekämpfen, muss der extreme Reichtum bekämpft werden, damit die Staaten genügend Steuern haben, um für diese Solidarität zu bezahlen. Diejenigen, die die natürlichen Ressourcen ausbeuten, müssen zu den allgemeinen Anstrengungen beitragen. Es muss eine internationale Justiz geben, damit die Ultrareichen sich nicht dem Recht des Landes entziehen können. Sobald jemand Geld hat, entsolidarisiert er sich von seinem Land und zieht in Länder, in denen die Bevölkerung sich für Solidarität entschieden hat. Sie müssen sich an dieser Solidarität beteiligen, indem sie technische Entwicklungshilfe leisten, die mehr als finanzielle Hilfe ist: Sie müssen einen Staat und öffentliche Dienste (Polizei, Justiz, Schulen, Steuerbehörden usw.) aufbauen. Wenn man einfach Geld oder Güter in unterentwickelten Ländern verschenkt, fördert das nur die Korruption. Beispielsweise werden gespendete Güter auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft. Wir brauchen internationale Solidarität und müssen die Staaten stärken.
Extreme Inequality and Essential Services – Oxfam International: https://www.oxfam.org/en/what-we-do/issues/extreme-inequality-and-essential-services
Aber Solidarität wird nicht aus Nächstenliebe gemacht. Die Vereine leisten gute Arbeit, aber sie entlasten den Staat, der weniger tut. Sie entlastet die Reichsten, die weniger als ihren gerechten Steueranteil und selektiv spenden. Beispielsweise spenden sie Lebensmittel an gute Christen. Es ist nicht mehr die Gesellschaft, die solidarisch ist, sondern einzelne Personen, die nach eigenem Gutdünken helfen. Es werden immer mehr Mahlzeiten bei den Restos du Coeur ausgegeben. Der Verein löst das Problem nicht. Eine Person muss umgesiedelt werden, wenn sie in einer unhygienischen Unterkunft lebt. Es muss ein universelles Grundeinkommen geben. Solidarität ist eine Reihe von Regeln, die verhindern sollen, dass einige Menschen in extremer Armut leben. Außerdem erfolgt die Entwicklungshilfe und die Umverteilung von Reichtum im Interesse der Länder, die helfen.
Denn die gespendeten Produkte werden im Geberland gekauft und dienen als verdeckte Subvention für die Arbeitnehmer im Geberland. Dadurch entstehen mehr Märkte für Unternehmen aus den Geberländern. Dies verhindert, dass die Ressourcen des unterstützten Landes von mafiösen Gruppen erbeutet werden. Ein Land ohne Hilfe zu lassen, bedeutet, das Risiko einzugehen, dass es zu einem Infektionsherd für Menschen und Tiere wird. Zum Beispiel das Ebola-Fieber. Zum Beispiel das Schweinefieber, das von Vögeln über Tausende von Kilometern transportiert wird. Zum Beispiel die Maul- und Klauenseuche, die durch die Sekrete von Zugtieren übertragen wird und zur Folge hatte, dass viele Herden in Europa geschlachtet wurden. Im Gazastreifen entwickeln sich zum Beispiel Krankheiten wie Polio oder Tuberkulose. Auch durch Entwicklungshilfe kann die Einwanderung in die entwickelten Länder begrenzt werden. Denn wenn die Menschen in ihrem Land ein gutes Leben haben, haben sie weniger Grund, auswandern zu wollen.
Why US Businesses Need The International Labour Organization - Forbes: https://www.forbes.com/sites/kristenkaufman/2025/09/03/why-us-businesses-need-the-international-labour-organization/
Gaza menacée par la polio, une maladie dangereuse partiellement éradiquée – Nations-Unies: https://unric.org/fr/gaza-menacee-par-la-polio-une-maladie-dangereuse-partiellement-eradiquee/
Um die klimatischen Herausforderungen zu bewältigen, ist eine Solidarität, eine gegenseitige Unterstützung auf globaler Ebene notwendig. Beispielsweise muss man den Schwellenländern helfen, saubere Energie und Transportmittel zu haben.
Darüber hinaus hat helfendes Verhalten viele positive Auswirkungen auf das psychologische und physische Wohlbefinden. Hilfreiches Verhalten würde positive Folgen nach sich ziehen, sowohl durch die Schaffung positiver Emotionen als auch durch die Stärkung sozialer Bindungen.
Les bienfaits des comportements de solidarité – Tissot: https://www.editions-tissot.fr/actualite/sante-securite/les-bienfaits-des-comportements-de-solidarite
Societies that choose solidarity are those where people want to go: https://www.aurianneor.org/societies-that-choose-solidarity-are-those-where-people-want-to-go/
Les sociétés qui font le choix de la solidarité sont celles où les gens veulent aller: https://www.aurianneor.org/les-societes-qui-font-le-choix-de-la-solidarite-sont-celles-ou-les-gens-veulent-aller/
Las sociedades que optan por la solidaridad son aquellas a las que la gente quiere ir: https://www.aurianneor.org/las-sociedades-que-optan-por-la-solidaridad-son-aquellas-a-las-que-la-gente-quiere-ir/
Wegen eines Details den Überblick verlieren: https://www.aurianneor.org/wegen-eines-details-den-uberblick-verlieren/
Für ein vereintes Europa zum Schutz unserer Standards!: https://www.aurianneor.org/fur-ein-vereintes-europa-zum-schutz-unserer-standards/
Nein zu Einzelfalllösungen, ändern wir das System: https://www.aurianneor.org/nein-zu-einzelfalllosungen-andern-wir-das-system/
Wie kann man Vertrauen zurückgewinnen?: https://www.aurianneor.org/wie-kann-man-vertrauen-zuruckgewinnen/
Der Moralkompass: https://www.aurianneor.org/der-moralkompass/
Die reichsten 1% führen Krieg gegen den Rest der Welt: https://www.aurianneor.org/die-reichsten-1-fuhren-krieg-gegen-den-rest-der-welt/
Ayn Rand ist heute populär, aber es führt zur Zerstörung, welche Lösungen gibt es?: https://www.aurianneor.org/ayn-rand-ist-heute-popular-aber-es-fuhrt-zur-zerstorung-welche-losungen-gibt-es/
Das Stück vom Kuchen: https://www.aurianneor.org/das-stuck-vom-kuchen/
Slakers: https://www.aurianneor.org/slakers/
To give or not to give?: https://www.aurianneor.org/to-give-or-not-to-give-give-or-not-give-giving/
Die Tatenlosigkeit linker Politiker zahlt sich nicht aus: https://www.aurianneor.org/die-tatenlosigkeit-linker-politiker-zahlt-sich-nicht-aus/
Das Grundeinkommen ist möglich: https://www.aurianneor.org/das-grundeinkommen-ist-moglich/
Palästinenser sind eine Ethnie. Sie leben in Palästina. Sie sprechen Palästinensisch. Das ist so zumindest die allgemeine Vorstellung. Dabei
Palästinenser sind eine Ethnie. Sie leben in Palästina. Sie sprechen Palästinensisch. Das ist so zumindest die allgemeine Vorstellung.
Dabei haben Palästinenser nicht einmal ein Wort für Palästina. Oder für sich selbst.
Versteht man, warum das so ist, wird der seit etwa 100 Jahren dauernde Konflikt um Israel leichter verständlich.
Doch wer Israel als den bösen Kolonialisten und die Palästinenser als die unterdrückten Eingeborenen sieht, der wird jedes Hinterfragen dieses Konzepts abwehren.
Ein historischer Ausflug.
Palästina
Im Deutschen heißt Palästina Palästina. Im Englischen heißt es Palestine, italienisch Palestina, schwedisch Palestina, spanisch Palestina, auf Polnisch Palestyna, russisch Palestina, indonesisch Palestina. Die Japaner haben leichte Pprobleme und sagen Paresuchina.
Die Palästinenser sagen „filastin“.
Das Bemerkenswerte ist nicht, dass das Arabische kein P kennt.
Pepsi heißt übrigens Bibi.
Da fängt die Überlegung erst an!
Sprechen wir nicht nur über die heutigen palästinensischen Autonomiegebiete. Die inzwischen von ca. drei Viertel der Staaten der Welt als Staat anerkannt sind. Sprechen wir über die Region Palästina, so wie sie vor der Gründung des Staates Israel definiert war. Also die Gebiete des heutigen Palästinas und Israels.
Wenn die arabische Sprache indigen für die Region ist, warum hat sie dann kein eigenes Wort dafür?
Wenn die arabische Sprache die ursprüngliche Sprache der Region ist, aber keinen P-Laut kennt, warum hat sie dann kein eigenes Wort, das ohne P-Laut auskommt? Groß-Jerusalem vielleicht, oder Mittelmeerland, oder Bibi?
Warum benutzen Palästinenser das gleiche Wort wie alle anderen und ersetzen nur das „P“ durch ein „F“?
Ethnolinguistik
Gehen wir einen Schritt tiefer.
Die Ethnologie und Anthropologie untersuchen menschliche Lebensweisen, meist in Gruppen. Also die Menschen in Gruppen, nicht die Wissenschaftler.
Deshalb sagte man früher auch „Völkerkunde“.
Sprache ist immer ein Fingerabdruck der Gesellschaft. Sie verrät ganz viel über die Ethnie, das Volk oder die Gruppe, die sie spricht. Und über ihre Geschichte. Das nennt man Ethnolinguistik.
Laut Bibel hat Jesus sehr viele bildliche Vergleiche benutzt, die auch Ungebildete in der Region hätten verstehen können. In drei von vier Evangelien findet man den Vergleich, ein Kamel ginge eher durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel komme.
Das ist nicht nur verwirrend, weil man ein Kamel und eine Nadel eher nicht zusammenbringen würde. Sondern umso mehr, weil es zur Zeit Jesu in der Region keine Kamele gab. Er hätte ebenso gut sagen können, eher ginge ein Pinguin durch ein Nadelöhr. Das wäre bei vielen wohl nicht gut angekommen, der Südpoltourismus war noch nicht ausgebaut.
Die Lösung ist wohl, dass die Bibel zunächst auf Griechisch Verbreitung fand. Im römischen Reich sprachen nur wenige die Amtssprache Latein, in der Region Palästina war Griechisch sehr verbreiteter.
Im Griechischen hieß ein Schiffstau „kamilos“. Es ist also naheliegend, dass er (oder sein späterer Ghostwriter) eigentlich sagte, dass eher ein Tau durch ein Nadelöhr ginge. Was viel naheliegender und für die Menschen verständlicher gewesen wäre als ein Tier, dass die wenigsten kennen. Und durch die Übersetzung aus dem griechischen, vielleicht über das Lateinische, irgendwann aus dem Schiffstau „kamilos“ ein Kamel wurde.
Exonyme und Endonyme
Regionen und Staaten haben Namen. Aber es gibt zwei große Unterscheide bei diesen Namen. Es gibt Exonyme und Endonyme.
Das beste Beispiel dafür sind wir Deutsche.
In einigen Sprachen heißt Deutschland irgendetwas mit „Germanien“, jeder wird das „Made in Germany“ kennen. Das kommt noch von den Römern, die alles östliche des Rheins „Germania“ nannten.
Die Deutschen haben sich aber selber nie so bezeichnet oder gesehen. Ihre Stämme hatten eigene Namen. In der Spätantike formten sich Großstämme: aus Chatten wurden Hessen, aus den Sueben die Schwaben, aus den Stämmen entlang des Rheins die Franken.
Und deshalb bezeichnen viele Sprachen die Deutschen bis heute nach den Stämmen, mit denen sie in dieser Zeit am häufigsten Kontakt hatten. Im Spanischen und Französischen sind wir noch die Alamannen.
In slawischen Sprachen heißen wir „niemiecki“ oder „nemecký“, was einfach nur heißt „die unsere Sprache nicht sprechen“.
Das sind alles Exonyme. Es sind „Außennamen“: Namen, die andere gegeben haben.
Deutsch, ein Endonym
Schon im frühen Mittealter fiel wohl auf, dass sehr viele Ethnien in Mitteleuropa eine sehr ähnliche Sprache sprachen. Im Gegensatz zu dem Latein der Mönche und Gelehrten. Und für diese Volkssprache gab es den Begriff „tiudisk“. Ausgesprochen sowas wie „tiutsch“. Und daraus wurde dann „deutsch“.
Das ist heute unser „Innenname“, das Endonym.
In Norwegen heißen wir „tysk“ und die Italiener waren so nett, uns als „Tedesci“ zu bezeichnen. Selbst die Japaner bezeichnen uns mit „Doitsugo“.
Damit war ursprünglich keine Regionale Herkunft gemeint, geschweige denn eine Ethnie. Jeder Latein sprechende Mönch hätte auch einen Bauern aus dem heutigen Frankreich oder Norditalien als „tiudisk“ bezeichnet.
Es ist verbrieft, dass Otto I. eine Rede vor dem Reichstag zu Worms 961 in der Volkssprache hielt, also „tiudisk“. Nicht in Latein. Allerdings hat er wohl so „gesächselt“ - was damals einfach „norddeutsch“ bedeutete - dass ihn kaum jemand verstand. Tiutskland war ein Vielvölkerstaat.
Die Eigenbezeichnung der Franzosen kommt von den ursprünglich deutschen Franken („France“), die der Engländer von den um Schleswig siedelnden Angeln, die angelsächsischen „Saxons“ von den Sachsen, die um Hamburg lebten (Niedersachsen), abgeleitet von dem einseitig geschliffenen Dolch, dem Sax. Und so weiter.
Außergewöhnlich ist der Begriff der Spanier, der ursprünglich von den Phöniziern stammt, und „Land der Kaninchen“ heißt. Aber nach über 2000 Jahren darf man ihn auch mal endonym nennen.
Fast alle Länder der Welt haben eine Eigenbezeichnung, ein Endonym. Oder eine Kolonialisierungsgeschichte, wie beispielsweise Brasilien. (Portugiesisch für Brasilholz)
Kehren wir mit dem Hintergrund also zurück zu Palästina.
Die Peleset
Um 1100 v. Chr. überfielen die Seevölker die Länder am im Osten des Mittelmeeres. Von der heutige Türkei bis nach Ägypten.
Der Begriff der „Seevölker“ ist eine Übernahme aus der Archäologie (Exonym). Im Grunde wusste man lange nicht, woher sie überhaupt kamen. Und so ganz sicher ist man bis heute nicht.
Nahaufnahme der Inschrift
Foto: Erwähnung der Seevölker im Totentempel von Pharao Ramses III, deren Angriff er 1177 v. Chr. abgewehrt hat.
Durch den Abgleich von „Außennamen“, Exonymen, kam man auf die Idee, dass es sich um verschiedene Gruppen handelte. Die irgendwo aus dem Mittelmeer kamen. Wir sind ja noch in der Bronzezeit. Ein paar Schiffe voll mit „Wikingern“ haben fast 2000 Jahre später ja auch schon ausgereicht, um Nationen zu erschüttern.
Und eine dieser Gruppen der Seevölker landete in der Region des heutigen Gaza. Diese Gruppe wurde im alten Ägypten „Peleset“ („Palastu“) genannt. Wir kennen sie aus der Bibel unter dem Namen „Philister“.
Häufig versuchen palästinensische Propagandisten herzuleiten, dass die heutigen Palästinenser von diesen Philistern abstammen. Und dadurch zu legitimieren, dass sie auch so lange wie die Juden in der Region waren. Aber das ist inzwischen genetisch widerlegt. Die „Peleset“ kamen aus der Region Griechenlands.
Zeitlich passend wäre der Zusammenbruch der mykenischen Kultur. Wenn’s zu Hause doof ist, geht man woanders hin. Wie die Iren in die USA.
Jeder kennt David gegen Goliath. Goliath war ein Philister.
Die Philister bildeten nachgewiesen mehrere Stadtstaaten: Aschkelon, Aschdod, Gaza… aber sie „verschwanden“ nach wenigen Generationen. Beispielsweise bauten sie die Häuser völlig anders, als die dort lebenden Kanaaniter. Der Name der Juden, bevor sie an einen Gott glaubten. Die Philister gingen in der Population auf, wie man sagt.
Foto: Die Merenptah-Stele, die erste Erwähnung des Volkes „Israel“, exakt 1208 v. Chr.
Die Römer
Über tausend Jahre später zickten die Juden rum. Das ging den Römern ziemlich auf den Senkel.
Das Hauptproblem war gar nicht die Besetzung. Man erinnere sich an die Szene von Monty Pythons „Das Leben des Brian“: „Was haben die Römer je für uns getan?“
Screenshot aus "Das Leben des Brian"
Das Problem war - wie bei allen abrahamitischen Religionen bis heute, die aus dem Judentum entstanden sind - der Anspruch der alleinigen Gültigkeit. Im römischen Reich, einem Vielreligionen-Multikulti-Imperium, konnte man tun, was man wollte. Aber man hatte dem Staatskult zu folgen und beispielsweise den vergöttlichten Augustus, den ersten Kaiser, zu ehren.
Für Germanen und Kelten kein Problem, die hatten eh so viele Götter, dass ein oder zwei mehr nicht ins Gewicht fielen. Für Juden mit nur einem Gott… schwierig. Für die neu eingeführten Christen wurde das später auch ein Reibungspunkt.
Durch den Bar-Kochba-Aufstand ab 132 n. Chr. hatten die Römer die Schnauze endgültig voll von dem aufsässigen Völkchen am Gesäß des Imperiums. Den Tempel hatten sie schon Jahrzehnte vorher zu Klump geschlagen. Sie verboten die Beschneidung und strukturierten und benannten die Provinz Judäa um in „Syria Palaestina“.
Denn sie erinnerten sich an die Peleset, die Philister: Indem sie der Region den Namen der historisch verbrieften Feinde gaben, statuierten sie ein Exempel. Eine Erniedrigung.
(Zur Einordnung: Caesar lebte näher am Heute als an den Philistern.)
Und so kam der Name „Palästina“ für die Region überhaupt erst in die Welt.
Die Araber
In den 630ern machte eine neue Religion sich auf, die Welt zu erobern.
Nach unseren heutigen Maßstäben kann man nicht trennen, ob Religion oder Imperialismus. Es war beides. Man nennt es die Islamische Expansion. Eine riesige, gewaltvolle Kolonialisation, innerhalb weniger Jahrzehnte.
Karte der Kalifate nach zeitlicher Einordnung der Eroberungen.
Karte der Kalifate nach zeitlicher Einordnung der Eroberungen.
Für das europäische Verständnis ist wichtig, dass das gar nicht so anderes war, als das Christentum auch. Es ging nur schneller.
Sicher, weltliche Herrscher haben sich immer wieder mit dem Papst angelegt. (Heinrich IV.) Aber die weltlichen Herrscher waren immer auch religiöse Anführer und der Papst auch ein weltlicher Herrscher. Sich auf einen Gott zu berufen ging immer wie geschnitten Brot.
Das weltliche Reich des arabischen Raums war immer auch das Reich des Islam. Und das wurde vertreten durch verschiedene Dynastien. Mit verschiedenen Hauptstädten und verschiedenen religiösen Ausrichtungen: Umayyaden, Abbasiden, Fatimiden, usw. Die bekämpften sich auch immer untereinander, genau wie die Christen.
Doch die Vorstellung dieses geeinten Kulturraums des Islam, ähnlich wie dem Kulturraum des Christentums, ist wichtig zu verstehen.
Das wird häufig laienhaft zusammengefasst unter dem Begriff „Kalifat“, ähnlich wie man den Begriff „Christentum“ oder „Papsttum“ verwenden würde.
Es wäre müßig, das nun chronologisch durchzugehen.
Um 636 eroberten Muslime, arabische Imperialisten und Kolonialisten, die Region Palästina. Diese blieb jedoch weiter umkämpft. Sie gehörte für Jahrhunderte auch immer wieder zum christlichen Byzanz (Ostrom), es gab die Kreuzzüge, und so weiter.
Die Türken
Anfang des 16. Jahrhunderts regierten Mameluken die Region. Das war keine Ethnie, sondern ursprünglich Militärsklaven (ein Konzept, dass es noch lange geben sollte), die auch aus Europa stammten. Sie herrschten von Ägypten aus.
Das aufstrebende Osmanische Reich (heute: Türken) eroberte die Region Palästina. Süleyman I., genannt der „Prächtige“ - und für die Geschichte mindestens so bedeutend wie Caesar oder Karl der Große - ließ Jerusalem 1535 neu befestigen.
Suleyman der Erste
Die Osmanen, heute Türken, waren auch mit allen anderen verfeindet. Vor allem mit den Arabern.
Das Osmanische Reich sollte die Region Palästina dann für 400 Jahre beherrschen. Bis zum Ersten Weltkrieg.
Karte des Osmanischen Reiches mit Zeittafel der Eroberungen.
Niemand scherte sich um Palästina.
Schon die Phönizier hatten Raubbau betrieben, das Land war brach, das Tote Meer wurde durch Versalzung immer toter. Es war das Sachsen oder Brandenburg (dort soll es wieder Wölfe geben), nur dass es eine religiöse Bedeutung hatte.
Einzig Jerusalem war ein Schmelztiegel der abrahamitischen Religionen. Für Juden und Christen interessant, für Muslime wurde es interessant gemacht.
Jerusalem wird im Koran gar nicht erwähnt. Die Himmelfahrt Mohammeds, die dort stattgefunden haben soll, tauch erst in späteren Texten auf.
„Al Aqsa“, wie der Ort der Himmelsfahrt Mohammeds bezeichnet wird, bedeutet eigentlich nur „der entfernte Ort“. So wird heute der Felsendom benannt, der aber erst im Zuge der islamischen Expansion ab 706 erbaut wurde.
Foto: Der Felsendom in Jerusalem mit seiner goldenen Kuppel, wo früher der jüdische Tempel stand.
Und deshalb nannten die Terroristen ihren Überfall am 7.10.2023 auch „Al Aqsa Flut“: Viele Muslime sehen die Integrität des Felsendoms durch die Anwesenheit der Juden bedroht. Weil vor 1300 Jahren, im Zuge der Eroberung, der Ort des Tempels der Juden zum Heiligtum für Muslime ernannt wurde.
Das ist eine Vereinnahmung, die auch die christliche Kirche kennt. Nicht umsonst fällt Weihnachten recht genau auf die Wintersonnenwende.
Im Osmanischen Reich lebten in der Region Palästina alle Religionen und Ethnien. Wie im römischen Reich, wie unter den Dynastien, wie in Byzanz, es interessierte niemanden wirklich. Amtssprache war türkisch, die Volkssprache arabisch, griechisch und anderes… ein Schmelztiegel wie in allen Reichen zuvor auch.
Und sie alle wurden „Palästinenser“ genannt. Es war keine Bezeichnung für eine Ethnie, sondern eine Bezeichnung für die Herkunft.
Nach dem Ersten Weltkrieg
Türkische Offiziere im Ersten Weltkrieg.
Foto: Türkische Offiziere im Ersten Weltkrieg.
1918 verlor das Osmanische Reich, zusammen mit dem verbündeten Deutschen Reich, den Ersten Weltkrieg. Und die Sieger beschlossen, es zu zerschlagen.
Es wurden Mandate vergeben. Vom Völkerbund, dem Vorläufer der heutigen UN. Die Franzosen hatten das Mandat über die Gebiete, die später die Staaten Syrien und Libanon werden sollten. Die Briten übernahmen das Mandat für Palästina.
Und nun passierte das, was den Konflikt bis heute am Kochen hält: Es wanderten immer mehr Menschen in die Region Palästina ein.
Es wird von der palästinensischen Propaganda so dargestellt, dass europäische Juden eingewandert sind. Das ist aber nur Teil der Wahrheit. Tatsächlich sind ab 1900 im gleichen Maße Araber in die Region eingewandert.
Foto: Die Einwanderung von Juden und Muslimen in die Region in der Zeit vor der Gründung Israels.
Das bedeutet, zur Gründung des Staates Israel war jeder zweite Araber, also „Palästinenser“, selber in die Region eingewandert, oder seine Eltern.
Das ist einfache Statistik. Und davon zeugen bis heute die „palästinensischen“ Nachnamen, die zumeist aus Ägypten, dem Irak oder Syrien stammen. Und deshalb kommt auch bei keinem Gen-Test „Palästinenser“ raus.
Anmerkung: Der jüdische Nachname „Cohen“ ist eigentlich kein Nachname, sondern die Bezeichnung für die antike Kaste der Priester. Und inzwischen ist eine genetische Konstante nachgewiesen worden.
In der ganzen Region lebten damals weniger Menschen, als heute im Großraum Jerusalem. Bis mindestens 1930 weniger als eine Million insgesamt.
Der Einwanderungs-Boom war bei Arabern so groß wie bei Juden.
Man muss das aus Sicht der Muslime verstehen. Für sie war es ihr Land, ihr „Kalifat“. Die Türken waren zwar keine Araber, aber wenigstens Muslime.
Und so begannen bereits in den 1920ern Aufstände und Massaker an Juden in der Region. Ab 1936 war das so massiv, dass man es heute als „Arabischen Aufstand“ bezeichnet.
Foto: Briten gehen gegen einen arabischen Mob in Jaffa vor, 19.04.1936
Häufig wird argumentiert, die Juden hätten Massaker an den Arabern verübt. Das ist richtig. Die waren alle nicht mit Zuckerwatte unterwegs. Aber die meisten haben sich während des Palästinakrieges 1948 ereignet. Wer sich die Chronologie anschaut, wird aber sehen, dass der Terrorismus der Juden erst nach den ständigen Angriffen der Araber langsam begann. Auch das wird von der heutigen palästinensischen Propaganda häufig unter den orientalischen Teppich gekehrt.
Die Briten hatten einfach den Teil ihres Mandatsgebietes, das östlich vom Jordan lag (Transjordanien) abgetrennt. Daraus wurde später Jordanien, das waren bereits zwei Drittel. Den Teil westlich des Jordan, Cisjordanien, wollten sie ziemlich genau fifty-fifty aufteilen. Das war der Trennungsplan 1947. Aus britischer Sicht (und der UN) wollte man wenigstens ein Fünftel den Juden geben.
Die Juden sagten „Dankeschön“ und gründeten Israel.
Die Araber wollten das nicht. Für sie war es ihr Land. Sie akzeptierten keinen jüdischen Staat in ihrem „Kalifat“. Deshalb wurde Israel 1948, in der Nacht seiner Gründung, von allen umliegenden arabischen Staaten angegriffen.
Und deshalb sieht sich Israel, in dem heute jeder Fünfte Moslem ist, bis jetzt existenziell bedroht.
In Israel leben heute weniger Menschen, als in Nordrhein-Westfalen.
Es geht nicht um Besatzung oder Kolonialismus. Das will die Propaganda glauben amchen, wie ein Zauberer auf einem Kindergeburtstag.
Es geht darum, dass in der palästinensischen Seele zutiefst verankert ist, dass die Region Palästina, also auch das heutige Israel, ihr Land ist.
Das zeigen auch immer wieder alle Umfragen. (und hier…)
Das ist der tatsächliche Ursprung für den „Nahost-Konflikt“. Das ist der Grund für Kriege und Terror und Raketen.
Die Erfindung der Palästinenser
Palästinenser sind keine Ethnie. Sie können heute als Volk bezeichnet werden, aber das ist per Definition etwas anderes.
Sie haben keine eigene Sprache. Sie haben keine eigene Geschichte. Sie haben keine Kultur, die sie eindeutig von anderen abgrenzt.
Das, was sie als „palästinensische Kultur“ bezeichnen könnten, gilt für alle Religionen und Ethnien, die in der Region Palästina leben. Also auch Juden, Drusen, Christen und Beduinen.
Das, was sie von jenen abhebt, ist nicht palästinensisch, sondern arabisch.
Ein leerer Museumsraum mit der Aufschrift 100 Jahre palästinensischer Geschichte.
Es gibt keine „palästinensische Kultur“, weil es „Palästinenser“ im heutigen Sinne erst seit 1967 gibt. Und aus einem mir unverständlichen Grund wurde das sehr schnell adaptiert. Als meine Eltern zur Schule gingen, gab es keine „Palästinenser“. Und ich bin - entgegen der häufigen Kommentare - kein Boomer.
Die Idee einer palästinensischen Nation fußt unter anderem auf Mohammed Amin al-Husseini. Dem damaligen Großmufti von Jerusalem. Und Mitglied der SS. Er war Mentor von Jassir Arafat, dem späteren, jahrelangen Führer der PLO, der Palästinensische Befreiungsorganisation.
Husseini im PortraitHusseini im Gespräch mit Adolf Hitler
Und damit schließt sich der Kreis zur Ethnolinguistik.
Vorher waren Palästinenser alle, die in der Region Palästina gelebt haben. Also auch Drusen, Beduinen oder orthodoxe Christen. Ein Herkunftsname.
Arafat und die PLO machten es 1967 zu einem Alleinstellungsmerkmal. Nach ihrer Definition waren Palästinenser nur noch diejenigen, die muslimisch waren und den israelischen Staat ablehnten.
Die israelischen Muslime - heute 20% der israelischen Bevölkerung - waren und sind in ihren Augen Verräter. Ebenso die israelischen Beduinen und Drusen, die gegen die „Palästinenser“ kämpfen.
Ein Kind mit einerm zerknitterten Arafat-Poster vor einer Wand mit einem Arafat-Graffiti
Die Araber, die sich heute „Palästinenser“ nennen, sind die Übriggebliebenen. Die Hinterlassenschaften von Einwanderung aus allen arabischen Ländern. Sie mussten sich eine eigene Existenz schaffen. Heute sind sie die Verstoßenen, der Outcast.
Der Outcast
Nachdem die Palästinenser in Jordanien 1970 einen Bürgerkrieg ausgelöst haben, weil Jordanien sich Israel angenähert hatte, sind sie dort nicht mehr sonderlich gern gesehen.
Danach gingen einige in den Libanon, wo sie mit der Hisbollah zusammenarbeiteten. Auch dort sind sie also nicht gerade willkommen.
Ein weltberühmtes Foto: Ein Terrorist der palästinensischen Gruppe „Schwarzer September“, welche 1972 während der Olympia in München die israelische Mannschaft als Geiseln nahm. Der Anschlag führte später zur Gründung der SEK und der GSG9.
Die vielen Palästinenser, die Unterschlupf in Kuweit gefunden hatten, waren während des Zweiten Golfkrieges 1991 auf Seiten der irakischen Angreifer. Weshalb sie nach dem Krieg alle rausgeworfen wurden. 450.000 Menschen wurden vertrieben, meist mit Gewalt. Die wenigsten Europäer wissen das. Wenn Muslime andere Muslime vertreiben, ist das eher keine Schlagzeile wert.
Diejenigen, die nach Jordanien flohen – man spricht dort von der „Kuweitisierung“ – haben keine Bürgerrechte. Heute leben über 1,8 Million Palästinenser in Jordanien, die meisten ohne jegliche Anerkennung.
Und da die Hamas aus der aus Ägypten stammenden Muslimbruderschaft entstanden ist, mögen die die Palästinenser auch nicht mehr so gerne. Weshalb die Grenze von Ägypten zum Gazastreifen heute strenger gesichert ist, als die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel. Und strenger, als es die deutsch-deutsche Grenze jemals war.
Foto: Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten. Nicht zwischen dem Gazastreifen und Israel.
Deshalb arbeitet die radikale, sunnitische Hamas auch mit dem schiitischen Iran und seinem Ableger, der Hisbollah, zusammen. Weil sie sonst niemanden mehr hat.
Klar, die arabische und muslimische Bevölkerung der Länder sieht die Palästinenser natürlich immer noch näher als die Juden. Einfach weil es Muslime sind, Glaubensbrüder. Selbst, wenn man sich bei nächster Gelegenheit wieder gegenseitig die Köppe einschlägt. Wie nach dem Verlassen des Gazastreifens durch Israel 2005.
Das Kalifat ist so tief im Weltbild, wie für uns der „christliche Westen“. Aber das örtliche Sprichwort sagt ja: Schön, wenn Gäste kommen. Schöner, wenn sie gehen.
Foto: Demonstration Berlin, 19.04.2025. Die Kufiya („Pali-Tuch“) ist gar nicht palästinensisch. Sie ist benannt nach der Stadt Kufa im Irak und übliche Kopfbedeckung in vielen Farben, vor allem für Landarbeiter. Erst Husseini und Arafat belegten sie in schwarz-weiß als Symbol.
Warum haben Palästinenser keinen Namen für Palästina?
Die Ausgangsfrage war: Wenn Palästinenser Palästina selber „falestine“ nennen, ist das ein Exonym. Aber wenn sie doch dort heimisch waren, müssten sie dann nicht ein Endonym haben?
Sie haben keinen Innennamen, keine Eigenbezeichnung, kein Endonym, für die Region. Weil sie die Region niemals besessen, geprägt oder gestaltet haben, so dass ein Endonym entstanden wäre.
Die Araber sind durch die Islamische Expansion dort eingewandert. Diese wurde aber immer von anderen beherrscht, regiert und besessen. Zum Schluss und am längsten von den Türken, die keine Araber sind.
Nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches haben die Sieger beschlossen, einen kleinen Teil den Juden zu geben. Und das konnten die Araber nicht akzeptieren.
Die dort lebenden Araber mussten sich neu erfinden, sich eine Identität geben. Und einen Namen.
Und das ist der Grund, warum Palästinenser sich selber „falestine“ nennen. Sie mussten auf ein altes Wort zurückgreifen, ein römisches, ein lateinisches, ein Exonym, wie alle anderen auch. Sie haben kein eigenes Wort dafür. Nicht einmal alle Buchstaben.
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