Tag 2339 / Heute hat mich das ziemlich angeekelt wie der Mitarbeiterin bei der Essens- und Getränkeausgabe beim Zapfen Bier über die Hand lief!
Es hat mich angeekelt, weil sie mir dann mit dieser Hand meinen Eistee gab, mit dieser Hand meine Pommes gab!
Den Eistee habe ich an meinem T-Shirt abgewischt.
Mich hat die Nähe zum Alkohol da angeekelt! Ich möchte nicht, dass meine Pommesschale auch nur ansatzweise nach Bier riecht!
Ich möchte das da alles nicht so zum Greifen nah! So selbstverständlich, so als wäre da Wasser über die Hand gelaufen, aber es war Bier!
Iiiiihhh!
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Der Wannsee ist heute lauter als das ionische Meer.
Die Wannseegeräusche tun mir gut.
Ansonsten bin ich ziemlich traurig, fühle mich minderwertig und maximalgestört.
In der Bahn kommen mir die Tränen, als ich an Isidor denke, der sich zwar leicht peinlich kleidet mit weit reingestecktem Hemd, hochgezogener Hose und zu bequemen Schuhen, der aber sein Leben viel mehr im Griff hat wie mir scheint, der auch Menschen besuchen kann, die ihm nicht nur gut tun - er hält das aus, er bleibt trocken und sogar gelassen, muss keinen Streit entfachen.
Ich bin davon Lichtjahre entfernt.
Jemand, der mit mir zusammen in meinem Bett aufwacht, wo der Nachttisch voll alter Ohropax ist, er aussen nur alle paar Monate entstaubt wird, wo am Bett OTC und andere Pillenberge lagern, drei verschiedene Körperöle, zwei Bodylotions, Bücher da und da.
Warum habe ich für nichts feste Orte? Warum häufe ich so viel an? Die Kommode ein Haufen. Die Kommode auch.
Skillssachen und AA-Erinnerungssachen mal in eine Kiste und dann ins Regal.
Berge mit Kleidung, die nicht besser wird, wenn sie da liegt. Der neue Monkimantel total zerknüllt.
Ausgerastet mit den Wäschebergen. Ich habe jetzt vier Wäschekörbe voll Schmutzwäsche und es reicht noch nicht, die Haufen gucken raus aus den Behältern und der Anblick macht mich wütend!
Die meiste Wachzeit meines Wochenendes bin ich gar nicht zu Hause. Wann soll ich da aufräumen?
Der Wintermantel hängt noch draußen.
Immerhin lass ich manchmal nachts die Spülmaschine laufen, sonst würde ich gar nicht vorankommen.
Blöd dann halt auch, wenn die Katze auf das frisch bezogene Bett kotzt, alles eingesaut ist, auch der Matratzenschoner. So werden die Schmutzwäscheberge noch größer.
Würden Sie sich mit jemandem treffen wollen, der so einen Chaoshaushalt hat? Würden Sie es tolerieren? Wer soll sich bei mir wohlfühlen, wenn ich es selbst nicht schön finde?
Bei so nem Zustand der Wohnung kann man nur außerhäusige Affairen und Sextreffs haben. Und wenn ich mich damit abfinde, ändere ich nichts oder nur langsam.
Ich hab meine eh schon kleine Arbeitsfläche in der Küche verloren, weil da jetzt die Mikrowelle steht. So macht Kochen keinen Spass, ich backe kaum noch was. Wenn nicht genügend Platz ist, mache ich Dose auf, Tüte auf, Pizzafolie auf und fertig.
Dass das Jerusalempanorama nur in der Küche hängen könnte und dass da dann Streit- und Sexverbot ist, in dem Raum, wo das hängt.
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Jetzt beginnt der schöne Teil.
Die Sonne kam raus, als ich duschte.
Ich bin nackt unter dem Handtuch und fühle mich gut.
Nur einmal kurz geschwommen, zu stürmisch der See.
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Ich denke, ich mache doch wieder ein Sexprofil, bis die Wohnung ok ist.
Das Risa-Eis kostet jetzt 51 Cent mehr, ist aber 1,50 Euro schlechter: keine Pistazien, Erdbeersosse nur einmal unten und das Eis flüssig.
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Das verkommt hier leider inzwischen zur Partylocation am Wannsee. Sie stellen sieben Strandkörbe zusammen, bringen Musik mit und Glasflaschen.









