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Positivity
Startnummer #237
21. bis 26. August 2017
Fernwandern verbessern mit elektronischen Karten und Ortung
Zu zweit treten wir eine sechstägige Wanderung an, den Camiño dos faros an der nordspanischen Westküste. Da wir beide keinen Spaß am Detailtüfteln solch einer Wanderung finden, haben wir einen Veranstalter mit der Organisation beauftragt: Transfer, Unterbringung und Gepäcktransport wurden gegen Geld für uns vereinbart, und ein paar Wochen vor Reiseantritt traf per Post ein Paket mit den Unterlagen ein.
Die Wegbeschreibung der sechs Abschnitte besteht aus Papierausdrucken mit Ausschnitten aus geografischen Karten (mit Quellenangabe Instituto Geográfico Nacional de España und Hinweis, dass sie von 2013 sind) und Text. Da ganz schrecklich verboten wird, diese weiterzugeben, nehme ich an, dass ich wegen der leichteren Weitergabemöglichkeit keine Dateien statt Papier bekommen habe.
Die Detailtiefe der Wegbeschreibungen variiert stark: Manchmal nennen sie für 200 Meter Strecke Stein und Haus für Stein und Haus, dann wieder gibt es zu sieben Kilometern lediglich den Hinweis „stets entlang der Küste“. In letzterem Fall sind wir auf die Wegmarkierungen des Vereins Camiño dos faros angewiesen, doch das führt hin und wieder zu Problemen – nicht etwa, weil der Weg schlecht markiert wäre, der Verein sorgt ganz offensichtlich für kontinuierliche Aktualisierung. Sondern weil sie uns zweimal in Gelände führen, das wegen extremer Steilheit und klaffender Felsspalten nur unter Zuhilfenahme aller Gliedmaßen überklettert werden kann – was uns mit Rucksäcken, Wasserflaschen und ohne Klettererfahrung überhaupt keinen Spaß macht.
Zum Glück haben wir auf einem Tablet Karten mit dem GPS-Track mitgenommen (wie eigentlich auf allen Wanderungen der vergangenen Jahre), zum Glück ist die Netzabdeckung selbst in einsamen Gebieten fast durchgehend gut: Beide Male suchen wir uns eine Stelle, an der wir sicher und aufrecht stehen können und recherchieren auf dem Tablet die nächstgelegene Alternativroute. Die finden wir auch schnell und können mit deutlich geringerem Abenteueranteil weiterwandern.
Die Karten auf dem Tablet samt Ortung helfen uns auch an den Stellen, an denen die Umgebung und die Wegbeschreibung einfach nicht zusammenpassen wollen: Mit der Zuversicht, dass wir uns dank Zusatzkarten nie völlig verlaufen können, schlagen wir uns einfach querfeldein durch.
Abends blogge ich immer über unsere Wandertage, tagsüber poste ich hin und wieder bei Instagram Bilder mit dem Hashtag #Camiñodosfaros – was der Verein Camiño dos faros offensichtlich bemerkt: Nach zwei Tagen schickt er mir eine Willkommens-E-Mail an mein Blog-Postfach. Ich grüße zurück und biete an, dass sie sich an den Wanderfotos in meinem Blog bedienen können.
(die Kaltmamsell)
Raindrops
Startnummer #237
Ribadavía
Startnummer #237
Monday, it is what it is…