Miete und Gewinn
Im Rahmen des Street-Art-Festivals HOLA UTOPIA! hat das Kollektiv CUADRO FREZCA die Südfassade des Wohnhauses Osterfelddamm 39 gestaltet. Das Bild soll einen Impuls setzen um über aktuelle Fragen wie den Umgang mit Wohnraum nachzudenken. Der börsennotierte Immobilienkonzern VONOVIA besitzt über 400.000 Wohnungen, die einen Wert von über 80.000.000.000 Euro besitzen. Der Aktienwert steigt und steigt, die jährliche Gewinne belaufen sich in Milliardenhöhe und werden an die Aktionäre als Dividende ausgezahlt. Das sind ca. 37 Cent pro Euro der Miete. Aber wie verhält sich das Mehrwertstreben eines Börsenunternehmens und dem Wunsch nach wachsenden Dividenden der Anleger*innen zu der Realität im Roderbruch? Wo bleiben die Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum, sozialverträglichen Mieten und dem Wunsch nach einer gerechten Gesellschaft? Widersprechen sich die Anliegen vom Gewinnstreben eines Konzerns und dem Streben nach Stabilität der Mieter*innen nicht grundsätzlich? Sollte mit Wohnen Mehrwert erzielt werden? Wofür könnte das Geld eingesetzt werden, wenn es im Roderbruch verbleiben würde?











