Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!
Kurt Cobain; US-Musiker, Dichter & Maler
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Ihr lacht über mich, weil ich anders bin. Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!
Kurt Cobain; US-Musiker, Dichter & Maler
Hedonismus
Hedonismus, bunt geschecktes Götterwort
Dich predigen die Spatzen
Dich orgelt betäubend die Orgel
Einer mächtigen Kathedrale
Dir gehören die Muscheln und die Musik
Ich baue dem heiligen Hedonismus ein Denkmal
Und schaue tugendhaft den blauen Himmel
Du bist die Tasse Tee, die niemandem zu nehmen ist
Du bist der Sieger, den niemand ernst nahm
Du bist die leere Stadt, in der ich Murmeln spiele
Dich bete ich an, Du bist unverkäuflich
Welch einen Zustand muß das herrschende Bewußtsein erreicht haben, daß die dezidierte Proklamation von Verschwendungssucht und Champagnerfröhlichkeit, wie sie früher den Attachés in ungarischen Operetten vorbehalten war, mit tierischem Ernst zur Maxime richtigen Lebens erhoben wird. Das verordnete Glück sieht denn auch danach aus; um es teilen zu können, muß der beglückte Neurotiker auch noch das letzte bißchen an Vernunft preisgeben, das ihm Verdrängung und Regression übrig ließen, und dem Psychoanalytiker zuliebe an dem Schundfilm, dem teuren aber schlechten Essen im French Restaurant, dem seriösen drink und dem als sex dosierten Geschlecht wahllos sich begeistern. Das Schillersche »Das Leben ist doch schön«, das immer schon Papiermaché war, ist zur Idiotie geworden, seitdem es im Einverständnis mit der omnipräsenten Reklame ausposaunt wird, zu deren Fanalen auch die Psychoanalyse, ihrer besseren Möglichkeit zum Trotz, Scheite herbeiträgt. Wie die Leute durchweg zu wenig Hemmungen haben und nicht zu viele, ohne doch darum um ein Gran gesünder zu sein, so müßte eine kathartische Methode, die nicht an der gelungenen Anpassung und dem ökonomischen Erfolg ihr Maß findet, darauf ausgehen, die Menschen zum Bewußtsein des Unglücks, des allgemeinen und des davon unablösbaren eigenen, zu bringen und ihnen die Scheinbefriedigungen zu nehmen, kraft derer in ihnen die abscheuliche Ordnung nochmals am Leben sich erhält, wie wenn sie sie nicht von außen bereits fest genug in der Gewalt hätte.
Theodor W. Adorno
In der Welt der großen, lauten und gesetzten Worte gilt das Wort "weniger" kaum noch etwas. Wenn es denn jemals der Fall war und so müssen natürlich auch elektronische Suchanfragen nach der Wortverwandschaft des "rechten Maßes" direkt bei einer Vermarktungsstruktur dieses Maßes landen. Wie erschütternd.Es gibt aber noch andere Wortverwandtschaften, die nicht so offensichtlich sind und die sich erst beim rechten Nachdenken erschliessen. Dazu gehört u.a. das Wort "Widerstandsfrühling", das jetzt gerade verzweifelt aus der Taufe gehoben worden ist; was aber nur nettes Marketing ist. Denn eine von oben gesetzte Begrenzung nach zuvor unendlichem Wachstum - "Rationierung, die Überkonsum begrenzen soll" - könnte z.B. mit den folgenden Regeln und Setzungen funktionieren, die natürlich nur als Gedankenexperimente zu verstehen sind. Sonst geht eine Riesenschreierei wieder los. - Analog zur Gesundheitspolitik unseres werten Ministers mit einer medizinischen Grundversorgung pro Einwohnerzahl sollte es - diesmal sinnvoll - etwas vergleichbares auch in der Discounter- und Lebensmittelwelt bei einer gleichzeitigen Verminderung der Parkplatzbreiten vor diesen Märkten geben. - Des weiteren ist jegliche physische Nahrungaufnahme im Gehen und Stehen, auch im ÖPNV, abzulehnen. Es gibt leider keine gerechten Kaffeebecher. - Im Sinne von zeitgemäß angewandten Menschenrechten - Gerechtigkeit für wirklich alle - sind Lieferdienste moralisch als Sklaven- und Fronarbeit zu bewerten und zu ächten. - ...Ich brauche das alles gar nicht. Ich konsumiere einfach weiter und weniger und regellos! Und Tod jetzt allen Lindt-Hasen, nicht aber deren Befreiung!!!
Ich will einen Adventskalender, jetzt und sofort Ich will einen Adventskalender, der allem gerecht istIch will noch mehr Müll Ich will noch mehr Müll, der aber nicht gerecht ist.Ich will gerecht sein Ich will gut seinIch will beschissen werden Ich will keinem mehr weh tunIch will eine wohlige Wohlfühlwelt Ich will Geld verdienen und gleichzeitig die Umwelt schützen und investierte mit 1500€ in eine Genossenschaft mit einer Rendite von ca 4.5% bei einer ersten Ausschüttung voraussichtlich 2045, lt. eine FAS-Beilage.Ich will arm sein!
“Willst du ein bisschen Koks mitziehn?”fragte er und ohne zu zögern hob sie gleichgültig die Schultern und brachte ein “Warum nicht?” hervor. Er nahm sie am Arm und zog sie mit sich in Richtung Toilette. Er klopfte an einer Tür und rief “Hey”. Die Tür öffnete sich umgehend. In der grell beleuchteten Toilettenkabine knieten schon zwei vor der Toilette. Ein anderer stand daneben. Sie quetschen sich dazu. Einer, der am Boden kniete, hielt ihr ein Röhrchen hin. “Musste noch ein bisschen klein machen.” -- “Hat Jemand ne Karte oder so?” Jemand, den sie nicht kannte reichte ihr einen Perso. Sie bearbeitete das weiße Pulver. Eigentlich kannte sie keinen von ihnen wirklich. Hendrik ein wenig. Sie wusste, dass er auf sie stand. Diese Aufmerksamkeit genoss sie schon. Auch wenn sie gar kein Interesse an ihm hatte. Das Begehren zu spüren tat manchmal gut. Doch es kippte leicht. Sie nahm das Röhrchen zur Nase und zog das weiße Pulver ein.
Das Licht geht an. Die Vorgang geht auf. Applaus.
Da sind wir wieder. Das Spiel kann beginnen.
Heute: Sie singt für uns.
Das traut sie sich nämlich sonst nicht.
Heute: Sie küsst ihn, und er küsst sie. Dann küssen sie beide noch einen anderen, der gerade eine andere geküsst hat.
Sie singt. Sie schließt die Augen und singt und fühlt sich einfach frei.
Heute: Sie lädt die ganze Bar zu sich nach Hause ein.
Sie tanzen. Sie singen. Sie küssen.
Sie legt Tarotkarten. Sie sind alle da.
Das Licht geht aus.
Der Vorhang fällt.
Das Spiel ist zu Ende.