„Manchmal wünschte ich mir wir hätten den gleichen Heimweg.“
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„Manchmal wünschte ich mir wir hätten den gleichen Heimweg.“
- @katastropvxe
Doch der schönste Weg von allen, ist der Heimweg
Prinz Pi
Die guten Phasen sind nur noch okay & die schlechten sind fast unerträglich. Das Ende des Tunnels ist schwer zu erkennen, denn seit Monaten ist es schon neblig. Da werden immer mal gute Momente sein, erstickt vom Gewicht der Gleichgültigkeit. Die brennenden Brücken die daran erinnern "Heimweg" ist auch nur ein Wort.
-nichtsehraesthetisch
„Doch der schönste Weg von allen ist der Heimweg.“
- Prinz Pi
Kalt
"Ich sollte mal was übers Fotografieren schreiben", sagte ich mir. "Für meinen Blog".
Warum mir das gerade auf dem Heimweg von der Arbeit auf dem Bahnsteig eingefallen ist, das weiß ich nicht.
"Ich sollte wirklich mal was übers Fotografieren schreiben. Gibt ja kaum was, mit dem ich mich mehr beschäftige", echote es in meinem Kopf.
"Fotografieren", obwohl für mich das "Fotografieren" tatsächlich immer noch "Photographieren" ist. Und ein "Foto" ein "Photo". Irgendwie bescheuert, oder? Warum eigentlich? Warum hängt man an alten Bezeichnungen, die nichts, aber auch gar nichts anderes bedeuten als die neuen.
Warum hängen wir überhaupt an Worten, die doch nur Labels sind?
Ein Wort kann die Bedeutung dessen was es bezeichnet nicht verändern. Auch wenn viele das denken. Wenn ein Wort seine Bedeutung verändert, oder wenn wir ein anderes Wort verwenden, das in der Tat eine andere Bedeutung hat, dann ist es die Bedeutung, die uns interessiert. Und die Bedeutung, die wir meinen. Nicht das Ding. Warum hängen wir an Worten?
"Ich sollte mal was über Worte schreiben", kam es mir in den Sinn. "Nicht jetzt. Meine Finger sind zu klamm"
Es war kalt. Eiskalt und zugig. Und der fremdländisch aussehende Mann mit dem Stoppelbart auf der Bank des Bahnsteigs sang ein leises Lied in einer mir fremden Sprache in sein Mobiltelefon. Sehr leise, doch melodisch und seltsam vertraut, obwohl mir weder Melodie noch Text bekannt waren. Ein beinahe surrealer Moment. Und anrührend. Vielleicht sang er seine Tochter in einem fernen Land in den Schlaf. Vielleicht seinen Sohn. Vielleicht sang er für seine Frau oder Freundin. Seinen Mann oder Freund.
Vielleicht sang er einfach nur so, weil es kalt war und dunkel und die Melodie ein wenig Wärme spendete.
Ich lächelte dem Mann zu, als sich unsere Blicke kreuzten. Die Menschen singen viel zu wenig.
Die SBahn kam und ich steig ein. Schräg neben mir ein älterer Herr, der mit geschlossenen Augen lächelnd der klassischen Musik lauschte, die aus seinem Smartphone erklang.
"Ich sollte über Musik schreiben", dachte ich. Wenige Dinge berühren uns so sehr wie Musik. Wenngleich oft unbewusst.
Ist Musik ein Ding?
Ich sollte... schreiben.
Schreiben. "Ja. Ich sollte schreiben", dachte ich, als ich den Haustürschlüssel ins Schloss steckte und ihn mit einem leisen Klicken herumdrehte.
- Auf dem Heimweg
"Doch der schönste Weg von allen ist der Heimweg
Du musst wissen, dass ich immer nur an dich denk'"
–Prinz Pi